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Palmen, Strand und Meer − und das alles nur zwei Flugstunden von München entfernt: Eine Krise sucht man hier vergeblich. Im Gegenteil, die Gäste in Griechenland sind willkommener denn je und spüren das auch bei Service und Preis.  − Foto: Doris Löw

Palmen, Strand und Meer − und das alles nur zwei Flugstunden von München entfernt: Eine Krise sucht man hier vergeblich. Im Gegenteil, die Gäste in Griechenland sind willkommener denn je und spüren das auch bei Service und Preis.  − Foto: Doris Löw

Palmen, Strand und Meer − und das alles nur zwei Flugstunden von München entfernt: Eine Krise sucht man hier vergeblich. Im Gegenteil, die Gäste in Griechenland sind willkommener denn je und spüren das auch bei Service und Preis.  − Foto: Doris Löw


Bloß nicht zu nahe kommen! Wer als Frau die orthodoxe Mönchsrepublik Athos auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki besuchen möchte, hat das Nachsehen. Damenbesuche, in welcher Form auch immer, sind in den zwanzig Klöstern verboten. Vom Schiff aus dürfen die Damen aber einen Blick wagen: Entlang der Küste schmiegen sich die prächtigen Gebäude an die steilen Hänge. Auch hier gilt: Abstand halten. Näher als 500 Meter darf das Schiff mit Frauen an Bord nicht an die Halbinsel heran. Ein Grund dafür mag der Wunsch der Mönche sein, von optischen Reizen unbeeinflusst zu leben und sich somit ungestört der Gottesverehrung widmen zu können.

Die 2262 Mönche, die auf Athos leben, sind aber ohnehin nur eine von zahlreichen "Sehenswürdigkeiten", die Chalkidiki zu bieten hat. Auch sind Damen auf den beiden anderen Land-"Fingern", die zusammen mit Athos die prägnante Form der Halbinsel Chalkidiki bilden, als Urlaubsgäste höchst willkommen. Hotellerie mit einem Hauch von Luxus und Gourmetküche findet man hier ebenso wie traditionelle Tavernen, wo die ganze Familie für das Wohl der Gäste sorgt und Lamm, Feta und Olivenöl vom Hausherrn persönlich an den Tisch gebracht werden.

Antike trifft Wohnblock: Die Reste des Palastes von Galerius mit den Häusern von Thessaloniki im Hintergrund.  − Foto: Doris Löw

Antike trifft Wohnblock: Die Reste des Palastes von Galerius mit den Häusern von Thessaloniki im Hintergrund.  − Foto: Doris Löw

Antike trifft Wohnblock: Die Reste des Palastes von Galerius mit den Häusern von Thessaloniki im Hintergrund.  − Foto: Doris Löw


Nicht nur in Zeiten der Krise sind die Gäste hier geschätzt − "von den Griechen wirst du überall empfangen wie ein Freund", bestätigt Hotelbesitzer Konstantinos Tornivoukas und meint dabei nicht nur seine drei Hotels der gehobenen Kategorie auf der Halbinsel Chalkidiki und in Thessaloniki. Natürlich will er seine Heimat als Urlaubsregion in diesen Zeiten empfehlen. Auch wenn sein Segment die Krise weniger spürt, wie er sagt. "Aber die Hotels, die mit großen Veranstaltern bei Pauschalreisen zusammenarbeiten, haben sehr mit den zurückgehenden Urlauberzahlen zu kämpfen."

Abstand halten heißt es für Frauen bei der Besichtigung der Klöster auf Athos. Einen Blick kann man nur vom Wasser aus erhaschen.  − Foto: Doris Löw

Abstand halten heißt es für Frauen bei der Besichtigung der Klöster auf Athos. Einen Blick kann man nur vom Wasser aus erhaschen.  − Foto: Doris Löw

Abstand halten heißt es für Frauen bei der Besichtigung der Klöster auf Athos. Einen Blick kann man nur vom Wasser aus erhaschen.  − Foto: Doris Löw


Dabei ist von der Wirtschaftskrise weder in der Küstenregion noch in der nahen Großstadt etwas zu sehen: Die Cafés an der Strandpromenade von Thessaloniki sind voll, die Stadt mit ihren 1,2 Millionen Einwohnern "funktioniert" wie eh und je. Thessaloniki ist durch die Universität studentisch geprägt, präsentiert sich jung und vielerorts stylisch. Als Nachtschwärmer kommt man hier auf seine Kosten − direkt im Kontakt mit den Menschen, die hier leben und arbeiten.

