• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 29.08.2014

Ostbayern

Heute: 24°C - 9°C

präsentiert von:


Login

   Jetzt registrieren!   Passwort vergessen?




Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...






Für Beinschmerzen werden oft Krampfadern verantwortlich gemacht. Aber das muss nicht sein.  − Fotos: Superbild/Brandl

Für Beinschmerzen werden oft Krampfadern verantwortlich gemacht. Aber das muss nicht sein.  − Fotos: Superbild/Brandl

Für Beinschmerzen werden oft Krampfadern verantwortlich gemacht. Aber das muss nicht sein.  − Fotos: Superbild/Brandl


Zunehmend klagen Patienten über Beinschmerzen, wobei die Betroffenen oft die Venen dafür verantwortlich machen. Im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse erklärt der Passauer Gefäßchirurg Dr. Robert Brandl, dass auch noch andere Ursachen dahinterstecken können.

Welche Ursachen von Beinschmerzen gibt es denn?

Dr. Robert Brandl: Ganz typisch ist die Schaufensterkrankheit, bei der die Patienten wegen Muskelschmerzen in der Wade mehrfach stehen bleiben müssen. Wegen Gefäßverschlüssen der Beinschlagadern kommt es beim Gehen zur schmerzhaften Mangeldurchblutung in den Muskeln. Hier wäre es falsch, gleich zu operieren oder einen Stent zu setzen. Viel wichtiger sind hier die Änderung des Lebensstils und die Kontrolle der Risikofaktoren.

Dr. Robert Brandl ist Gefäßchirurg.

Dr. Robert Brandl ist Gefäßchirurg.

Dr. Robert Brandl ist Gefäßchirurg.


Können auch Nervenschäden schmerzen?

Dr. Robert Brandl: Brennende Beinschmerzen und Gefühlsstörungen an den Füßen weisen am ehesten auf Nervenschäden bei Zuckerkrankheit und Alkoholkrankheit hin. Auch hier lässt sich die Ursache durch einfache Untersuchung wie Betasten der Pulse, genaues Befragen des Betroffenen und eine schmerzlose Ultraschalluntersuchung sehr gut diagnostizieren. Diese Nervenschäden sind oft nicht mehr zu bessern, aber medikamentös zu lindern. Welche anderen Ursachen kommen noch gehäuft vor?

Dr. Robert Brandl: Typischerweise klagen viele über ein lästiges Ziehen vom Gesäß über den Oberschenkel bis zum Unterschenkel und machen dafür sogenannte Innere Krampfadern verantwortlich, da äußerlich keine Krampfadern erkennbar sind. Meistens liegt hier eine Abnutzung der Lendenwirbelsäule mit Bandscheibenveränderung oder eine sogenannte Spinalstenose vor. Über den Ischiasnerv werden die Schmerzen in den Beinen empfunden, obwohl die Ursache in der Lendenwirbelsäule liegt. Zusätzlich werden häufig Arthrosen im Kniegelenk als Venenschmerzen im Unterschenkel fehlgedeutet. Ebenso ist eine rheumatische Erkrankung denkbar.

Heißt das, dass Erkrankungen der Venen keine Beschwerden machen?

Dr. Robert Brandl: Meist sind Krampfadern, auch wenn sie schon bleistiftdick sind, schmerzfrei, verursachen aber häufig besonders abends und in Ruhe ein Kribbeln und ein Spannungsgefühl kombiniert mit Wassereinlagerung im Knöchelbereich. Besonders betroffen sind Patienten mit vorwiegend stehenden Berufen. Konkrete Schmerzen verursachen häufig erst Venenentzündungen und Thrombosen in den Krampfadern.

Ist denn eine Operation von Krampfadern immer sinnvoll?

Dr. Robert Brandl: Grundsätzlich wird in 20 Prozent der Fälle zu häufig und zu früh operiert, das heißt, man wird nicht beschwerdefrei weil unter Umständen eine andere Ursache vorlag. Daher ist eine genaue Untersuchung mit dem Farbultraschall nötig. Wenn deutliche Krampfadern vorliegen, glaubhafte Beschwerden bestehen und die Klappen nachweisbar defekt sind, sollte man operieren. Wenn nur die Klappen durchlässig sind, ohne dass Krampfadern vorliegen, rate ich ab. Wichtig ist allerdings grundsätzlich, dass Venenoperationen in die Hand eines Facharztes gehören.

Lassen die modernen Techniken wie Laser oder Radiowelle bessere Ergebnisse erwarten?

Dr. Robert Brandl: Nach der aktuellen Datenlage über die letzten sechs Jahre sind die Ergebnisse zumindest gleichwertig, besser als die konventionelle Operation sind sie nicht. Aber Laser und Radiowelle sind deutlich gewebeschonender, meist unblutig und weniger schmerzhaft, so dass der Betroffene meist am übernächsten Tag wieder arbeiten kann. − pnp



Ausführliche Berichte aus der Zeitung: Einzelausgabe als PDF online kaufen | Bereich für Abonnenten





Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2014
Dokument erstellt am




article
606751
Beinschmerzen: Auch der Rücken kann schuld sein
Zunehmend klagen Patienten über Beinschmerzen, wobei die Betroffenen oft die Venen dafür verantwortlich machen. Im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse erklärt der Passauer Gefäßchirurg Dr. Robert Brandl, dass auch noch an
http://www.pnp.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/schmerz_serie/606751_Beinschmerzen-Auch-der-Ruecken-kann-schuld-sein.html
2012-12-11 15:08:00
http://www.pnp.de/_em_daten/_ngen/2012/12/11/teaser/121211_1508_29_38489202_bein_teaser.jpg
news



Kontakt


Sandra Hiendl
Redaktion
Sandra Hiendl
Tel. 0851 / 802 829
E-Mail: sandra.hiendl@pnp.de

Anzeigenverkauf
Mediaberater




Anzeige