
Ein Vogelzuhause wie dieses wird in der kalten Jahreszeit teils auch von anderen Tieren zweckentfremdet. − Foto: Piu700/pixelio.de
Ein Vogelzuhause wie dieses wird in der kalten Jahreszeit teils auch von anderen Tieren zweckentfremdet. − Foto: Piu700/pixelio.de
Die Experten der Bayerischen Gartenakademie raten: "Hängen Sie schon im Herbst neue Nistkästen auf!" Nistkästen sind nicht nur Sommerhäuser und Kinderstuben für Vögel. Das ganze Jahr werden sie von unterschiedlichen Tierarten genutzt.
Wer Nistkästen aufhängt, will in erster Linie höhlenbrütenden Vögeln wie Meisen, Kleibern und Sperlingen Bruthöhlen und -nischen anbieten. Hohle Bäume sind ein Ökosystem, das vielen Tierarten Lebensraum, Nahrung, Brutstätten und Überwinterungsplätze bietet. Nistkästen sind ein guter Ersatz. Gartenbesitzer sollten so viele wie möglich und verschiedene Arten aufhängen. Vögel, die im Sommer die Schädlinge von den Pflanzen fernhalten, profitieren davon.
Den Sommer über haben die Vogeleltern Moos, trockenes Laub und allerlei Halme zusammengetragen, um es den Vogelkindern gemütlich zu machen. Im Herbst sind die Vögel ausgeflogen. Doch das Zuhause nutzen auch andere Tiere. Zum Beispiel die selten gewordenen "Schlafmäuse" wie Siebenschläfer, oder auch Schmetterlinge. Wenn vor allem im ausgehenden Winter die Temperaturen besonders tief fallen und die Vögel schon etwas geschwächt sind, können die Vogelbehausungen sogar Leben retten. Vögel haben eine Körpertemperatur von 39 bis 42 Grad, die sie auch im Winter aufrechterhalten müssen.
Im Winter ist im Garten weniger zu tun − die Zeit lässt sich auch nutzen, um Nistkästen zu bauen. Anleitungen zum Selbstbau gibt es bei Umweltschutzorganisationen, wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). − red
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Redaktion Karin Polz Tel. 0851 / 802 363 E-Mail: karin.polz@pnp.de Anzeigenverkauf Mediaberater |