

"Rohde & Schwarz richtet mit einer neuen Millioneninvestition sein Werk Teisnach für die Zukunft aus, sichert Arbeitsplätze und will mittelfristig wachsen", sagt Werkleiter Johann Kraus. Das Münchner Elektronikunternehmen will heuer über zehn Millionen Euro in eine neue Fertigungshalle für den Standort im Bayerischen Wald investieren. "Es wird wohl die bisher größte Baumaßnahme seit dem Bestehen des Werks Teisnach", sagt Kraus erfreut. "Das bedeutet auch eine deutliche Wertschätzung unserer Arbeit." Bereits im Februar soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Geplante Fertigstellung in Abhängigkeit von der aktuellen wirtschaftlichen Situation: 2013.
Das Projekt ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Rohde & Schwarz erweitert durch den Neubau den bestehenden Hallenkomplex an der Kaikenrieder Straße in der Marktgemeinde um 18 000 Quadratmeter Geschossfläche. Insgesamt stehen dann rund 62 000 Quadratmeter für die Fertigung und Auslieferung hochkomplexer Sendeanlagen, Kommunikationssysteme, Leiterplatten und elektromechanischer Baugruppen zur Verfügung.
Beauftragt wurden mit der Erweiterung bewusst regionale Unternehmen: Das Ingenieurbüro Schanderl in Teisnach hat das vierstöckige Gebäude geplant. Für die Haustechnik ist das Ingenieurbüro Bummer Hof aus Bad Kötzting zuständig, und die Elektroplanung übernimmt das Ingenieurbüro Meindl + Amberger aus Viechtach.
Dass die Geschäftsführung der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG in München einmal mehr großes Vertrauen in die Führungsmannschaft und Mitarbeiter des Werks Teisnach setzt, erklärt sich Werkleiter Kraus vor allem mit dem "hervorragenden Engagement und der großen Loyalität aller Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen". Kraus betont aber auch die "erstklassige Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Teisnach, dem Landkreis Regen, Behördenvertretern und Wirtschaftsverbänden". Johann Kraus: "Eines muss klar sein: Nur gemeinsam können wir den hiesigen Wirtschaftsstandort stärken, weiter ausbauen und zukunftsfähig machen."
"Geht es Rohde & Schwarz gut, dann geht es auch der Marktgemeinde Teisnach gut", betont Teisnachs Bürgermeisterin Rita Röhrl. Zusammen mit dem Technologiecampus der Hochschule Deggendorf, der nur unweit des Rohde & Schwarz-Werks gelegen ist und wo die Firma auch Flächen angemietet habe, entstehe ein "High-Tech-Zentrum, um das uns viele in Bayern beneiden".
Kooperation zum Wohl der ganzen Region Rohde & Schwarz, so Landrat Michael Adam, biete hochqualifizierte und sichere Arbeitsplätze und investiere permanent in die Zukunft. So wurden 2011 auch 28 Auszubildende neu eingestellt, wie Werkleiter Kraus bestätigt. Heuer sollen es ähnlich viele sein. − af/gi
WELTKONZERN IN FAKTEN
Mitarbeiter: derzeit rund 8400 Mitarbeiter weltweit, davon im Fertigungswerk rund 1350
Umsatz 2010/2011 (Juli bis Juni): rund 1,6 Milliarden Euro; damit blickt die Firma auf das beste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte zurück
Branche: führender Lösungsanbieter in den Arbeitsgebieten Messtechnik, Rundfunk, Überwachungs- und Ortungstechnik sowie sichere Kommunikation
Geschichte: 1933 in München gegründet, seitdem selbstständiges Unternehmen mit engmaschigem Servicenetz
Präsenz: in über 70 Ländern
Standort Teisnach: 1969 Eröffnung, 2009 Feier des 40-jährigen Bestehens; letzte größere bauliche Investition ins Logistikcenter 2004 mit über drei Millionen Euro, 2008 letzte kleine Bautätigkeit, seit November 2004 ist Dipl.-Betriebswirt Johann Kraus Werkleiter (Bild). − F.: Gierl
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