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Maranello - Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo wirbt weiter um Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel.



"Wenn Fernando Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, zum Beispiel, weil er sich mit seiner Freundin nach Hawaii zurückzieht, dann will ich Vettel", sagte di Montezemolo beim traditionellen Jahresabschluss des italienischen Rennstalls am Firmensitz in Maranello. Ein Fahrer-Duo Vettel/Alonso schloss der 65-Jährige, der den Heppenheimer sehr schätzt, jedoch aus.

Vettel sei "für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer", meinte di Montezemolo unter anderen vor Journalisten von "Auto, Motor und Sport", "bild.de" und "Süddeutsche Zeitung". Ein Fahrer-Duo Alonso/Vettel hält der Ferrari-Boss allerdings derzeit für überaus schwierig. "Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten."

Alonso, dessen Teamkollege auch 2013 Felipe Massa heißt, würde den dreifachen Weltmeister vermutlich als Provokation empfinden. Der Spanier ist noch bis 2016 an die Scuderia gebunden, Vettels Vertrag bei Red Bull läuft bis Ende 2014. Der 31-jährige Alonso hatte die Saison als Zweiter nur drei Punkte hinter dem 25 Jahre alten Dreifach-Weltmeister abgeschlossen.

Mitte Oktober hatten Spekulationen über einen Wechsel von Vettel zu Ferrari das Titelrennen angeheizt. Red Bull und die Scuderia wiesen Berichte über die brisante Personalie entschieden zurück. Der britische Sender BBC hatte unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Ferrari-Quelle berichtet, dass Vettel einen Vertrag beim italienischen Traditionsteam für 2014 unterschrieben habe.

Di Montezemolo zufolge gibt es im Moment drei Fahrer in der Formel 1 mit herausragenden Fähigkeiten: "Alonso, Vettel und Hamilton. Sie sind den anderen in puncto Intelligenz, Speed und technischem Verständnis einfach überlegen." An erster Stelle sieht der Italiener aber seinen Schützling Alonso. "Ich bin unheimlich happy mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist eine Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt."

Der Ferrari-Präsident verhehlt aber weiter nicht, dass er große Stücke auf Vettel hält. "Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er ist bodenständig, und er hat einen unbändigen Siegeswillen", sagte di Montezemolo.

Müsste er sich zwischen dem Briten Lewis Hamilton und Vettel als Fahrer entscheiden, wäre seine Wahl klar: "Vettel. Weil er jünger ist und noch nicht bei so vielen Teams war." Der 27-jährige Hamilton wechselt in der kommenden Saison als Nachfolger des zurückgetretenen Rekordchampions Michael Schumacher von McLaren zu Mercedes.








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