Beim Rundgang durchs Zentrum von Thessaloniki kann man den Archäologen bei der Arbeit über die Schulter schauen, wenn sie an den Überresten des Palastes des römischen Kaisers Galerius arbeiten. Wer Städtereisen mag und London, Paris oder Barcelona schon kennt: Ein verlängertes Wochenende mit ein wenig Luxus in Thessaloniki ist eine Alternative. Zu besichtigen gibt es genug.

Und dabei liegen Urlauberstrand, blaues Meer und ruhige Badebuchten keine zwei Fahrstunden entfernt von der Großstadt auf der Halbinsel Chalkidiki. Vielleicht weniger auf dem "Finger" Athos, dafür auf dem westlichen "Finger" Kassandra mit weitläufigen Sandstränden oder auf dem gebirgigeren "Finger" Sithonia mit seiner steilen Küste, in der abgeschiedene Buchten liegen.

Skeptisches Ausland: Weinexport rückläufigZwischen einem Großstadt-Einkaufsbummel und Sonnenbaden am Strand können Urlauber die Weingüter der Region besuchen. "Eigentlich keine Weingegend" sei ihre Heimat, räumt Claudia Papayanni ein, Tochter eines griechischen Hoteliers und einer deutschen Mutter. Dennoch hat sie es vor einigen Jahren zusammen mit Experten geschafft, sich einen Namen in der Branche zu machen. 130 000 Flaschen füllt der junge Betrieb im Jahr ab, 30 Prozent davon für den Export. Hier freilich spürt man die Wirtschaftskrise enorm: "Die Kunden vor allem aus dem Ausland zögern bei Bestellungen", sagt die Unternehmerin. Dabei hätten die Kunden längst erkannt, dass der griechische Weinmarkt mehr ist als "nur Retsina": "Sicher, Retsina ist ein griechisches Produkt, aber eben nicht der griechische Wein", sagt Claudia Papayanni. Um das selbst feststellen zu können, ist ihr Weinkeller zur Verkostung geöffnet − natürlich sind Urlauber willkommen.

Doch was tun, wenn die Urlauber nicht kommen? Hotelinhaber Konstantinos Tornivoukas hat die Antwort für sich gefunden: Man müsse auf Qualität und nicht auf Massentourismus setzen, ist er überzeugt. Positive Stimmung wecken, auch durch motivierte und zufriedene Mitarbeiter. In seinen Häusern scheint das Konzept aufzugehen. "Wir haben 30 Prozent Stammgäste, kaum Rückgänge und in der Saison eine Auslastung von bis zu 75 Prozent", rechnet er vor. Dazu gehören viele Deutsche, immerhin kam auch seine Großmutter aus Deutschland. Konstantinos Tornivoukas ist sich bewusst: "Die Preise für den Griechenland-Urlaub werden sicher günstiger." Schließlich lägen die Gäste-Rückgänge im Pauschalurlauber-Bereich bei 20 bis 30 Prozent. "Aber die Qualität muss dennoch stimmen, wenn man sich behaupten will." Nicht nur deshalb stehen die Chancen nicht schlecht, dass der nächste Griechenland-Urlaub vielleicht schon in diesem Sommer zum Traumurlaub auch in finanzieller Hinsicht werden könnte.



 
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Griechenland: Urlauber herzlich willkommen!
Bloß nicht zu nahe kommen! Wer als Frau die orthodoxe Mönchsrepublik Athos auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki besuchen möchte, hat das Nachsehen. Damenbesuche, in welcher Form auch immer, sind in den zwanzig Klöstern verboten.
http://www.pnp.de/nachrichten/ratgeber/reise_und_urlaub/reiseberichte/443135_Griechenland-Urlauber-herzlich-willkommen.html
2012-06-16 00:00:00
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