• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 22.09.2014

Ostbayern

Heute: 13°C - 3°C

präsentiert von:


Login

   Jetzt registrieren!   Passwort vergessen?




Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Washington  |  27.08.2013  |  22:32 Uhr

USA treiben Planungen für Militäreinsatz voran

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Die USA, Großbritannien und Frankreich sind bereit für einen Militärschlag gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad.



lle drei Staaten und die Arabische Liga beschuldigen das Regime in Damaskus, mit dem Einsatz von Giftgas Hunderte Menschen bei Damaskus getötet zu haben, darunter zahlreiche Kinder.

Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben keine echten Zweifel an der Verantwortung des syrischen Regimes für den Chemiewaffenangriff in der vergangenen Woche. Der Sender NBC berichtete, die Raketenangriffe auf Ziele in Syrien könnten bereits an diesem Donnerstag beginnen.

Noch diese Woche sei mit der Veröffentlichung der Geheimdiensterkenntnisse zu dem Vorfall zu rechnen, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Dienstag in Washington. US-Präsident Barack Obama berate derzeit mit seinem Nationalen Sicherheitsteam, dem Kongress und Alliierten über eine Antwort auf diese "eklatante Verletzung internationaler Normen". Noch sei eine Entscheidung aber nicht gefallen. Aber "es muss eine Antwort geben", sagte Carney.

Carney bekräftigte, dass Obama den Einsatz von Bodentruppen ablehne, sonst aber alle Optionen - auch nicht-militärische - weiter in Betracht gezogen würden. Er betonte zudem, dass die Reaktion nicht darauf abziele, einen Regimewechsel in Syrien herbeizuführen. "Die Lösung dieses Konfliktes muss durch politische Verhandlungen und Ergebnisse erfolgen", sagte Carney.

Auch der britische Regierungschef David Cameron und sein Stellvertreter Nick Clegg betonten, dass mögliche militärische Schritte gegen Syrien mit dem vermuteten Einsatz von Chemiewaffen durch das Regime zusammenhängen. Clegg betonte, es gehe nicht darum, die syrische Regierung zu stürzen oder den Syrien-Konflikt zu lösen. Es gehe darum, "legale, konkrete und verhältnismäßige Maßnahmen zu ergreifen, die ein Signal senden, dass der Einsatz von Chemiewaffen heutzutage unhaltbar ist."

Das US-Militär habe alles vorbereitet, um entsprechend reagieren zu können, sollte sich Präsident Obama dafür entscheiden, sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel dem britischen Sender BBC. Das Assad-Regime kündigte an, es werde sich verteidigen. "Wir sind kein Häppchen, das man so einfach verspeisen kann. Wir werden die anderen überraschen", drohte Außenminister Walid al-Muallim. Die syrische Exil-Opposition wurde nach eigenen Angaben über einen bevorstehenden Militärschlag gegen das Regime informiert.

NBC berichtete weiter, die Angriffe würden sich über drei Tage erstrecken und seien in ihrem Umfang begrenzt. Das hätten namentlich nicht genannte ranghohe Regierungsbeamte in Washington mitgeteilt, meldete der Sender. Nach Informationen der "Washington Post" würde das US-Militär Marschflugkörper von Kriegsschiffen abfeuern, die jetzt schon im Mittelmeer kreuzen, oder Langstreckenbomber einsetzen. Die USA können offenbar auf die Hilfe von Staaten wie Frankreich, Großbritannien und die Türkei bauen. In London wurde das Parlament für eine Sondersitzung am Donnerstag aus dem Urlaub geholt. Frankreichs Präsident François Hollande warnte: Der Bürgerkrieg in Syrien "bedroht jetzt den Weltfrieden". Es deute alles darauf hin, dass das Regime in Damaskus "diese verabscheuungswürdige Tat" begangen habe. Frankreich sei bereit, die Verantwortlichen zu bestrafen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hielt sich die Entscheidung über eine deutsche Beteiligung weiter offen.

Auch die Arabische Liga gab dem Regime in Damaskus die Schuld an den Attacken, der Rat der Liga verurteilte "dieses abscheuliche Verbrechen". Gleichzeitig forderte er die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates auf, "ihre Differenzen beizulegen, damit eindeutige Maßnahmen ergriffen werden können, die den Menschenrechtsverletzungen und dem Völkermord durch das syrische Regime ein Ende setzen". Das UN-Team aus Chemiewaffen-Experten, das die Vorwürfe in der Nähe von Damaskus untersuchen soll, musste seine Arbeit wegen der angespannten Sicherheitslage unterbrechen.

