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Hübsche Cafés und nette Restaurants reihen sich in der Altstadt Rigas aneinander und bieten Gelegenheit, zwischen all den Veranstaltungen zum Kulturhauptstadt-Jahr auch einfach mal nur zu entspannen. − Foto: Hans-Horst Skupy

Hübsche Cafés und nette Restaurants reihen sich in der Altstadt Rigas aneinander und bieten Gelegenheit, zwischen all den Veranstaltungen zum Kulturhauptstadt-Jahr auch einfach mal nur zu entspannen. − Foto: Hans-Horst Skupy

Hübsche Cafés und nette Restaurants reihen sich in der Altstadt Rigas aneinander und bieten Gelegenheit, zwischen all den Veranstaltungen zum Kulturhauptstadt-Jahr auch einfach mal nur zu entspannen. − Foto: Hans-Horst Skupy


Anna hat zwanzig Jahre in Deutschland gelebt. Doch Besuchern der lettischen Hauptstadt Riga kann sie authentisches baltisches Lebensgefühl vermitteln. "Es gibt bei uns kaum eine Familie, die nicht die Folgen des Zweiten Weltkriegs und der Okkupation ab 1940 am eigenen Leib verspürt hätte." Und so war die Eröffnung des KGB-Museums am 1. Mai – an der Freiheitstraße gelegen – ein nationales Ereignis.

Es diene keineswegs Rachegefühlen, sondern sei einer der Meilensteine in der turbulenten Geschichte des Landes, erklärt Anna. Kreuzfahrer und Mönche, Handwerker und Kaufleute, Bernsteinhändler, Reeder und kommunistische Ideologen schufen im Lauf der Jahrhunderte Epochen, die dann ihren Namen trugen. Die Stadt profitierte davon – trotz der Zerstörungen. Allerorten sind Spuren der 800-jährigen Tradition, oft mit deutschen Inschriften, zu sehen.

Lettlands Metropole strahlt eine Noblesse aus wie wenige europäische Städte ihrer Größenordnung. Ausgedehnte Parkanlagen lockern das Stadtbild auf, wobei die Türme der sehenswerten Gotteshäuser der Silhouette die Krone aufsetzen. Protestantisch sind die Domkathedrale mit einer prächtigen Orgel und die Petri-Kirche, katholisch ist die Jakobi-Kathedrale, alle im 13. Jahrhundert gegründet. Neueren Datums ist die orthodoxe Christi-Geburt-Kathedrale, in Sowjetzeiten als Planetarium und Restaurant zweckentfremdet.

Die Kirchen prägen die historische Altstadt, die in der sozialistischen Ära wiederaufgebaut wurde. Ein Kleinod der Architektur ist der Jugendstildistrikt entlang der Elizabetes- und Alberta-Straße. Riga, das heuer das Prädikat Europäische Kulturhauptstadt trägt, galt vor dem Ersten Weltkrieg als eine der europäischen Art-déco-Metropolen. Der Familienname eines Baumeisters jener Zeit ist weltberühmt: Michail Eizenštein war der Vater des legendären Filmregisseurs Sergej. Richard Wagner verbrachte zwei kreative Jahre im Baltikum, wo unter anderem die Oper "Rienzi" entstand. Kein Wunder, dass Riga ideales Klima für Kultur bis in die Gegenwart bietet: Der Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, Mariss Jansons, stammt aus Riga ebenso wie der Geigenvirtuose Gidon Kremer und der Sopranstar Elina Garanča.

Dieses Erbe mündet nunmehr in mehr als zweihundert Veranstaltungen der Europäischen Kulturhauptstadt. Anna Muhka vom Referat Internationale Kommunikation und Marketing schwärmt zum Beispiel von der Idee der "Nachbarschaft" – einem Projekt, das mehrere Dutzend Wohngemeinschaften in allen Stadtteilen kreativ gestalten wollen. Bewohner von Hochhäusern sollen zueinanderfinden, sollen ihre Umgebung gemeinsam gestalten, sollen miteinander nicht nur wohnen, sondern auch würdig feiern. Die Akzeptanz sei überraschend groß gewesen. So gesehen, kehrt die ganze Stadt, nicht nur die mit hübschen Cafés und netten Restaurants fast überfüllte Altstadt, zu ihren Wurzeln des urbanen Zusammenlebens zurück. Das Kreuzfahrtterminal ist nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Wieder kommen Kreuzfahrer aus aller Welt, diesmal Touristen. Sprachschwierigkeiten dürfte es nicht geben. Zwar gleicht Lettisch keiner anderen Sprache – dafür scheint Englisch selbstverständlich. Den Rest erzählen die Fassaden mit ihren Geschichten.

INFOAuskunft: Über Riga als Europäische Kulturhauptstadt informiert in englischer Sprache die Internetseite www.riga2014.org.

PNP-LESERREISEDas Interesse an der Europäischen Kulturhauptstadt 2014 ist groß: Mittlerweile gibt es wegen der großen Nachfrage einen dritten Termin für die Sonderleserreise im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Menschen in Europa" dorthin − von 3. bis 9. September 2014. Abwechslungsreiche Städte und Kulturen stehen im Mittelpunkt: In Lettland erwartet die Reisenden mit Riga die Europäische Kulturhauptstadt 2014. Schlösser, Burgen und eindrucksvolle Landschaften begleiten die Gruppe auf ihrem Weg nach Tallinn, der mittelalterlichen Hauptstadt Estlands. Die "Perle der Ostsee", Helsinki, und das "Venedig des Nordens", St. Petersburg, werden ebenso besucht. Informationen und Buchung unter 0851/9665411 und www.pnp.de/leserreisen.



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