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PNP-Ratgeber Reise & Urlaub


Ob Trauminsel oder Großstadt, Bayerischer Wald oder Sahara - im PNP-Ratgeber Reise & Urlaub finden Sie Reiseberichte, Reisetipps und rechtliche Tipps. Attraktive Reiseziele finden Sie auch bei den PNP-Leserreisen oder Sie fordern kostenlose Reisekataloge an.




Keine Ausgleichszahlung bei Flugausfall wegen Nachtflugverbots

Manchmal werden nach einer Flugannullierung zwar die Kosten erstattet, es gibt aber keine Ausgleichszahlung. Das gilt, wenn "außergewöhnliche Umstände" Grund der Annullierung waren, etwa weil die Maschine zwar verspätet starten, aber wegen eines Nachtflugverbots am Zielflughafen nicht mehr hätte landen können...





Staubflusen im Hotelzimmer sind kein Reisemangel

Staubflusen im Hotelzimmer sind kein Reisemangel. Und auch wenn die Bettwäsche nicht so oft gewechselt wird, wie sich der Urlauber das wünscht, kann er deswegen nicht gleich Geld vom Veranstalter zurückverlangen. So entschied das Amtsgericht Baden-Baden (Az.: 16 C 42/11), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht...





Vorverlegung eines Fluges um zehn Stunden ist ein Reisemangel

Urlauber müssen es sich nicht gefallen lassen, wenn der für nachmittags geplante Rückflug aus dem Urlaub unerwartet in die frühen Morgenstunden vorverlegt wird. Sie dürfen dann selbst einen späteren Rückflug buchen − und sich das Geld vom Veranstalter wiederholen. Pauschalreisende können auf Kosten des Veranstalters selbst einen Rückflug...





Kunden müssen Falschinformationen des Reisebüros nachweisen

Ein Reisebüro muss über die Stornobedingungen aufklären, wenn ein Kunde einen Flug bucht. Andererseits muss der Kunde glaubhaft machen, dass das nicht passiert ist, wenn er Ansprüche stellen will. So entschied das Amtsgericht Frankfurt (Az.: 30 C 346/11 [68]), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell"...





Reisekrankenversicherung muss bei Herzinfarkt zahlen

Ein Herzinfarkt ist grundsätzlich eine unerwartete Krankheit, für deren Behandlung eine Reisekrankenversicherung aufkommen muss. Das berichtet die Fachzeitschrift "Recht und Schaden" (Heft 3/2012) unter Berufung auf einen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe. Maßgeblich kommt es nach Auffassung der Bundesrichter darauf an...





Hotel nicht fertig: Urlauber bekommen Geld zurück

Urlauber bekommen einen Teil ihres Reisepreises zurückerstattet, wenn das gebuchte Hotel noch nicht fertig ist. Fehlende Angebote und Einrichtungen sowie Baustellenlärm stellten einen erheblichen Mangel dar, urteilte das Landgericht Frankfurt (Az.: 2-24 S 185/10). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift ...





Reisemängel müssen detailliert nachgewiesen werden

Wollen Urlauber Reisemängel reklamieren, müssen sie diese genau nachweisen. Ansonsten haben sie schlechte Karten, wenn es um eine Minderung des Reisepreises geht. Das gilt auch, wenn sie zusätzlich Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude haben wollen. Pauschale Kritikpunkte reichen dafür nicht aus, entschied das Amtsgericht München (Az...





Koffer und Passagier müssen gemeinsam in die Maschine

Flugpassagiere und ihr Gepäck sollen möglichst in ein und derselben Maschine befördert werden. Eine Fluggesellschaft darf einem Fluggast das Boarding für einen Anschlussflug deshalb verweigern, wenn dessen Gepäck noch nicht für den Weitertransport zur Verfügung steht, weil die erste Maschine Verspätung hatte...





Vorsicht mit dem Reiserecht bei Sprachreisen

Sprachreisen sind bei Schülern so beliebt wie nie. Unangefochtener Spitzenreiter: Großbritannien, gefolgt von Malta, Frankreich und den USA. Doch bei aller Begeisterung darf die rechtliche Seite solcher Reisen nicht ignoriert werden. Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung erläutert, warum Sprachreisende sich im Vorfeld Gedanken machen sollten...





Medizinischer Notfall an Bord: Kein Geld für Verspätung

Hat ein Flugzeug aufgrund eines medizinischen Notfalls an Bord Verspätung, steht Passagieren des nachfolgenden Fluges keine Ausgleichszahlung zu. Ein medizinischer Notfall sei ein außergewöhnlicher Umstand und nicht von der Airline zu verantworten, urteilte das Amtsgericht Berlin-Wedding (Az.: 2 C 115/10)...





