• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de




Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Washington  |  27.08.2013  |  22:32 Uhr

USA treiben Planungen für Militäreinsatz voran

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken merken merken






Die USA, Großbritannien und Frankreich sind bereit für einen Militärschlag gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad.



lle drei Staaten und die Arabische Liga beschuldigen das Regime in Damaskus, mit dem Einsatz von Giftgas Hunderte Menschen bei Damaskus getötet zu haben, darunter zahlreiche Kinder.

Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben keine echten Zweifel an der Verantwortung des syrischen Regimes für den Chemiewaffenangriff in der vergangenen Woche. Der Sender NBC berichtete, die Raketenangriffe auf Ziele in Syrien könnten bereits an diesem Donnerstag beginnen.

Noch diese Woche sei mit der Veröffentlichung der Geheimdiensterkenntnisse zu dem Vorfall zu rechnen, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Dienstag in Washington. US-Präsident Barack Obama berate derzeit mit seinem Nationalen Sicherheitsteam, dem Kongress und Alliierten über eine Antwort auf diese "eklatante Verletzung internationaler Normen". Noch sei eine Entscheidung aber nicht gefallen. Aber "es muss eine Antwort geben", sagte Carney.

Carney bekräftigte, dass Obama den Einsatz von Bodentruppen ablehne, sonst aber alle Optionen - auch nicht-militärische - weiter in Betracht gezogen würden. Er betonte zudem, dass die Reaktion nicht darauf abziele, einen Regimewechsel in Syrien herbeizuführen. "Die Lösung dieses Konfliktes muss durch politische Verhandlungen und Ergebnisse erfolgen", sagte Carney.

Auch der britische Regierungschef David Cameron und sein Stellvertreter Nick Clegg betonten, dass mögliche militärische Schritte gegen Syrien mit dem vermuteten Einsatz von Chemiewaffen durch das Regime zusammenhängen. Clegg betonte, es gehe nicht darum, die syrische Regierung zu stürzen oder den Syrien-Konflikt zu lösen. Es gehe darum, "legale, konkrete und verhältnismäßige Maßnahmen zu ergreifen, die ein Signal senden, dass der Einsatz von Chemiewaffen heutzutage unhaltbar ist."

Das US-Militär habe alles vorbereitet, um entsprechend reagieren zu können, sollte sich Präsident Obama dafür entscheiden, sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel dem britischen Sender BBC. Das Assad-Regime kündigte an, es werde sich verteidigen. "Wir sind kein Häppchen, das man so einfach verspeisen kann. Wir werden die anderen überraschen", drohte Außenminister Walid al-Muallim. Die syrische Exil-Opposition wurde nach eigenen Angaben über einen bevorstehenden Militärschlag gegen das Regime informiert.

NBC berichtete weiter, die Angriffe würden sich über drei Tage erstrecken und seien in ihrem Umfang begrenzt. Das hätten namentlich nicht genannte ranghohe Regierungsbeamte in Washington mitgeteilt, meldete der Sender. Nach Informationen der "Washington Post" würde das US-Militär Marschflugkörper von Kriegsschiffen abfeuern, die jetzt schon im Mittelmeer kreuzen, oder Langstreckenbomber einsetzen. Die USA können offenbar auf die Hilfe von Staaten wie Frankreich, Großbritannien und die Türkei bauen. In London wurde das Parlament für eine Sondersitzung am Donnerstag aus dem Urlaub geholt. Frankreichs Präsident François Hollande warnte: Der Bürgerkrieg in Syrien "bedroht jetzt den Weltfrieden". Es deute alles darauf hin, dass das Regime in Damaskus "diese verabscheuungswürdige Tat" begangen habe. Frankreich sei bereit, die Verantwortlichen zu bestrafen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hielt sich die Entscheidung über eine deutsche Beteiligung weiter offen.

Auch die Arabische Liga gab dem Regime in Damaskus die Schuld an den Attacken, der Rat der Liga verurteilte "dieses abscheuliche Verbrechen". Gleichzeitig forderte er die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates auf, "ihre Differenzen beizulegen, damit eindeutige Maßnahmen ergriffen werden können, die den Menschenrechtsverletzungen und dem Völkermord durch das syrische Regime ein Ende setzen". Das UN-Team aus Chemiewaffen-Experten, das die Vorwürfe in der Nähe von Damaskus untersuchen soll, musste seine Arbeit wegen der angespannten Sicherheitslage unterbrechen.

