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02.01.2013  |  13:35 Uhr

Schumacher im Unruhestand: "schwer verplant" für 2013

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Berlin - An seinem ersten Geburtstag im endgültigen Formel-1-Ruhestand genießt Michael Schumacher die Freiheit von allen Trainingszwängen.

"Ich möchte auch bewusst dem Körper ein bisschen Ruhe gönnen, einfach mal wieder so eine Erholungsphase reinbringen", sagte der Rekordweltmeister, der am Donnerstag 44 Jahre alt wird. Nach drei ziemlich erfolglosen Comeback-Jahren im zu schwachen Silberpfeil will Schumacher 2013 die neuen Freiheiten ausgiebig nutzen. Er sei "einfach froh", mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können und "eben keine Pläne haben zu müssen".

So viel Gelegenheit zum Füße hochlegen wird Schumacher aber auch jetzt nicht haben. "Schwer verplant" sei der siebenmalige Champion bereits für das neue Jahr, erklärte Managerin Sabine Kehm und kündigte an: "Vieles wird noch dazu kommen durch diverse Projekte, die noch nicht spruchreif sind oder sich noch ergeben werden." Schon im Dezember hatte Schumacher gemeint: "Der Kalender ist eh schon wieder zu voll fürs nächste Jahr."

Als Rentner fühlt sich der PS-Altmeister ohnehin noch lange nicht. "Rentner heißt ja, dass man entweder nicht mehr möchte oder nicht mehr kann. Ich glaube, das Letzte kann man bei mir ausschließen", erklärte Schumacher jüngst beim Race of Champions in Bangkok. In Thailand zeigte er an der Seite von Kumpel Sebastian Vettel mit dem erneuten Sieg in der Nationenwertung einmal mehr seine Klasse und kündigte umgehend die Titelverteidigung in diesem Jahr an.

Ganz ohne die Raserei kann ein Michael Schumacher einfach nicht. Das hatte er schon nach seinem ersten Rücktritt 2006 gezeigt. Der bestens dotierte Job als Ferrari-Berater lastete Schumacher bei weitem nicht aus. So versuchte er sich unter anderem als Motorrad-Pilot in der IDM-Serie und machte mit ein paar spektakulären Stürzen Schlagzeilen. Zudem engagierte er sich im Weltverband FIA als Botschafter für Sicherheit im Straßenverkehr und unterstützte Frau Corinna, die Pferde züchtet und bei Western-Turnieren reitet.

Am Ende aber war die Versuchung Formel 1 zu groß. Nach drei Jahren Pause unterschrieb Schumacher bei Mercedes, durchaus in der ernsten Hoffnung auf einen den Titel. Doch es blieb nicht viel mehr als ein dritter Platz in Valencia übrig. Kein Wunder, dass Schumacher zuletzt dem "Stern" verriet: "Darauf freue ich mich jetzt: Nicht mehr ständig über die Formel 1 nachdenken zu müssen. Das hat mich zum Schluss mehr und mehr gestört."

Einen neuen Lebensrhythmus finden, abseits des Grand-Prix-Zirkus, darin hat Schumacher seit seinem ersten Rücktritt schon Übung. Etwas mehr leben, weniger trainieren und funktionieren müssen. "Langweilig wird es Michael sicher nicht werden - er ist ein sehr aktiver Typ, er freut sich auf neue Aufgaben", sagte Managerin Kehm.

Vor kurzem hat Schumacher eine Farm in Texas als weiteren Fluchtpunkt erworben. Neben dem Zeitvertreib als "Turnier-Trottel" seiner Frau, wie Schumacher scherzte, will er sich noch öfter seinem Hobby Fallschirmspringen widmen. Auch dadurch habe er "gelernt, abzuschalten". Wolkenstürze als Entspannungsübung - typisch Schumacher.








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