Technische Probleme sind keine Entschuldigung für Verspätungen

Technische Probleme an den Triebwerken sind nicht immer eine Entschuldigung für erhebliche Flugverspätungen. Sie gelten nicht unbedingt als "außergewöhnliche Umstände" im rechtlichen Sinn, auf die sich eine Fluggesellschaft berufen kann, wenn es um den Anspruch auf Ausgleichszahlungen geht. Auch wenn wegen des technischen Defekts erst ein...





Kreuzfahrtschiff legt an Containerterminal an: Kein Geld zurück

Macht ein Kreuzfahrtschiff in einem Containerhafen fest, ist das kein Grund für eine Minderung des Reisepreises. Mit der Beschreibung des Hafens sichere der Reiseveranstalter keinen speziellen Liegeplatz zu. Auch möglicherweise störende Geräusche müssten hingenommen werden, entschied das Amtsgericht Rostock (Az.: 47 C 270/11)...





Flugzeiten in Reiseunterlagen genau prüfen

Urlauber sollten ihre Flugzeiten kurz vor der Abreise stets genau prüfen. Denn die bei der Buchung angegeben Daten seien nur vorläufig und änderten sich häufig noch kurzfristig, warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Berlin. "Die tatsächlichen Zeiten erfahren Pauschalurlauber erst kurz vor der Reise aus den Reiseunterlagen"...





Veranstalter pleite: Urlauber brauchen gültigen Sicherungsschein

Die Vorfreude auf den Urlaub ist groß, doch dann geht der Reiseveranstalter pleite: Damit nicht auch noch das bereits bezahlte Geld weg ist, sollten Reisende immer darauf achten, dass sie bei der Buchung einen gültigen Sicherungsschein erhalten, rät Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Die wichtigsten Fragen und Antworten...





Auch nach dem Start ist eine Annullierung des Flugs möglich

Ein Flug kann auch nach dem Start annulliert werden. Auch wenn die Maschine schon abgehoben hat, der Pilot dann aber entscheidet, zum Flughafen zurückzukehren, ist das als "Annullierung" im reiserechtlichen Sinn zu verstehen. Die Passagiere haben dann einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach Artikel 7 der Verordnung 261/2004...





Vermieter von Ferienhäusern muss für Störungen geradestehen

Vermieter von Ferienhäusern dürfen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht pauschal die Haftung für Störungen ausschließen. Klauseln, nach denen zum Beispiel keine Verantwortung für den Ausfall der Wasser- und Stromversorgung, besteht, seien unwirksam, urteilte das Landgericht Dortmund (Az.: 8 O 470/10)...





Reiseversicherung gilt auch bei betrügerischem Veranstalter

Eine Versicherung gegen die Zahlungsunfähigkeit eines Reiseveranstalters schützt Urlauber auch dann, wenn das Unternehmen absichtlich betrügt. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied im Februar 2012 in Luxemburg, der sogenannte Sicherungsschein gelte unabhängig von den Ursachen der Zahlungsunfähigkeit...





Flugpassagieren steht bei Streik Ersatzbeförderung zu

Fluggesellschaften müssen für Reisende bei einem Streik schnellstmöglich eine Ersatzbeförderung organisieren. Zudem sind sie verpflichtet, gestrandete Passagiere mit Essen und Getränken zu versorgen, sagt der Reiserechtler Paul Degott. Wie informiere ich mich, ob mein Flug ausfällt oder verspätet ist? Wer eine Pauschalreise gebucht hat...





Urteil: Flugpreise müssen alle Gebühren enthalten

Fluggesellschaften müssen für ihre Tickets im Internet immer den korrekten Endpreis angeben. Auch Gebühren und Zusatzkosten müssten im ausgewiesenen Preis enthalten sein, entschied das Berliner Kammergericht nach zwei Klagen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Es reiche nicht aus, dass der Endpreis an irgendeiner Stelle im...





Volle Ausgleichszahlung bei deutlich verspäteten Flügen

Bei einer Flugverspätung von mehr als drei Stunden haben die Passagiere Anspruch auf die volle Ausgleichszahlung. Als um drei Stunden verspätet gilt der Flug, wenn sich die geplante Abflug- und Ankunftszeit um diese Frist verschoben haben. Die Fluggesellschaft darf die Ausgleichszahlung nicht im Sinne von Artikel 7 Absatz 2 der...