Israel ist nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf alle Szenarien vorbereitet. "Wir sind nicht Teil des Bürgerkriegs in Syrien, aber wenn wir irgendeinen Versuch identifizieren, uns anzugreifen, werden wir mit aller Härte reagieren", sagte Netanjahu in Tel Aviv.

Syriens Schutzmacht Russland, die ein gemeinsames Vorgehen der Staatengemeinschaft im UN-Sicherheitsrat immer wieder blockiert hatte, warnte mit scharfen Worten vor einem Militärschlag. Auch nach Ansicht des Irans würde ein Angriff gegen Syrien ein Chaos im gesamten Nahen Osten auslösen.

Die Bundesregierung erklärte sich erneut zu "Konsequenzen" bereit, falls sich die Giftgas-Vorwürfe gegen Assad bestätigen. An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien stehen 300 Bundeswehr-Soldaten mit Patriot-Abwehrraketen im Einsatz. Im Mittelmeer kreuzen deutsche Militärschiffe, darunter das Flottendienstboot "Oker" mit modernster Aufklärungstechnik. Spekuliert wird auch über den Einsatz von deutschen Soldaten in Awacs-Aufklärungsflugzeugen der Nato.

Bei einem Treffen in Jordanien verständigten sich führende Militärs aus zehn westlichen und arabischen Staaten darauf, dass ein möglicher Angriff auf Syrien nur begrenzte Ziele verfolgen sollte. An den Gesprächen nahm auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, teil.

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger lehnen einen internationalen Militärschlag gegen Syrien ab. In einer repräsentativen Umfrage für das Magazin "Stern" sprachen sich 69 Prozent der Befragten dagegen aus. Nur 23 Prozent waren dafür.








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2014
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2014
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
930110
Washington
USA treiben Planungen für Militäreinsatz voran
Die USA, Großbritannien und Frankreich sind bereit für einen Militärschlag gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad.lle drei Staaten und die Arabische Liga beschuldigen das Regime in Damaskus, mit dem Einsatz von Giftgas Hunderte Menschen
http://www.pnp.de/nachrichten/tagesthema/930110_USA-erwaegt-Militaerschlag-gegen-Syrien.html
2013-08-27 22:32:12
http://www.pnp.de/_em_daten/_dpa/2013/08/27/teaser/130827_0811_urn_newsml_dpa_com_20090101_130827_99_00727_large_4_3_teaser.jpg
news



Anzeige







Mehr als 130 000 Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei

 - Das nordsyrische Ain al-Arab gleicht einer Geisterstadt: Mehr als 150 000 Menschen sind geflohen, die IS-Dschihadisten... 



Angst vor IS-Massakern: Hundertausende Flüchtlinge erwartet

Die USA konzentrieren ihre Luftangriffe auf die IS-Hochburg Mossul im Irak. Die Dschihadisten selbst attackieren kurdische... 



Ozapft is: 181. Oktoberfest gestartet

Um Punkt 12 Uhr eröffnet Münchens neuer Oberbürgermeister Dieter Reiter das Oktoberfest. Vier Schläge bedeuten einen... 



Schottland sagt "NO" zur Unabhängigkeit

Die Trennung der Schotten von Rest-Britannien fällt aus. Bei vielen Schotten sagte das Herz "YES" und der Kopf "NO". Nach... 



Donnerstag, 18.09.2014
Tag der Entscheidung für Schottland
Tag der Entscheidung für Schottland

Schottland hat abgestimmt. Gehören 307 Jahre englisch-schottische Union bald der Geschichte an? Umfragen sahen beide Lager... 



"Yes" oder "No"? Schotten stimmen über Unabhängigkeit ab

Schottland hat sein Schicksal selbst in der Hand. Entscheidet das Land sich für die Unabhängigkeit oder bleibt es Teil... 



Geldmaschine Dispozins: Überziehen noch immer zu teuer

Rutscht das Konto ins Minus, wird es teuer. Zu teuer, meinen Finanztester - auch wenn einige Banken zuletzt die Dispozinsen... 






