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Laub zusammenrechen mag eine ganz erträgliche Aufgabe sein, wenn das Laub vom eigenen Baum stammt. Fällt es aber vom Nachbarsbaum auf das eigene Grundstück, ist der Spaß bei manchen schnell vorbei. Stattdessen stellt sich die Frage: Wer muss das Laub eigentlich beseitigen?  − Foto: PdM

Laub zusammenrechen mag eine ganz erträgliche Aufgabe sein, wenn das Laub vom eigenen Baum stammt. Fällt es aber vom Nachbarsbaum auf das eigene Grundstück, ist der Spaß bei manchen schnell vorbei. Stattdessen stellt sich die Frage: Wer muss das Laub eigentlich beseitigen?  − Foto: PdM

Laub zusammenrechen mag eine ganz erträgliche Aufgabe sein, wenn das Laub vom eigenen Baum stammt. Fällt es aber vom Nachbarsbaum auf das eigene Grundstück, ist der Spaß bei manchen schnell vorbei. Stattdessen stellt sich die Frage: Wer muss das Laub eigentlich beseitigen?  − Foto: PdM


Vorbei ist der Herbst, die bunte Jahreszeit, in der die Blätter von den Bäumen fallen. Was auf Waldwegen für ein stimmungsvolles Rascheln sorgt, ist im eigenen Garten oft Ursache von Verdrossenheit, führt es doch zu einem nicht unerheblichen Arbeitsaufwand. Besonders wenn das abgefallene Laub gar nicht von eigenen Pflanzen stammt, sondern aus dem nachbarlichen Garten herübergeweht wird, wächst der Unmut. Manch einer fragt sich dann auch, ob der fremde Baum überhaupt so nah am eigenen Grundstück stehen darf oder ob nicht vielleicht sogar der Nachbar für die Entsorgung des Laubes zuständig ist.

Der gesetzliche Mindestabstand zur Grundstücksgrenze beträgt in Bayern für Bäume und Hecken 50 Zentimeter bis zu einer Wuchshöhe von zwei Metern. Bei größeren Bäumen muss dann ein Abstand von zwei Metern zur Grundstücksgrenze eingehalten werden. Markus Büttner vom Bauamt Freyung weist zusätzlich darauf hin, dass in Bebauungsplänen oder gemeindlichen Satzungen dies gegebenenfalls abweichend geregelt ist: "Bei uns ist es beispielsweise so, dass mit Einfriedungen, wie Hecken und Zäunen, ein Mindestabstand von einem Meter zur Straßenseite eingehalten werden muss, um einen funktionierenden Winterdienst zu gewährleisten", erklärt Markus Büttner.

Genaue Regeln zum AbstandGemessen wird die kürzeste Verbindung zur Grenze. Auf einer Böschung also nicht die Steigung mit einbeziehen, sondern die Luftlinie betrachten. Bei Bäumen zählt der Mittelpunkt des Stammes als Ausgangspunkt für die Messung, während bei Hecken und Sträuchern die Mitte des Triebes, der am nächsten an der Grenze steht, betrachtet werden muss. "Maßgebend ist immer die Stelle, an der der Stamm oder Trieb aus dem Boden tritt. Verzweigungen über der Erde bleiben ebenso unberücksichtigt wie eine eventuelle Neigung des Stammes oder Triebes zur Grenze hin", heißt es in der Broschüre "Rund um die Gartengrenze" des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Die vollständige Broschüre mit weiteren Einzelheiten, auch zu anderen Themen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, kann unter www.justiz.bayern.de/buergerservice/ kostenlos als PDF heruntergeladen oder als Druckversion angefordert werden.

Beschwert sich der Nachbar nicht innerhalb von fünf Jahren über einen Verstoß gegen die Abstandsregelung, verjährt sein Anspruch auf eine Beseitigung der entsprechenden Pflanze. Am besten ist es trotzdem, bereits bei der Pflanzung den richtigen Abstand einzuplanen, anstatt darauf zu hoffen, dass sich der Nachbar nachsichtig zeigt. Auch ist es generell eine gute Idee, sich vor der Pflanzung eines Baumes, einer Staude oder einer Hecke über die zu erwartende Wuchsstärke und Maximalhöhe zu informieren, sonst sitzt man vielleicht in ein paar Jahren im eigenen Wohnzimmer selbst bei Sonnenschein im Dunkeln oder muss sich über Stolperfallen im Gartenweg ärgern, weil Wurzeln das Pflaster angehoben haben.

"Generell unterscheidet man im Gartenhandel drei Baumkategorien anhand der Wuchshöhe: Großbäume, mittelhohe Bäume und Kleinbäume", erklärt Gerhard Frömel, Besitzer der Bayerwald Baumschule in Sonndorf bei Hinterschmiding (Landkreis Freyung-Grafenau), Dabei sind Großbäume wie Berg- und Spitzahorn oder Platanen für Privatgärten schier ungeignet, da ihre Wuchshöhe bei mehr als zwanzig Metern liegt. Für die in der Regel recht überschaubare Gartengröße der meisten Grundstücksbesitzer eignen sich am besten Kleinbäume wie Feldahorn, Felsenbirne, Zierapfel, Tulpenmagnolie, Eberesche oder Kätzchenweide.

Obstbäume können mittelgroß werdenWer etwas mehr Platz hat, kann auf mittelhohe Bäume zurückgreifen. Hierzu zählen viele Obstbäume, wie Apfel-, Zwetschgen- oder Kirschbäume. Auch Kleingartenbesitzer müssen nicht auf Obst aus dem eigenen Garten verzichten, denn Gerhard Frömel hat einen weiteren Tipp: Buschbäume oder Halbstämme. Das sind kultivierte Baumsorten, deren Stammhöhe gering bleibt − bei Buschbäumen zwischen 40 und 60 Zentimetern, bei Halbstämmen zwischen 100 und 160 Zentimetern − und die so recht kompakt gehalten werden können.

Für widerstandsfähige Hecken empfiehlt Gerhard Frömel, Hainbuchen, da diese auch größere Schneemassen unbeschadet überstehen. "Empfindlichere Pflanzen, wie etwa Liguster, werden bei den in unserer Gegend üblichen Schneemengen oft bis zum Boden heruntergedrückt", erklärt der Gärtnermeister. Um mit einer Hecke Farbakzente zu setzen, empfehlen sich Zierhölzer. Auch Haselnuss oder Schlehe ergeben schöne Hecken, sind aber als freiwachsende Hecken pflegeintensiver. Bei den Nadelhölzern sind Thujahecken beliebt. Um die Hecke dabei schlank zu halten und die kritischen zwei Meter an Wuchshöhe nicht zu überschreiten, eignet sich besonders die grazilere Smaragdthuja. Gerhard Frömel findet auch Eiben sehr ansprechend, warnt aber vor den giftigen Nadeln und Fruchtkernen, die besonders Kleinkindern schnell zum Verhängnis werden können. "Die amerikanische Bechereibe ist hier eine ungefährliche Alternative, da sie keine Früchte trägt", erklärt der Gartenfachmann.



 
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589647
Bäume pflanzen
Lieber etwas mehr Abstand halten
Vorbei ist der Herbst, die bunte Jahreszeit, in der die Blätter von den Bäumen fallen. Was auf Waldwegen für ein stimmungsvolles Rascheln sorgt, ist im eigenen Garten oft Ursache von Verdrossenheit, führt es doch zu einem nicht unerheb
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2012-12-06 06:00:00
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