

von Ariane P. Freier
Lesenswert (0)Zum sechsten Mal in Folge ist Tschechien von 1000 Unternehmen zum Top-Standort in 16 mittel- und osteuropäischen Ländern gekürt worden − vor Polen, Slowenien und der Slowakei. Das belegt eine Umfrage der deutschen Außenhandelskammern. Und davon profitiert auch (Nieder-)Bayern.
"Viele Unternehmen haben sich in Tschechien ein zweites Standbein und damit Wettbewerbsvorteile verschafft, ohne erhebliche Teile ihrer Produktion zu verlagern", sagt Peter Sonnleitner, Geschäftsführer International der IHK Passau. Die IHK geht von 500 niederbayerischen Unternehmen aller Branchen aus, von denen viele für den Weltmarkt produzierten. Nach PNP-Infos sind etwa Haas Falkenberg (Fertighaus), Rohde & Schwarz in München/ Teisnach (Messtechnik) sowie KMP Printtechnik Eggenfelden hüben wie drüben erfolgreich.
Bayerische Zahlen untermauern dies: 2002 lagen die Exporte von Bayern nach Tschechien bei 2,8 Mrd. Euro. Die Einfuhr von Tschechien nach Bayern beziffert Sonnleitner mit 4,6 Mrd. Euro. 2010 stieg der Export nach Tschechien auf 4,6 Mrd. Euro, der Import nach Bayern auf 9,1 Mrd. Euro. Letzteres sei vor allem auf Autoimporte (Skoda) zurückzuführen, aber auch auf viele in Tschechien veredelte Produkte bayerischer Firmen.
Die IHK und die Wirtschaftskammer Budweis wollen diesen Erfolg auf den Bausektor ausweiten und bringen Kooperationspartner seit 2011 über das Interreg-Förderprojekt "Energieeffizientes Bauen" zusammen.
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