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 − Foto: Angelina S. K./pixelio.de

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Bevor der Winter ins Haus steht, heißt es für Hobbygärtner: auf in die Gummistiefel. Ob es um die Pflege von Rosen und Dahlien geht oder um den Rückschnitt der Stauden und Büsche – im Herbst wird es Zeit, für das kommende Gartenjahr vorzusorgen.

Experten-Tipp 1: Wie Rosen am besten den Winter überstehen

Gartenexperte Johannes Kalbus von der Rosengärtnerei Kalbus sagt, November ist die richtige Zeit, den Rosen – auch den neu gepflanzten – einen Winterschutz zu verpassen. Und so geht’s: Rosen dürfen nicht zu stark zurückgeschnitten werden, sondern nur ganz wenig. Wichtig ist, darauf zu achten, dass alle Frucht- und Blütenstände entfernt werden. Der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr. Wenn es geht, sollte man ein bisschen Erde anhäufeln (am besten etwa 20 Zentimeter hoch grobe Komposterde) und die Rosen mit Tannen- oder Fichtenzweigen abdecken, um sie vor Frost zu schützen. Wichtig: alles Laub und abgestorbene Zweige entfernen. Außerdem den Winterschutz nicht zu früh aufbringen, da sich die Rosen sonst nicht auf den Winter einstellen können. Der Experte rät: "Nicht düngen. Die Rosen schlafen im Winter und haben keinen Hunger." Extra-Tipp: Zweige mit Hagebutten stehen lassen – sie sind eine gute Nahrungsquelle für Vögel im Winter. Garten-Info: Im Schaugarten der Rosengärtnerei Kalbus finden Besucher üppig blühende Rosenbeete und imposante Stöcke von den besten Züchtern der Welt.

Experten-Tipp 2: Was Gartenbesitzer beim Gartenkompost beachten und was sie mit dem anfallenden Laub machen sollten

Gartenexperte Andreas Honner von der Kurdirektion Bad Wörishofen rät, Laub nicht achtlos zu entsorgen: Es eignet sich zum Kompostieren. Und so geht’s: "Kompost anlegen ist eine preiswerte, höchst wirksame Art der Bodenverbesserung", sagt Honner. Bevor man das eingesammelte Laub entsorgt, sollte man an das Anlegen eines Komposthaufens denken. Gemischt mit dem nährstoffreichen Rasenschnitt, verrottet das Laub sehr gut und liefert mit zerkleinerten Ästen und Zweigen hervorragendes Material für die Bodenbearbeitung im Frühling. "Wichtig ist, darauf zu achten, den Kompost nicht zu vergraben, sondern ihn möglichst oberflächlich einzusetzen – da er für die weitere Verrottung Luft braucht." Garten-Info: Der Kurpark Bad Wörishofen ist eine Oase der Entspannung: Auf mehr als 163 000 Quadratmetern laden ein Rosen- und ein Kräutergarten sowie eine Ziervogelvoliere zum Verweilen ein.

Experten-Tipp 3: Was bei Kübel- und Knollenpflanzen zu beachten ist

Heribert Lederer, gärtnerischer Leiter im Dehner Blumenpark in Rain am Lech empfiehlt, Kübelpflanzen wie Fuchsien und Geranien am besten ins Haus zu holen. Und so geht’s: "Sobald die ersten Fröste drohen, benötigen Kübelpflanzen, die draußen überwintern, Schutz. Große Pflanzen können mit Vlieshauben mit Reißverschluss vor Kälte geschützt werden", sagt Lederer. "Kreisrunde Kokosabdeckungen schützen von oben, Kokosuntersetzer wehren den Frost von unten ab." Mit Jutesäcken und Wintervlies ließen sich Töpfe und Kübel hübsch verpacken. Nicht winterfeste Knollenpflanzen wie Gladiolen und Dahlien müssen rechtzeitig vor dem ersten Frost ausgegraben werden und an einem kühlen Ort – am besten im Keller in trockenen Holzkisten – eingelagert werden. Zitrusbäume und Oleander vertragen die Kälte etwas länger und müssen erst bei starkem, regelmäßigem Frost ins Haus. Garten-Info: Der Dehner Blumenpark vereint Gartenelemente aus Asien, dem Mittelmeerraum und England. Besonders sehenswert: der japanische Landschaftsgarten mit Großbonsais, Findlingen und Bogenbrücken.

Experten-Tipp 4: Rasenpflege und Düngung

Baron Süsskind von Dennenlohe kennt sich aus mit Grünflächen – umfasst sein Anwesen doch selbst eine großflächige Parkanlage. Was er empfiehlt, dass auch Tiere ihre Freude am Überwintern haben. Und so geht’s: "Wichtig für die Rasenpflege ist, dass er von Laub befreit wird, damit er nicht darunter fault", weiß der Baron. "Solange der Rasen wächst, sollte er auch gemäht werden. Ansonsten kann das weggerechte Laub als natürlicher Bodenmulch für die Pflanzflächen verwendet werden." An geeigneten Stellen angehäuft mit Ästen bietet es Überwinterungsmöglichkeiten für größere Tiere wie Igel, aber auch für Insekten. "Was den Boden betrifft, so werden auf Dennenlohe die Pflanzen im Herbst noch einmal mit besonders kaliumhaltigem Dünger versorgt zur Stärkung. Chemischer Dünger ist tabu." Extra-Tipp: Auch im Winter lassen sich schöne Blickfänge schaffen. Einfach auf den Rückschnitt der Stauden im Herbst verzichten. Besonders Gräser oder Pflanzen mit interessanten Samenständen bilden frost- oder schneebedeckt ein schönes Bild. Und Pflanzen wie Zaubernuss, Winter-Schneeball, Winterjasmin und die Christrose blühen je nach Witterung auch im Winter oder im zeitigen Frühjahr. Garten-Infos: Mit 16 Hektar Fläche ist der Schlosspark Dennenlohe der größte private Rhododendren- und Landschaftspark Süddeutschlands. Durch den idyllischen Garten führt der Hausherr Baron Süsskind übrigens gerne auch persönlich.

Details zum Bayerischen Gartennetzwerk sowie aktuelle Termine in den Gärten und Parks gibt es unter www.bayerisches-gartennetzwerk.by.. − red



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582408
Gartenarbeit
So wird der Garten winterfest
Bevor der Winter ins Haus steht, heißt es für Hobbygärtner: auf in die Gummistiefel. Ob es um die Pflege von Rosen und Dahlien geht oder um den Rückschnitt der Stauden und Büsche – im Herbst wird es Zeit, für das komme
http://www.pnp.de/nachrichten/ratgeber/garten/582408_So-wird-der-Garten-winterfest.html
2012-11-13 10:43:00
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