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Golfen mit Blicken auch für die Umgebung: Die großteils modernen Anlagen auf Gran Canaria − wie hier auf diesem Bild Anfi Tauro − bieten ebenso wenig Kurzweil selbst für erfahrene Golfer wie die älteren traditionsbewährten Anlagen.  − Fotos: Christian Karl

Golfen mit Blicken auch für die Umgebung: Die großteils modernen Anlagen auf Gran Canaria − wie hier auf diesem Bild Anfi Tauro − bieten ebenso wenig Kurzweil selbst für erfahrene Golfer wie die älteren traditionsbewährten Anlagen.  − Fotos: Christian Karl

Golfen mit Blicken auch für die Umgebung: Die großteils modernen Anlagen auf Gran Canaria − wie hier auf diesem Bild Anfi Tauro − bieten ebenso wenig Kurzweil selbst für erfahrene Golfer wie die älteren traditionsbewährten Anlagen.  − Fotos: Christian Karl

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"Die Leute sollen jeden Tag einen anderen Golfplatz spielen und am Sonntag in die Kirche gehen können." So hat der Bad Griesbacher Golfboom-Gründervater Alois Hartl sinngemäß vor gut 20 Jahren sein mittlerweile erfülltes Traumziel genannt. Sechs 18-Loch-Anlagen hat er rund um den Bäderort realisiert. Daran fühlt man sich irgendwie erinnert, wenn man das ferne Gran Canaria ansteuert. Dort locken ähnlich expansionsfreudige Investoren mit sieben meist neuen und erinnerungswürdigen Golfanlagen, die selbst am Tag des Herrn wenig ans Sonntagsgebet denken lassen.

Modernste Anlagen und auch Tradition seit 1891Die viereinhalb Flugstunden entfernten Kanarischen Inseln gelten als Reiseziele, auf denen der ewige Frühling lockt. Trotz der Lage auf Westsahara-Niveau erwarten den Gast auf dem Atlantik-Archipel nahezu ganzjährig ertragbare Temperaturen um 25 Grad – in den Wintermonaten manchmal unwesentlich weniger, im Sommer meist unwesentlich mehr. Nahezu perfekte Ausgangslagen für Badegäste, Strandwanderer, Wellness-Fans und vor allem auch Golfer, die im November die Schläger noch nicht einwintern oder zum Jahresanfang früh hervorräumen wollen, um in Schwung zu bleiben. Das golferische Angebot runden neue, ebenso nicht alltägliche Hotels ab, die sich auf angenehme Weise von den in die Küstenberge gepferchten Herbergenburgen aus den 70er Jahren abheben.

Salobre Golf Resort.

Salobre Golf Resort.

Salobre Golf Resort.


Vor allem bei den Deutschen ist Gran Canaria sehr beliebt. Über 15 000 haben ihren dauerhaften Wohnsitz dorthin verlegt – und nicht wenige nutzen die Golfer-Annehmlichkeiten vor der Haustür auf der im Durchmesser nur rund 50 Kilometer messenden fast kreisrunden Insel. Im urlaubergeprägten Süden liegen die vier neuen, seit 2006 gebauten Plätze nur knapp zehn Kilometer auseinander. Das Gesamtangebot für den golfenden Urlauber reicht vom seit 1891 bestehenden ältesten und traditionsreichen Berg-Platz nahe der Hauptstadt Las Palmas bis hin zum auch für Golf-Routiniers absolut erinnerungswürdigen Nord-Kurs Salobre, der auch Longhitter und Single-Handicapper vor Herausforderungen stellt.

Real Club de Golf.

Real Club de Golf.

Real Club de Golf.