Israel ist nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf alle Szenarien vorbereitet. "Wir sind nicht Teil des Bürgerkriegs in Syrien, aber wenn wir irgendeinen Versuch identifizieren, uns anzugreifen, werden wir mit aller Härte reagieren", sagte Netanjahu in Tel Aviv.

Syriens Schutzmacht Russland, die ein gemeinsames Vorgehen der Staatengemeinschaft im UN-Sicherheitsrat immer wieder blockiert hatte, warnte mit scharfen Worten vor einem Militärschlag. Auch nach Ansicht des Irans würde ein Angriff gegen Syrien ein Chaos im gesamten Nahen Osten auslösen.

Die Bundesregierung erklärte sich erneut zu "Konsequenzen" bereit, falls sich die Giftgas-Vorwürfe gegen Assad bestätigen. An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien stehen 300 Bundeswehr-Soldaten mit Patriot-Abwehrraketen im Einsatz. Im Mittelmeer kreuzen deutsche Militärschiffe, darunter das Flottendienstboot "Oker" mit modernster Aufklärungstechnik. Spekuliert wird auch über den Einsatz von deutschen Soldaten in Awacs-Aufklärungsflugzeugen der Nato.

Bei einem Treffen in Jordanien verständigten sich führende Militärs aus zehn westlichen und arabischen Staaten darauf, dass ein möglicher Angriff auf Syrien nur begrenzte Ziele verfolgen sollte. An den Gesprächen nahm auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, teil.

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger lehnen einen internationalen Militärschlag gegen Syrien ab. In einer repräsentativen Umfrage für das Magazin "Stern" sprachen sich 69 Prozent der Befragten dagegen aus. Nur 23 Prozent waren dafür.








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2015
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2015
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
930110
Washington
USA treiben Planungen für Militäreinsatz voran
Die USA, Großbritannien und Frankreich sind bereit für einen Militärschlag gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad.lle drei Staaten und die Arabische Liga beschuldigen das Regime in Damaskus, mit dem Einsatz von Giftgas Hunderte Menschen
http://www.pnp.de/nachrichten/tagesthema/930110_USA-erwaegt-Militaerschlag-gegen-Syrien.html
2013-08-27 22:32:12
http://www.pnp.de/_em_daten/_dpa/2013/08/27/teaser/130827_0811_urn_newsml_dpa_com_20090101_130827_99_00727_large_4_3_teaser.jpg
news



Anzeige







Entsetzen nach Mord an Kreml-Gegner Nemzow

Weltweites Entsetzen, Schock für die liberale Opposition in Russland: Boris Nemzow wird Opfer eines Mordanschlags. Der Putin-Kritiker... 



Bundestag stimmt für Verlängerung der Griechenland-Hilfen

Opposition und Koalition tragen eine Verlängerung der Hilfen für Athen mit. Doch der Unmut über die dortige Regierung... 



Doch kein Steuerbonus bei Gebäudesanierung

Millionen Häuser in Deutschland gelten als Energieverschwender. Die steuerliche Absetzbarkeit für Dämmung, neue Fenster... 



Koalitionsgipfel bestätigt Mietpreisbremse

Es war eher ein Koalitionstreffen der internen Klimapflege als eines der Entscheidungen. Zentrale Streitthemen wie die Stromtrassen... 



Weg frei für weitere Finanzhilfen an Athen

Der Poker um weitere Milliardenhilfen für Griechenland ist vorerst zu Ende. Doch das Land ist noch lange nicht über den... 



Athener Reformliste kommt erst am Dienstag

Tag der Entscheidung für Griechenland: An diesem Dienstag wollen die Finanzminister der Euro-Staaten beraten, ob sie für... 



Abzug schwerer Waffen aus der Ostukraine beschlossen

Ein Gefangenenaustausch und ein geplanter Waffenabzug wecken Hoffnungen auf Entspannung in der Ostukraine. Doch in Charkow... 






Anzeige





−Symbolfoto: PNP

Ein privater Besuch im Wirtshaus in Salzburg hat für einen Polizisten aus Oberösterreich wohl...



Jeder Kuss ist gleichzeitig eine Stärkung für das Immunsystem: So lernt es fremde Erreger besser kennen und ist somit in Zukunft besser auf sie vorbereitet. − Foto: Phanie/Burger/Your Photo Today

Es hört sich erst einmal paradox an: Warum sollte man viel küssen, um der derzeit gefürchteten...



