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Sie sind hier: Startseite / Nachrichten / Spezial / PNP-Spendenaktion "Indiens vergessene Kinder" Donnerstag, 29. Juli 2010
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»Ein Licht im Advent« für Indiens vergessene Kinder
Die Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Bitte komm wieder! Nur drei Worte? Nein, seit ich diese Bitte vor einigen Jahren von einem kleinen Mädchen in Trichy im Süden Indiens hörte, sind diese drei Worte für mich zu einer Verpflichtung geworden. Das Mädchen, das mich so anflehte, lebte in schrecklichster Armut. Eine kleine zerfallene Hütte als „Elternhaus“, eine Müllkippe als Nahrungsquelle und Spielplatz zugleich. Nicht weit davon entfernt: ein völlig verschmutzter Fluss, Aufnehmer der Abwässer und gleichzeitig Trinkwasserquelle der kleinen Siedlung. Es ist schwer, in dieser Situation gegen seine eignen Tränen zu kämpfen – Tränen der Wut über so viel Ungerechtigkeit, und zugleich Tränen der Verzweiflung.

„Bitte komm wieder!“ Ich musste stark bleiben – und ich bin wiedergekommen. Denn seit unserer Begegnung versuche ich, diesem Mädchen und vielen anderen zu helfen. 2004 gründete ich die Princess Inaara Foundation, eine Hilfsorganisation mit Sitz in München. Ihr Ziel: Familien, die in größter Armut leben, zu helfen, ihr Leben – und damit auch das Leben ihrer Kinder – zu ändern, zu verbessern. Denn so können wir einen Beitrag dazu leisten, dass sich nicht nur das Leben dieser Menschen verbessert, sondern auch die Situation unserer globalen Gesellschaft.

Liebe Leserinnen und Leser, in diesen Tagen blickt die Welt mit Entsetzen nach Indien, wo radikale Terroristen in einem bisher nicht gekannten Ausmaß in hinterhältigster und grausamster Weise Inder und Touristen ermorden und wir fragen uns: Wie können Menschen so etwas tun? Der Antwort hierauf müssen wir wohl oder übel ins Gesicht sehen: Auch wenn noch so oft politische, religiöse, oder andere ideelle Motive vorgeschoben werden, so ist in Wahrheit das zentrale Problem die tiefe Armut - die tägliche Überlebensangst und gleichermaßen die totale Verzweiflung, die zu solchen unmenschlichen Exzessen führen kann. Tiefste Armut ist nicht nur der der Nährboden für Hunger, Krankheiten, HIV/AIDS inbegriffen und Angst, sondern auch für Hass, Krieg und Terror. Und auch aus diesem Grund müssen wir den Kampf gegen die Armut führen.

Die Zeiten hierfür stehen nicht gut: Zu groß sind die Probleme, die gerade jetzt die wichtigsten Regierungen der Welt beschäftigen: die Finanzkrise, die daraus folgende Rezession der Weltwirtschaft mit drohender Massenarbeitslosigkeit. Aber wir alle können helfen, mit sehr geringen Mitteln: Schon 150 Euro retten die Existenz einer ganzen Familie! Wie? Indem wir Kleinstkredite, sogenannte Mikrokredite in dieser Höhe an ärmste Familien vergeben. Mit dieser Summe, die zurückgezahlt werden muss, kann zum Beispiel ein Fischernetz gekauft werden. Oder eine allein stehende Mutter bekommt eine Nähmaschine, mit der sie ein geregeltes Einkommen für sich und ihre Kinder erarbeiten kann.

Die Folgen sind – im positiven Sinne – dramatisch und langfristig: Die Familien bekommen einen Anstoß, sich selbst aus der bitteren Armut zu befreien. Die Kinder können erstmals geimpft werden und Schulen besuchen und erhalten so zum ersten Mal eine Chance für ihre eigene Zukunft. Diese Mikrokredite haben sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt, denn die Rückzahlungsrate liegt bei fast 100 Prozent und somit kann das Geld immer wieder an neue Familien vergeben werden. Mikrokredite sind als höchst effektives Mittel im Kampf gegen die Armut anerkannt und werden von Regierungen wie von privaten Organisationen weltweit eingesetzt. Was mich besonders berührt, ist die Tatsache, dass durch die Mikrokredite vor allem den Kindern geholfen wird. Sie gehen in die Schule statt auf die Müllhalde. Sie erhalten Bildung, der Kreislauf der Hoffnungslosigkeit wird gebrochen, soziale Sicherheit geschaffen. Ein wesentlicher Beitrag auch im Kampf gegen religiösen Fanatismus, Gewalt und Terrorismus.

Deshalb bitte ich Sie zu bedenken: Auch die kleinste Spende hilft. Jeder Euro geht ohne Abzug von Verwaltungskosten oder sonstigen Spesen direkt an unser Projekt in Tamil Nadu: Bitte öffnen Sie Ihr Herz und helfen Sie uns zu helfen!

Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit und frohe Festtage !

Ihre

Inaara Aga Khan



So helfen Sie

Zum 17. Mal leuchtet heuer „Ein Licht im Advent“, die Weihnachtsaktion der Passauer Neuen Presse für Kinder in Not. Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben in den vergangenen 16 Jahren bewiesen, dass Ihnen alle diese Kinder am Herzen liegen, und die stolze Summe von insgesamt 9,5 Millionen Euro für verschiedene Projekte weltweit gespendet. In diesem Jahr hoffen wir wieder auf Ihre Mithilfe, um den vergessenen Kindern in Indien ein besseres Leben zu ermöglichen. Unser Partner ist in diesem Jahr die Princess Inaara Foundation, die Hilfsorganisation Ihrer Hoheit der Begum Aga Khan. Sie verwaltet Ihre Spendengelder und wird jeden gespendeten Euro an das Projekt in Indien weiterleiten.

Ihre finanzielle Unterstützung für „Ein Licht im Advent“, die sie auf unser Spendenkonto (siehe blaues Logo) eingezahlt haben, ist selbstverständlich steuerlich absetzbar. Bei Beträgen bis 200 Euro akzeptiert das Finanzamt den abgestempelten Bankbeleg. Bei höheren Summen wird Ihnen die Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“, die mit der Princess Inaara Foundation kooperiert, eine Quittung ausstellen. Damit Sie diese auch bekommen, ist es dringend nötig, dass Sie Ihren Namen und Ihre vollständige Adresse auf dem Überweisungsträger gut leserlich angeben. Gleiches gilt bei Online-Überweisungen.
Wenn Sie im Rahmen einer Aktion Spenden für die Kinder in Indien sammeln, weisen wir gerne in der PNP darauf hin. Dazu wenden Sie sich bitte an Ihre Lokalredaktion vor Ort oder direkt an die Spenden-Redaktion.

Ihre Ansprechpartner sind Eva Fischl, Simone Herz und Lisa Salwiczek. Die Spenden-Redaktion ist werktags von 11 bis 18 Uhr unter ? 0851/802-225 oder -262 beziehungsweise per E-Mail unter: spendenaktion@pnp.de erreichbar. Gerne können Sie dort oder in den Lokalredaktionen auch Plakate und Info-Faltblätter für ihre Aktion anfordern. Ab Samstag, 29. November, werden wir täglich über die Kinder in Indien und die geplanten Hilfsprojekte berichten.
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