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Karl Heinz Göttl rät Patienten zu einer konsequenten Anwendung bei der Therapie.

Karl Heinz Göttl rät Patienten zu einer konsequenten Anwendung bei der Therapie.

Karl Heinz Göttl rät Patienten zu einer konsequenten Anwendung bei der Therapie.


Für manche Patienten wird selbst das Öffnen eines Marmeladenglases zur Qual. Rheuma betrifft häufig die kleinen Gelenke, sprich die Finger-, Zehen- und Handgelenke, aber auch große Gelenke wie das Knie, wie der Passauer Rheumatologe Dr. Karl Heinz Göttl erklärt. Doch Rheuma ist nicht gleich Rheuma, denn verschiedenste Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können in mehr als 400 verschiedenen Krankheitsbildern auftreten.

Zwei Millionen leiden unter Rheuma "Man geht davon aus, dass in Deutschland etwa zwei Millionen Menschen von einer entzündlichen Rheumaerkrankung betroffen sind, das heißt unter einer Erkrankung, die den Stütz- und Bewegungsapparat, aber auch die Muskulatur betrifft", sagt der Passauer Facharzt. Dabei unterscheidet man verschiedene Gruppen, wie zum Beispiel diejenige, die nur die Gelenke betrifft. Die häufigste Erkrankung aus dieser Gruppe wird chronische Polyarthritis genannt. Bei einer Beteiligung der Wirbelsäule spricht man zum Beispiel von Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Es gibt aber auch ein Bindegewebsrheuma, bei dem die Haut betroffen ist in Form von Hautausschlag, Entzündung der Haut oder Haarausfall oder das Organe schädigt wie die Lunge oder Nieren.

Viele Rheuma-Betroffene leiden unter Schmerzen in den Fingergelenken, so dass sie selbst beim Öffnen eines Glases Schwierigkeiten haben.  − Fotos: Superbild/Hiendl

Viele Rheuma-Betroffene leiden unter Schmerzen in den Fingergelenken, so dass sie selbst beim Öffnen eines Glases Schwierigkeiten haben.  − Fotos: Superbild/Hiendl

Viele Rheuma-Betroffene leiden unter Schmerzen in den Fingergelenken, so dass sie selbst beim Öffnen eines Glases Schwierigkeiten haben.  − Fotos: Superbild/Hiendl


Was die Diagnose betrifft, so ist sie nicht immer einfach. Häufig äußern sich rheumatische Erkrankungen jedoch in Schmerzen oder Schwellungen in den Gelenken und in einer typischen morgendlichen Antriebsschwäche. Ebenso kann eine Laboruntersuchung des Blutes Aufschluss geben. Für die genaue Einordnung einer Diagnose ist der Nachweis von Antikörpern und genetischen Markern im Blut ein wichtiger Faktor. Schwierig ist allerdings dabei, dass diese nicht zwingend mit einer bestimmten Erkrankung einhergehen. "Kern der rheumatologischen Diagnostik sind aus diesem Grund ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über seine Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung", betont Dr. Karl Heinz Göttl.

Oberstes Ziel der Behandlung ist, die Entzündung zu unterdrücken, den Gelenkzerstörungsprozess zu verlangsamen oder zu stoppen und die Schmerzen zu lindern. "Bei der Hälfte der Patienten können wir heute einen Stillstand der Entzündung der Gelenke und des Gelenkzerstörungsprozesses erreichen. Das gelingt aber nur, wenn wir eine frühzeitige Diagnose haben und mit der medikamentösen Therapie so bald wie möglich beginnen können", erklärt der Experte und fügt hinzu, dass man unter frühzeitig einen Rahmen von etwa drei bis sechs Monaten versteht.

Rauchen gilt als Risikofaktor Wichtig seien auch eine konsequente Anwendung und Überwachung der Therapie, bei der die Medikamente entweder als Tabletten oder Infusion verabreicht oder unter die Bauchhaut gespritzt werden. Im Laufe des nächsten Jahres wird es eine neue Option geben, ein Medikament in der Wirkung vergleichbar mit den Biologika auch in Tablettenform zu verabreichen.

Auf die Frage, ob man gegen Rheuma vorbeugen könne, schmunzelt der Rheumatologe − wohl ahnend, dass genau das viele nicht hören wollen: Studien haben ergeben, dass Rauchen zu den Risikofaktoren für die Entstehung von bestimmten Rheuma-Erkrankungen und für deren schwereren Verlauf gehört.



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Copyright © Passauer Neue Presse 2014
Dokument erstellt am 2012-11-13 19:18:22







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