Pfarrer Christopher Fuchs segnete mit dem Sterbekreuz das Grab und den Toten, der in der Nacht zum vergangenen Montag im 81. Lebensjahr verstorben ist. − Fotos: Egon Binder

Dort, wo vor 60 Jahren das erste Kapitel einer erfolgreichen Lebensgeschichte begonnen hat...



Seit 1992 bereitet Robert Thoma teerhaltiges Material auf. Seit dem sogenannten Teerskandal in Großthannensteig steht sein Recyclingunternehmen in der Kritik. Im PNP-Gespräch nimmt der 52-Jährige zu den Vorwürfen Stellung. − Foto: Jäger

Robert Thoma, Geschäftsführer der Thoma Bau- und Recycling GmbH & Co. KG in Hutthurm...



Mit Fernglas oder Teleobjektiv erkennt man deutlich: Es handelt sich um eine australische Flagge. − Fotos: Roland Binder

Das war eine lebensgefährliche Aktion: An die Spitze eines Hochspannungsmasts bei Fischerdorf hat...





"Vorsicht Stufen" − dieses Schild hängt laut Uwe Schuhbaum (80) noch nicht lange an der Kirche St. Salvator. Seine Frau Gabriele (64) sitzt seit einem Sturz im Rollstuhl. (Fotos: Eberle)

Sie wollten eigentlich nur am Ende ihres Ausflugs ins Rottal noch spontan die Klosterkirche St...



Andy Borg − Foto: dpa

Aus für Andy Borg beim "Musikantenstadl" - der 54 Jahre alte Moderator aus Thyrnau (Landkreis...



Neues Gewand, gleiche scharfe Zunge: Luise Kinseher als "Mama Bavaria" hatte heuer einen schwierigen Auftritt. Viele ihrer Spitzen versandeten im prominenten Publikum, auch wenn Ministerpräsident Horst Seehofer hinterher urteilte: "Köstlich. Ich glaube, die Mama Bavaria hat noch einmal an Statur gewonnen." − Foto: dpa

Sapperlot, hat die Bavaria den Mächtigen im Lande wieder eingeschenkt. Beim traditionellen...



Ortstermin bei Althütte: Vertreter der Regierung von Niederbayern, des Nationalparks, der Bürgerinitiative gegen Windräder am Wagensonnriegel und anderer Interessengruppen begleiteten Olivier Biber und Tatiana State Masson (7. und 5. v. re.) vom Europarat. − F.: NPV Bayer. Wald

Der Widerstand gegen die geplanten Windkraftanlagen am Wagensonnriegel wächst: Neben der...



−Symbolfoto: Archiv PNP

Einen dicken Fang machten Beamte der Polizeiinspektion Dingolfing am Sonntag...





− Foto: Wagle

Bei einer Gasexplosion an der Rennbahn in Pfarrkirchen im Landkreis Rottal-Inn wurden am...



Verärgert bietet Johann Krumesz jetzt die drei 4-Sterne-Häuser seiner Familie der Regierung von Niederbayern als Asylbewerberunterkünfte an. Der 62-Jährige befürchtet massive Einbußen wegen eines geplanten Heims auf der anderen Straßenseite seines gutgebuchten Hotels "Atrium" nahe der Stadt. − Foto: Jäger

Der geplante Bau eines Asylbewerberheims in der Passauer Innenstadt hat den Hotelier Johann Krumesz...



Bisher gab es nur einfache Tafeln an manchen Autobahn-Auffahrten. − Foto: dpa/Archiv

Im Rahmen eines Modellprojektes sollen demnächst auf einer Autobahn im Raum München elektronische...



Für die 29-jährige Beifahrerin kam jede Hilfe zu spät. Sie starb bei dem schweren Unfall am Sonntag auf der A3 bei Straubing. Foto: Kamera24

Beim Unfall eines Sportwagens nahe Straubing ist eine 29-jährige Beifahrerin aus dem Landkreis...



Braunbärin Luna hat ihre Winterruhe trotz Schnee kurz unterbrochen – jedoch ohne rechte Begeisterung, wie es scheint. − Foto: Rudolf Baier

In wenigen Tagen, am 1. März, ist meteorologischer Frühlingsanfang. Hat dies die Nationalparkbärin...