Keine Entschädigung für verspäteten Anschlussflug außerhalb der EU

Urlauber erhalten für einen verspäteten Anschlussflug außerhalb der Europäischen Union keine Entschädigung. Das gilt auch dann, wenn dieser Teil eines Direktflugangebots aus Deutschland ist. So entschied das Amtsgericht Rüsselsheim in einem Urteil, auf das die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" hinweist ...





Fluggäste müssen beim Einchecken nicht ihre Kreditkarte vorzeigen

Fluggesellschaften müssen Reisende auch dann befördern, wenn diese beim Einchecken die Kreditkarte nicht vorlegen können, mit der sie die Reise gebucht haben. Eine entsprechende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erklärte das Oberlandesgericht Frankfurt für unwirksam (Az.: 16 U 43/11). Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für...





Flüge dürfen bei drohendem Streik annulliert werden

Bei einem drohenden Fluglotsenstreik dürfen Flüge annulliert werden. Die Fluggesellschaft darf darüber nicht willkürlich entscheiden, hat aber einen gewissen Spielraum. Dass andere Fluggesellschaften manche Flüge nicht ausfallen lassen, ist jedenfalls kein Argument für eine Entschädigung, entschied das Amtsgericht Königs Wusterhausen (Az...





Reiseveranstalter muss über Risiken informieren

Viele Reisende wagen sich trotz bekannter Risiken gerne in gefährliche Länder und Regionen. Auch die im Januar 2012 getöteten Urlauber in Äthiopien waren in einem Gebiet unterwegs, das schon zuvor als unsicher galt. Manche Veranstalter werben sogar mit dem besonderem Nervenkitzel und Abenteuer. Nur wer haftet...





Für Verletzung von Informationspflichten gibt es nicht immer Bares

Reiseveranstalter müssen ihre Kunden über absehbare oder bekannte Mängel informieren. Urlauber dürfen aber nicht ohne weiteres von sich aus den Reisepreis mindern, wenn sie denken, der Veranstalter habe seine Informationspflicht verletzt. In Betracht komme das nur, wenn Reisemängel verschwiegen werden, die so schwerwiegend sind...





Krankes Crewmitglied ist kein Grund für Unpünktlichkeit

Bei einer erheblichen Flugverspätung kann sich die Airline nicht mit der Erkrankung eines Crewmitglieds herausreden. Sie ist kein Grund dafür, die Ausgleichszahlung zu verweigern, die Fluggästen bei deutlichen Verspätungen zusteht. So entschied das Landgericht Darmstadt (Az.: 7 S 122/10), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer...





Gestrandete Passagiere haben keinen Vorrang

Gestrandete Flugpassagiere haben keinen Vorrang. Denn anderen Fluggästen, die ein regulär gebuchtes Ticket haben, könne dieses nicht einfach entzogen werden, urteilte das Landgericht Frankfurt. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" (Az.: 2-24 O 99/11)...





Vorverlegter Flug kann Entschädigung rechtfertigen

Verpassen Urlauber ihren Flug, weil er ohne ihr Wissen vorverlegt wurde, kann das eine Entschädigung rechtfertigen. Das Amtsgericht Hannover hat entschieden, dass es wie eine Annullierung anzusehen ist, wenn ein Flieger um mehr als zehn Stunden vorverlegt wird (Az.: 512 C 15244/10). Demnach steht Passagieren in solchen Fällen eine Entschädigung...





Veranstalter pleite: Geld von Versicherung einfordern

Bei einer Pleite des Reiseveranstalters wenden sich betroffene Urlauber am besten schriftlich an dessen Versicherung. Sie ist die Anlaufstelle, bei der Urlauber ihr Geld für eine gebuchte Reise zurückfordern können. "Das muss die Versicherung übernehmen, die auf dem Sicherungsschein aufgedruckt ist", erklärt Reiserechtler Paul Degott aus Hannover...





Sicherheitsprüfung am Ferienort hat ihre Grenzen

Reiseveranstalter müssen die Sicherheit am Urlaubsort nicht durch fachkundige Techniker überprüfen lassen. Die Prüfer müssten nur in der Lage sein, Sicherheitsrisiken festzustellen, die jeder bei genauem Hinsehen erkennt. So urteilte das Landgericht Potsdam in einem Fall, über den die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift ...





