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Im Museum von Andreas Kleinhenz dreht sich alles um Wappen und Ahnenforschung.  − F.: Wasner

Im Museum von Andreas Kleinhenz dreht sich alles um Wappen und Ahnenforschung.  − F.: Wasner

Im Museum von Andreas Kleinhenz dreht sich alles um Wappen und Ahnenforschung.  − F.: Wasner


Wollten Sie schon immer über die Herkunft und Bedeutung Ihres Familiennamens Bescheid wissen? Mehr über Ihren Familienstammbaum erfahren? Wissen, welches Wappen Ihre Familie trug? Das europäische Wappenmuseum in Aigen am Inn bei Bad Füssing (Landkreis Passau) kann viele dieser Fragen beantworten. Das Museum zeigt Wappen, erklärt ihre Entstehung und geschichtlichen Hintergründe. Zudem hilft Inhaber Andreas Kleinhenz bei der Ahnenforschung.

Sein Vater, der Genealoge und Heraldiker Prof. Dr. Günter Kleinhenz, begann vor etwa vierzig Jahren, aus Interesse an der eigenen Ahnenforschung Bücher zu sammeln. Im Zusammenhang mit der Ahnenforschung, der Genealogie, beschäftigte sich Kleinhenz auch mit der Heraldik, der Lehre von den Wappen. Mittlerweile besteht das Archiv aus ungefähr 2500 Büchern. Einige der schwer zu erhaltenden Exemplare ersteigerte er auf Auktionen. Beheimatet war das Museum früher in Schönberg im Bayerischen Wald. Seit Juni vergangenen Jahres befindet es sich nun in Aigen am Inn und wird von Andreas Kleinhenz und seiner Mutter Suse Kleinhenz geführt.

Wer zurückverfolgen möchte, woher sein Name stammt ist hier genau richtig. "Namen können bis in das Jahr 1250 zurückverfolgt werden und basieren auf urkundlichen Eintragungen, wie zum Beispiel auf Lehensurkunden. Ab 1650 kann auf das Kirchenbuch zurückgegriffen werden", weiß Andreas Kleinhenz. "Vor dem 13. Jahrhundert führten die Menschen wegen der geringen Bevölkerungsdichte nur einen Vornamen. Um sie später besser unterscheiden zu können, wurden Beinamen vergeben", erzählt er. Die ältesten Familiennamen entstanden aus Berufsbezeichnungen, so zum Beispiel Meier (Meierei, Milch- und Käsewirtschaft) oder Schuster. "Später wurden Menschen nach Örtlichkeiten, Fähigkeiten, Gebrechen oder nach Hänselnamen benannt, wie Hinkebein", erklärt der Germanist.

Bereits im Mittelalter musste, wer an einem Turnier teilnehmen wollte, eine Ahnenprobe einreichen − 16 Ahnen edlen Blutes waren vorzuweisen. Dem Herold, der eine Funktion als Innenminister, Außenminister und Berater innehatte, wurde diese Ahnenprobe vorgelegt, damit dieser ein Wappen entwerfen konnte. "Wenn in dem Gebiet, in dem die Familie lebte, bestimmte Tiere beheimatet waren, fanden diese sich auch im Wappen wieder. So verhielt es sich auch mit bestimmten Charaktereigenschaften. Bei Draufgängern fand sich oft ein Löwe im Wappen", erzählt Andreas Kleinhenz.

Das Wort Wappen stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutete so viel wie Waffe. Das Wappen wurde auf der Pferdedecke und auf dem Schild getragen. Der Gegner musste schließlich wissen, was sein Gegenüber "im Schilde" führte. Auf eine Entfernung von etwa 200 Schritt musste der Ritter wissen, ob er sich Freund oder Feind näherte. Obwohl 90 Prozent der Wappen an Bürger vergeben wurden, gerieten sie immer mehr in Vergessenheit. Nur der Adel bewahrte diese Tradition. Heute sind die Embleme wieder im Trend.

INFO Museum: Das Europäische Wappenmuseum, Herrenstraße 15, Aigen am Inn/Bad Füssing, ist außer montags und dienstags täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.



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276561
Was die Wappen verraten
Wollten Sie schon immer über die Herkunft und Bedeutung Ihres Familiennamens Bescheid wissen? Mehr über Ihren Familienstammbaum erfahren? Wissen, welches Wappen Ihre Familie trug? Das europäische Wappenmuseum in Aigen am Inn bei Bad Fü
http://www.pnp.de/nachrichten/ratgeber/reise_und_urlaub/reiseberichte/276561_Was-die-Wappen-verraten.html
2011-11-23 15:52:00
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