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Darf im Reisekoffer nicht fehlen: mindestens ein gutes Buch.  − Foto: Wilhelmine Wulff/www.pixelio.de

Darf im Reisekoffer nicht fehlen: mindestens ein gutes Buch.  − Foto: Wilhelmine Wulff/www.pixelio.de

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Ferien in Sicht: Wer bald in einen Kurzurlaub, Städtetrip oder gar eine Kreuzfahrt startet, packt wahrscheinlich schon die Koffer. Da dürfen Bücher natürlich nicht fehlen: Sie verkürzen Wartezeiten am Flughafen, entspannen während der Ruhepausen im Spa, und Hörbücher lassen sogar die Fahrt mit dem eigenen Auto in den Urlaub zum Erlebnis werden. Die Reiseredaktion der Passauer Neuen Presse hat einige Bücher für Sie gelesen, hier Tipps und Empfehlungen.

Gebundene Bücher

Eva Rossmann: "Unterm Messer", Folio Verlag, 277 Seiten, ISBN 978-3-85256-575-0, 19,90 Euro: Mira Valensky, österreichische Journalistin und Heldin bereits einiger Krimis von Eva Rossmann, ermittelt wieder mal auf eigene Faust. In einer Schönheitsklinik wird eine tote Nonne gefunden – und es hat den Anschein, als würde Professor Grünwald, Leiter der Klinik, einiges lieber verdeckt halten. Doch da hat er nicht mit der hartnäckigen Journalistin gerechnet: Mira Valensky und ihre Freundin und Detektivin Vesna Krajner tauchen tief in die Geheimnisse der ewigen Schönheit ein – nicht immer ganz legal. Ein Krimi, der ein paar Umwege geht, um alles plausibel erklären zu können, aber den Leser trotzdem mit der lockeren Erzählweise bis zum Ende bei Laune hält.

Wulf Dorn: "Dunkler Wahn", Heyne, 432 Seiten, ISBN 978-3-453-26705-3, 17,99 Euro: Psychiater Jan Forstner hat eine heimliche Verehrerin – die wohl auch vor Mord nicht zurückschreckt. Jedenfalls passieren im Umfeld des Psychiaters schreckliche Dinge – und auch das, was die Verehrerin ihm mitteilt, ist äußerst verstörend und alarmierend. Selbst seine Fachkenntnis kann Jan Forstner da nur bedingt weiterhelfen. Vieles bleibt lange ungelöst, und der Leser rätselt lange mit, hat aber kaum eine Chance, das überraschende Ende vorauszuahnen.

Chris Marten: "Todespfad", Lübbe Ehrenwirth, 541 Seiten, ISBN 978-3-431-03831-6, 19,99 Euro: Der Tod eines schwarzen Mädchens im Ruhrgebiet. Die grauenvoll inszenierte Leiche eines afrikanischen Flüchtlings auf Gran Canaria. Morde an jungen Afrikanern ziehen sich wie eine blutige Spur quer durch Europa. Auf einer Reise wird die deutsche Journalistin Beate auf die rätselhaften Todesfälle aufmerksam. Fasziniert stellt sie Nachforschungen an. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das um jeden Preis gewahrt werden muss. Nicht alle Leser werden bei diesem Buch bis zum Ende durchhalten: Viel zu viele afrikanische Namen und Personen und verworrene Handlungsstränge führen dazu, dass man schnell den Überblick verliert. Es wurde einfach ein bisschen zu viel reingepackt in dieses Buch.

Taschenbuch

Sara Forster: "Wintermoor", Rowohlt, 348 Seiten, ISBN 978-3-499-25730-8, 8,99 Euro: Grace und ihre kleine Tochter kommen zurück nach North Yorkshire, um das Haus auszuräumen, in dem Grace mit ihrem Mann gelebt hat. Dieser ist ein Jahr zuvor bei einem Spaziergang im Moor verschwunden. Es gibt keine einzige Spur – und so stochert Grace weiter im Ungewissen, als ihre Erinnerungen in der Abgeschiedenheit wiederkommen. Die seltsamen Dorfbewohner machen sie noch zusätzlich unsicher. Und Lösungen fallen Grace weiterhin keine ein – das bedeutet auch für den Leser, dass es lange dauert, bis es etwas spannender wird. Die an vielen Stellen eingesetzten Gruselmomente erweisen sich als etwas niedrig dosiert – unheimlich ist das Buch nie.

Laurence Gonzales: "Lucy", dtv, 432 Seiten, ISBN 978-3-423-24890-7, 14,90 Euro: Lucy ist ein Teenager, der im afrikanischen Dschungel aufgewachsen ist. Nachdem ihr Vater, ein Forscher, von Rebellen getötet wurde, nimmt die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny das Mädchen mit nach Amerika. Obwohl Lucy hübsch und intelligent ist, unterscheidet sie sich doch erheblich von anderen Jugendlichen – denn Lucy ist das Ergebnis eines Experiments, ihre Mutter ist ein Menschenaffe. Jenny ist klar, dass niemals jemand das herausfinden darf. Doch es gelingt ihr kaum, Lucys Besonderheiten zu kaschieren. Und Medien, Wissenschaft und Militär werden zu einer immer größeren Bedrohung. Denn jeder will von Lucys Einzigartigkeit profitieren – selbst wenn es bedeuten würde, dass Lucy wie ein Tier im Forschungslabor untersucht werden muss. Eine spannende Idee wird in diesem Buch mitreißend umgesetzt: Was wäre, wenn es Mischwesen gäbe? Welche ethischen, moralischen, gesetzlichen Grundsätze würden für sie gelten, wie würde die Welt reagieren?

Lisa Black: "Schattenbraut", Blanvalet, 350 Seiten, ISBN 978-3-442-37664-3, 8,99 Euro: Theresa MacLean ist Forensikerin – doch ehe sie sich versehen kann, ist sie in einen Banküberfall mit Geiselnahme verwickelt. Während ihr Verlobter als eine der Geiseln in der Bank festgehalten wird, beobachtet Theresa von außen, vom Büro des Polizeiunterhändlers aus, was geschieht. Doch dann beschließt sie, dass sie selbst aktiv werden muss – und wird noch direkter in den Fall miteinbezogen, der immer seltsamer erscheint und die Frage aufwirft: Geht es den Bankräubern wirklich um das Geld? Dieser Thriller erzählt beinahe in Echtzeit – und dennoch ist er alles andere als ruhig, sondern wirklich nervenaufreibend.



 
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Copyright © Passauer Neue Presse 2012
Dokument erstellt am 2012-02-14 12:45:40
Letzte Änderung am 2012-02-19 11:02:30







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