Einzelzimmerzuschlag muss frühzeitig vereinbart sein

Einzelzimmerzuschläge dürfen nicht noch kurzfristig vor Urlaubsbeginn erhoben werden. Das sei als unzulässige Preiserhöhung zu werten, entschied das Amtsgericht Leipzig (Az.: 106 C 10556/09). Gestattet sei das nur, wenn zwischen Vertragsabschluss und Reisebeginn mehr als vier Monate liegen. Eine Frist von 14 Tagen reicht nicht...





Routenänderung bei Kreuzfahrt kann Reisemangel sein

Eine Routenänderung bei einer Kreuzfahrt ist nicht immer ein Reisemangel. Als solcher gilt sie aber, wenn sie in der Verantwortung der Reederei liegt und wichtige Teile des gebuchten Törns entfallen. Dazu gehört etwa die Besichtigung einer besonders attraktiven Stadt. Das hat das Amtsgericht Rostock entschieden (Az.: 47 C 400/10)...





Hitlergruß im Urlaub ist Grund für Preisminderung

Zeigen Animateure in einer Theateraufführung im Hotel den Hitlergruß, ist das ein Grund für die Minderung des Reisepreises. Dies stelle mehr als eine Unannehmlichkeit dar und sei daher ein Reisemangel, entschied das Amtsgericht München (Az.: 218 C 28813/09). Darauf weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin hin...





Veranstalter muss Urlauber vor gefährlichem Hund warnen

Ein Reiseveranstalter muss Urlauber warnen, falls ihnen ein Hund auf einem Ausflug gefährlich werden könnte. Andernfalls kann er dafür haftbar gemacht werden, wenn Urlauber von dem Hund angefallen werden. Das gilt zumindest, sofern dem Veranstalter die Gefahr bekannt war, wie aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervorgeht (Az...





Für ein fehlendes Bett gibt es nicht den vollen Reisepreis zurück

Wenn bei einer Rundreise im Hotel manchmal nur eine Couch und kein Bett zur Verfügung steht, ist das ein Reisemangel. Es ist aber nicht gerechtfertigt, für die betreffenden Tage 100 Prozent des Reisepreises zurückzuverlangen, entschied das Landgericht Frankfurt und bestätigte damit die Einschätzung der vorherigen Instanz (Az.: 2-24 S 176/10)...





Fehlendes Enteisungsmittel: Airline muss keine Entschädigung zahlen

Ist die Annullierung eines Fluges auf außergewöhnliche Umstände wie extremes Winterwetter und in der Folge fehlendes Enteisungsmittel zurückzuführen, muss die Fluggesellschaft keine Entschädigung zahlen. Das entschied das Amtsgericht Königs Wusterhausen (Az.: 9 C 113/11), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht...





Reiseveranstalter darf nicht gleich 40 Prozent Anzahlung verlangen

Ein Reiseveranstalter darf nicht darauf bestehen, frühzeitig 40 Prozent des Reisepreises als Anzahlung zu bekommen. Eine Klausel, nach der der betreffende Betrag bereits innerhalb einer Woche nach Erhalt der Reisebestätigung zu zahlen ist, ist ungültig, entschied das Landgericht Bamberg (Az.: I O 218/10)...





Airline muss notfalls Ersatzcrew parat haben

Eine Airline muss notfalls eine Ersatzcrew auf dem Flughafen parat haben, um große Verspätungen zu vermeiden. Das gilt vor allem, wenn vorher absehbar ist, dass Ersatzpersonal benötigt wird. Sorgt die Airline nicht vor, haben Passagiere Anspruch auf eine Entschädigung, falls sich der Flieger durch einen Wechsel der Crew um mehr als drei Stunden...





Wer Kulanz-Scheck eingelöst, kann keine weiteren Ansprüche stellen

Bietet ein Reiseveranstalter nach Ärger im Urlaub einen Scheck an und löst der Kunde ihn ein, sind weitere Ansprüche ausgeschlossen. Das gilt zumindest, wenn der Veranstalter darauf hinweist, dass er mit dem Scheck die Reklamation für endgültig erledigt betrachtet. In dem Fall kann der Tourist nicht einerseits das Geld akzeptieren und andererseits...





Routenänderung bei Trekkingreise ist ein Reisemangel

Eine umfangreiche Routenänderung bei einer Trekkingreise ist ein Reisemangel. Das gilt insbesondere dann, wenn dadurch die für die Reise angekündigten Höhepunkte wegfallen. Die Teilnehmer müssen dann nicht den vollen Reisepreis bezahlen, entschied das Amtsgericht Bergisch Gladbach (Az.: 60 C 42/09). In dem entsprechenden Fall gestand es den Klägern...





