Mit speziellen Gras-Kräutermischungen aus langsam und wenig aggressiv wachsenden Gräserarten sowie einem bestimmten Kräuteranteil lässt sich im Hausgarten ein niedrig bleibender, bunter Rasen anlegen. Solche Saatmischungen für Kräuterrasen enthalten Kräuter, welche die erforderlichen vier bis sechs Rasenschnitte im Jahr gut vertragen, informiert die Deutsche Rasengesellschaft.
Zu den gut trittverträglichen Kräutern gehörten etwa Schafgarbe, Gänseblümchen und Mittlerer Wegerich. Aber auch die Kleine Braunelle, Herbstlöwenzahn und Knolliger Hahnenfuß eigneten sich für den Trittrasen. Dabei deckten die Blühpflanzen, zu denen etwa auch die Wiesen-Flockenblume oder Salbei zählen, in ihren unterschiedlichen Farben nahezu die gesamte Vegetationszeit ab. Je nachdem, wie oft der Kräuterrasen geschnitten werde, habe er eher Rasen- oder Wiesencharakter.
Ein Kräuterrasen sei eingeschränkt belastbar, bei häufigem Betreten würden jedoch mittelfristig nur einige Kräuter überleben, die auch bei häufigem Mähen noch zur Blüte kommen: Gänseblümchen und Wegerich zum Beispiel. Je seltener der Rasen gemäht, betreten und gedüngt werde, desto größer sei die Artenvielfalt, betonen die Experten.
Gedeiht gut auf mageren BödenVom Standort her eigne sich ein Kräuterrasen eher für trockene Flächen. Der Rasen sollte zudem nicht allzu schattig liegen. Für die Aussaat biete sich vor allem das zeitige Frühjahr an, wenn der Boden ausreichend warm sei. Wie bei der klassischen Rasen-Ansaat wird auch beim Kräuterrasen zunächst der Boden gelockert, grobe Pflanzenreste und Steine sowie Unebenheiten werden entfernt, so dass ein feinkrümeliges Saatbeet entsteht. Der Boden sollte eher mager sein, also geringe Nährstoffgehalte aufweisen. Ansonsten würden die Kräuter von den Gräsern schnell überwachsen und zurückgedrängt, betonen die Rasenexperten. Deshalb sollte der frisch gesäte Kräuterrasen auch nicht gedüngt werden. − dapd
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