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Horst Fellenz wiegt heute 90 Kilo und hat gelernt, sein Essverhalten umzustellen. Sein Gewicht kann er gut halten.  − Fotos: Fellenz

Horst Fellenz wiegt heute 90 Kilo und hat gelernt, sein Essverhalten umzustellen. Sein Gewicht kann er gut halten.  − Fotos: Fellenz

Horst Fellenz wiegt heute 90 Kilo und hat gelernt, sein Essverhalten umzustellen. Sein Gewicht kann er gut halten.  − Fotos: Fellenz


Was er geschafft hat, ist schier unglaublich: Dank seines eisernen Willens konnte Horst Fellenz sein Gewicht innerhalb eines Jahres um 104 Kilo reduzieren, von 194 auf 90 Kilo. Heute erkennen ihn viele nicht mehr, so sehr hat sich der 26-Jährige verändert.

 "Ich war mein ganzes Leben lang dick, bereits mit vier Jahren", erinnert sich der gelernte Konditor. Trotzdem waren nicht nur die Süßigkeiten in seinem Berufsleben für sein Übergewicht verantwortlich, sondern auch seine Vorliebe für herzhaftes Essen − und das in großen Mengen. Diverse Diäten brachten nur kurzfristigen Erfolg.

45 Kilo in den ersten drei Monaten

 "Ich war dreimal auf einer Kur, wobei ich auch schon einmal 15 Kilo abgenommen habe. Trotzdem war es bei meinem Gewicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, und wenn man nach der Kur wieder ins Alltagsleben entlassen wird, geht alles wieder von vorne los", erklärt der junge Mann.

Horst Fellenz sagt über sich: "Ich war schon immer dick."

Horst Fellenz sagt über sich: "Ich war schon immer dick."

Horst Fellenz sagt über sich: "Ich war schon immer dick."


 Geschafft hat er es letztendlich dank "Optifast". Das einjährige, medizinisch geführte Therapiekonzept ermöglicht übergewichtigen Männern und Frauen, auf gesunde Weise zum Wunschgewicht zu gelangen und es auch dauerhaft zu halten. Dabei werden sie durch ein Team aus Ernährungsspezialisten, Ärzten, Bewegungstherapeuten sowie Psychologen intensiv im Optifast-Zentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München betreut. Das einjährige Programm kostet insgesamt etwa 3000 Euro, darin enthalten sind die medizinischen Untersuchungen, die Formulaprodukte für die Diätphase sowie die verschiedenen therapeutischen Behandlungen, wie zum Beispiel Ernährungs- und Verhaltenstherapie. Viele Krankenkassen bezuschussen zum Teil die Programmkosten, wie auch bei Horst Fellenz. "Bei mir übernahm die Kasse sogar einen Großteil", freut er sich. Dass er für seinen Erfolg besonders am Anfang ungeheuer konsequent sein musste, störte den 26-Jährigen nicht.

Zwölf Wochen lang nur Shakes

 "Die ersten zwölf Wochen ernährte ich mich ausschließlich von Shakes und ließ jegliche andere Nahrung weg. Dafür begann ich gleichzeitig, im Fitnessstudio Sport zu treiben, weil ich dank der Shakes ziemlich viel Energie verspürte."

  Was ihn selbst verwunderte: Unter Hunger litt er so gut wie gar nicht und da er als alleinlebender Mann seinen Kühlschrank auch gut leer lassen konnte, kam er erst gar nicht in Versuchung. Seine Konsequenz wurde rasch belohnt: Nach drei Monaten brachte er bereits 45 Kilo weniger auf die Waage. "Dieser nicht ganz leichte Einstieg war nötig, dass am Anfang mal was runtergeht, besonders wenn man so dick ist, wie ich es war", räumt Horst Fellenz ein.

 Die nächsten drei Monate beschränkte sich der Münchner auf drei Mahlzeiten am Tag, wobei er drauf achtete, abends Kohlehydrate wegzulassen. "Ich kam gut damit zurecht, ausgiebig zu frühstücken, mittags Gemüse und Fleisch zu essen und entweder ab halb drei Uhr nachmittags gar nichts mehr oder ausschließlich Gerichte ohne Kohlehydrate. Mit diesem Konzept, das man auch ,Schlank im Schlaf‘ nennt, verlor ich innerhalb dieser Zeit nochmal 25 Kilo, wobei ich natürlich zudem noch viel Sport trieb", erzählt Horst Fellenz. Was ihn besonders freut: Auf seine geliebte Rosinenschnecke, die er am liebsten täglich zum Frühstück isst, musste er nie verzichten und nahm trotzdem ab.

 Heute, nachdem er sein gesamtes Essverhalten auch im Kopf umgestellt hat, weiß Horst Fellenz, dass er auf Feiern auch mal wieder ein bisschen sündigen oder eine kleine Menge Alkohol trinken darf, wenn er es am nächsten Tag wieder einspart. Der einzige Wermutstropfen: Die überschüssige Haut konnte sich trotz Sport nicht mehr zurückbilden. Deshalb wartet Horst Fellenz momentan auf den letzten Schritt auf seinem Weg in ein neues, schlankes Leben: eine hautstraffende Operation. − hie












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Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2012
Dokument erstellt am 2011-08-11 15:33:14
Letzte Änderung am 2011-08-25 13:46:56







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