All-Inclusive-Urlauber sollten für Mittagessen extra bezahlen und klagten

Das Mittagessen gehört zu einem All-Inclusive-Urlaub dazu. Verweigert ein Reiseveranstalter die Mittagsmahlzeit ohne Aufschlag, können seine Kunden einen Teil des Reisepreises zurückfordern und Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude fordern. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Leipzig hervor...





Kein Schadenersatz bei dreckiger Küche im Ferienhaus

Eine dreckige Küche im Ferienhaus allein begründet keinen Anspruch auf Schadenersatz. Dadurch werde eine Reise nicht erheblich beeinträchtigt, urteilte das Amtsgericht Münster (Az.: 61 C 4000/08). Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" hin. Der Kläger in dem Fall hatte ein Ferienhaus für...





Schadenersatz bei 50 Kilometer entferntem Ersatzhotel

Urlauber müssen ein Ersatzhotel 50 Kilometer vom gebuchten Hotel nicht akzeptieren. Wenn sie ablehnen, dort ihren Urlaub zu verbringen, haben sie Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises sowie auf Schadenersatz. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Bad Homburg hervor, über das die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift ...





Verspätung wegen Todesfall: Keine Entschädigung für Fluggäste

Verspätet sich ein Flug wegen eines Todesfalls an Bord der Maschine, gilt nicht der sonst übliche Entschädigungsanspruch. Ein Todesfall ist als "außergewöhnlicher Umstand" zu werten, für den nicht die Fluggesellschaft oder der Reiseveranstalter verantwortlich gemacht werden kann. Die Klage eines Fluggastes wies das Amtsgericht Frankfurt...





Visum oder nicht? Selbst klären

Ein Reisebüro muss Kunden nicht über Details der Einreisevorschriften für das Urlaubsland informieren. Gibt es wegen eines fehlenden Visums Ärger, haftet es deshalb auch nicht − der Kunde bekommt keinen Schadenersatz. Dafür wäre, wenn überhaupt, der Reiseveranstalter der richtige Adressat, urteilte das Amtsgericht Leipzig (Az.: 113 C 6263/10)...





Schadenersatz für Salmonellen

Urlauber haben nur dann Anspruch auf Schadenersatz für Brechdurchfall und Magenkrämpfe, wenn das Hotel dafür verantwortlich war. Wenn nicht einmal zehn Prozent der Urlauber erkrankt waren, spreche aber wenig dafür, entschied das Landgericht Leipzig (Az.: 5 O 1659/10). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden in ihrer...





Täglich Lärm muss nicht geduldet werden

Wird auf einem Hotelgelände täglich mit viel Lärm und Staub gebaut, haben Urlauber Anspruch auf Schadenersatz. Durch den Baustellencharakter des Hotels und die Verlegung des Speisesaals in eine offene Bar sei die Reise so mangelhaft, dass die Urlauber zudem 60 Prozent des Reisepreises zurückerhalten, urteilte das Landgericht Frankfurt (Az...





Entschädigung für Fluggäste auch bei abgebrochenem Start

Verspätet sich ein Abflug um mehr als drei Stunden, haben die Passagiere Anspruch auf finanziellen Ausgleich. Das gilt auch dann, wenn die Maschine zwar planmäßig abhebt, den Startvorgang aber abbrechen muss und die Fluggäste erst deutlich später mit einer anderen Maschinen transportiert werden. So urteilte das Amtsgericht Rüsselsheim (Az...





Zu spät: Erst 14 Monate nach der Reise geklagt

Bei Klagen gegen einen Reiseveranstalter ist die Verjährungsfrist zu beachten. Sie kann sich verlängern, wenn beide Parteien miteinander verhandeln. Wenn der Veranstalter aber ablehnt, die Forderungen zu erfüllen, läuft die Zeit. So entschied das Amtsgericht Ludwigsburg (Az.: I C 32/9/09). Nach Ende der Verjährungsfrist können vor Gericht keine...





Unkomfortable Reisezeiten kein Grund für Rücktritt

Bei einer Pauschalreise sollten Kunden verbindliche Reisezeiten vereinbaren. Andernfalls müssen sie damit rechnen, dass die Anreise in der Nacht stattfindet. Einen Rücktritt von der Reise rechtfertigt eine unkomfortable Reisezeit jedenfalls nicht, entschied das Amtsgericht München, wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt (AZ: 173 C 23180/10)...






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