Die meiste Tradition schlummert sicher auf den Fairways und Greens des Real de Golf de Las Palmas, des ältesten Golfplatzes Spaniens. Seit 121 Jahren wird auf dem Bergareal im Norden gegolft. Am Rande eines inaktiven Vulkans wurden 18 eher kurze Spielbahnen in hügelige Landschaft integriert. Die Freude über teils imposante Aussichten auf Meer- und Bergbereiche wird getrübt durch die engen Verhältnisse, Warnrufe und die Dauer-Vorsicht vor Bällen, die allzu oft und schnell die Grüns verfehlen und auf Abschlägen nebenan landen. Nach der Runde auf dem von viel Vegetation umrankten Platz lässt sich im altehrwürdigen britisch anmutenden Clubhaus und zwischen Tafeln, die die Clubmeister ab 1892 dokumentieren, stilecht über entgangene Putts nachtarocken.

Spielbahnen zwischen Hügeln und Palmen

El Cortijo de Campo.

El Cortijo de Campo.

El Cortijo de Campo.


Tradition umgarnt auch den nur wenige Kilometer entfernten El Cortijo de Campo, der 2002 Schauplatz der Spanish Open war und in Spaniens Weltklasse-Spieler Sergio Garcia einen würdigen Sieger fand. Mittlerweile ist die Anlage etwas in die Jahre gekommen und die Pflege der durchaus interessanten und langen Spielbahnen durch Täler, über Hügel und vorbei an großen Teichen und Palmenhainen verbesserungswürdig. Vor allem die sportliche Vergangenheit aber lockt nach wie vor Gäste auf die nahe der Insel-Autobahn gebaute Anlage.

Die dritte der traditionsreicheren Golfanlagen liegt im Süden. Die 18 Löcher von Maspalomas Golf waren über Jahre die beliebteste, weil einzige Anlaufstation für Golfer im urlauberlastigsten Bereich der Insel. Der 1968 eröffnete Platz liegt inmitten des touristischen Zentrums und ist nur durch einen Zaun und eine Drive-Länge von den weltbekannten Dünen und einem angrenzenden Naturschutzgebiet getrennt. Die Qualität und der Eindruck reichen von mittelmäßig bis spektakulär. Alljährlich bespielen rund 70 000 Gäste die Anlage mit ihren breiten und suchfreundlichen Fairways – wohl die beste Variante, entspannt in einen Golfurlaub zu starten.

Seit wenigen Jahren aber muss sich Maspalomas Golf die Zuneigung der Golfer mit imposanten Nachbaranlagen teilen. Nächstgelegen ist der neuere Lopesan Meloneras Golf – ein Kurs, der mit vielerlei Annehmlichkeiten lockt, angefangen von weitläufigen Trainingseinrichtungen über ein modernes Clubhaus mit Meerblick bis zu Golfcarts mit GPS-Einrichtungen, die auf Monitoren metergenau die Distanzen zum Green oder zum vorangehenden Flight zeigen oder vorab in kurzen Spots über Tücken und Raffinessen der nächsten Spielbahnen aufklären. Während sich die ersten neun Löcher höher gelegen durch die satte Vegetation schlängeln, verlaufen bei den Back Nine vier Spielbahnen anspruchsvoll am Meer entlang − so herausfordernd über Schluchten wie attraktiv fürs Auge.

Weg vom Meer und wenige Kilometer im hügeligen Hinterland gelegen findet sich die gepflegte 36-Loch-Anlage Salobre Golf Resort mit dem Süd- und einem unvergleichbaren Nord-Kurs. Lässt schon der moderne Süd-Kurs wenig Langeweile aufkommen, spaltet der Nord-Kurs die Gemüter selbst erfahrener Golfer. Platzdesigner Ron Kirby, der auch den Meloneras-Kurs entworfen hat, hat ein Meisterwerk abgelegt, das mit 99 Prozent der europäischen Golfplätze sicher nicht vergleichbar ist. Zwischen den Fairways, die sich wie grüne Bänder durch das braune Bergmassiv schlängeln, befinden sich teilweise tiefe Schluchten. Nicht nur dort ist Präzision gefragt und Adrenalin angesagt. Eine sicher unvergessliche Runde − für Single-Handicapper genauso wie für Durchschnittsgolfer, die viele Bälle im Bag haben sollten.



 
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Copyright © Passauer Neue Presse 2012
Dokument erstellt am 2012-01-27 14:01:08
Letzte Änderung am 2012-01-27 15:44:17







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