Anzeige





 - Fotos: dpa

Zelt, Bier, Breze und "ein Prosit der Gemütlichkeit": Die Grundzutaten des Münchner Oktoberfests...



− Foto: dpa

Einsam und allein endete der Wiesn-Besuch für einen jungen Musiker aus dem Salzburger Land...



Der Ausblick ist deutlich eingeschränkt: Wenigstens bleibt Franz Paringer wegen des Durchlasses für die Fußgängerachse Preysingplatz-Sterngasse noch der Blick zur Stadtpfarrkirche. − Foto: Kellermann

"Diese Mauer war von Anfang an Bestandteil der Planung, sie ist schon im Bebauungsplan vorgesehen"...



Unternehmerin Marianne Obermüller hat mit ihrer Firma "Schokolade hilft immer" ein sogenanntes Social Business gegründet. − Foto: Thomas Jäger

Marianne Obermüller hatte 2007 genug von ihrer Firma für Robotik- und Automatisierungstechnik...



Ein schwer bewaffnetes Sondereinsatzkommando rückte in Sondermoning an, um notfalls das Haus zu stürmen. − Foto: FDL/Lamminger

Beim Rasenmähen fand ein 32-jähriger Familienvater aus Sondermoning bei Nußdorf (Landkreis...





− Foto: dpa

Schottland und Bayern haben eine wesentliche Gemeinsamkeit: Beider Länder Farben sind weiß-blau...



Mit seinem Buch "Bayern kann es auch allein" hat Wilfried Scharnagl bereits 2012 dazu eingeladen, sich Gedanken über mehr weiß-blaue Eigenständigkeit zu machen. − Fotos: dpa/Verlag

"Bayern kann es auch allein" – so heißt das Buch, das der langjährige Chef des "Bayernkurier"...



− Foto: Archiv dpa

Die umstrittenen Maut-Pläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) werden nachgebessert...



"Es reicht eben nicht, Blitzer aufzustellen", sagt Oliver Malchom, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (kl. Bild). − Fotos: Jäger/Polizei

"Eine PR-Aktion ohne nachhaltigen Effekt auf die Verkehrssicherheit" ist der Blitzer-Marathon auf...



− Foto: dpa

Einen vier Monate alten Säugling hat die Polizei aus einem überhitzten Auto in Cham (Oberpfalz)...





Michael Simon Reis beherrscht sein Handwerkszeug. − Foto: Modehaus Garhammer

Vor einem Jahr erst hat das Modehaus Garhammer sein Restaurant Johanns eröffnet – und...



Vor sechs Jahren war Veronika Reiner (29) die erste, die Alpakas im Altlandkreis besaß. Mit drei Tieren startete sie ihre Zucht; heute hat sie 13. Sie füttert ihre Hengste, die sie streng von den Stuten getrennt hält, mit frischem Gras. Alpaka Luminoso (r.) ist der Chef der Herde. − F.: Niedermaier

Bei Veronika Reiner war es Liebe auf den ersten Blick. Die 29-jährige Kollnburgerin verlor ihr Herz...



40 von 65 Teisnachern sprachen sich am Dienstag komplett gegen eine Wiedereinführung des Bahnlinienverkehrs zwischen Gotteszell und Viechtach aus, der Rest eingeschränkt. Vor allem die befürchteten längeren Fußwege von Schulkindern zur Bahnhaltestelle und zu den Viechtacher Schulen waren die Gründe. − Foto: Augustin

Am Ende war der Tenor einhellig: Der Großteil der Teisnacher spricht sich gegen die Wiederaufnahme...



Überwältigt und stolz waren Ludwig Iretzberger (li.) und seine Kameraden, als sie am Morgen des 11. August den Gipfel erstürmten, den vor ihnen noch kein Mensch betreten hatte. − Foto: privat

Jubelschreie, Überwältigung und ein "riesen Glücksgefühl". Diese Emotionen begleiteten Ludwig...



Dr. Ulrike Aichinger kämpft seit vielen Jahren unermüdlich für eine sinnvolle Art der Brustkrebs-Früherkennung. − Foto: Jäger

Die jüngsten Schlagzeilen sorgen bei ihr für Zornes- und Sorgenfalten gleichzeitig: Wenn Dr...