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Einfache Blüten, wie etwa bei den Sonnenblumen, sind sehr zu empfehlen, da die Bienen leichter den Nektar und die Pollen erreichen können.  − Foto: Reinhilde Schreiber

Einfache Blüten, wie etwa bei den Sonnenblumen, sind sehr zu empfehlen, da die Bienen leichter den Nektar und die Pollen erreichen können.  − Foto: Reinhilde Schreiber

Einfache Blüten, wie etwa bei den Sonnenblumen, sind sehr zu empfehlen, da die Bienen leichter den Nektar und die Pollen erreichen können.  − Foto: Reinhilde Schreiber


"Das ist wie mit den Bienchen und Blümchen", hören kleine Kinder des Öfteren. Doch wie ist es zwischen den Bienen und Blumen? Bienen machen Honig, das ist bekannt. Doch was brauchen sie dazu? Und wieso ist es ratsam für Gärtner, die Bienen dabei zu unterstützen?

Häufig wird der Fehler begangen, Bienen nur auf die Honigbienen zu reduzieren, die Wildbienen werden ganz vergessen. Es gibt viele verschiedene Arten von Bienen, doch sie alle haben eines gemeinsam: Sie brauchen einen Lebensraum. Bienen gelten als die drittwichtigsten Nutztiere hinter Rinder und Schweinen. Zum einen wegen des Honigs, zum anderen − und noch wichtiger − sind sie für die Bestäubung der Blüten verantwortlich. Nur bestäubte Pflanzen produzieren Früchte und Samen. Also: keine Bienen − keine oder nur sehr wenige Pflanzen.

Vom Indischen Springkraut raten Bienenexperten eher ab. − Foto: Udo Sodeikat/pixelio.de

Vom Indischen Springkraut raten Bienenexperten eher ab. − Foto: Udo Sodeikat/pixelio.de

Vom Indischen Springkraut raten Bienenexperten eher ab. − Foto: Udo Sodeikat/pixelio.de


Um den eigenen Garten bienenfreundlich zu gestalten, gibt es viel zu beachten. Zuerst muss man sich darüber im Klaren sein, was Bienen eigentlich brauchen. Blüten, klar! Speziell aber die Pollen und den Nektar. Pollen sind die Aufbaunahrung der Bienen und bieten viel Eiweiß. "Aus ihnen entsteht das sogenannte Bienenbrot", erklärt Markus Schneider, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Passau. Der Nektar dagegen wird im Körper der Biene zu Honig umgewandelt und haltbar gemacht. Er dient als Energiequelle, hilft den Bienen an Regentagen und liefert Energie zum Wärmen im Winter.

Senf ist für Bienen während des Sommers eine gute Wahl.− F.: Helmut J. Salzer/pixelio.de

Senf ist für Bienen während des Sommers eine gute Wahl.− F.: Helmut J. Salzer/pixelio.de

Senf ist für Bienen während des Sommers eine gute Wahl.− F.: Helmut J. Salzer/pixelio.de


Übers Jahr verteiltes Blütenangebot"Wichtig ist, dass den Bienen Pollen und Nektar ganzjährlich zur Verfügung stehen", sagt Markus Schneider. Demnach werden verschiedene Pflanzen benötigt, die zu verschiedenen Zeiten blühen. "Außerdem sind einfache Blüten wie Sonnenblumen sinnvoll, keine gefüllten wie beispielsweise manche Rosen- und Tulpensorten, da die Bienen Schwierigkeiten beim Eindringen in die Blüte haben", erläutert Markus Schneider.

Bäume, die im Frühjahr blühen, sind unter anderem Weiden, alle Ahornarten und sämtliche Obstbäume. Zu den Frühjahrsblühern zählen auch Sträucher wie Weiß- und Feuerdorn sowie Haselnuss. Stauden und Zwiebelgewächse wie Schneeglöckchen, Bärlauch und Silberwurz sind ebenfalls im Frühling für Bienen attraktiv. Zu den Sommerblühern zählen Bäume wie die Kastanie und die Sommer- und Winterlinde, außerdem Stauden wie der wilde Wein und Sommerblumen wie die Sonnenblume und der Senf. Für den Spätsommer und Herbst können bienenfreundliche Gartenbesitzer auf Efeu, Dahlien, Astern und Zitronenmelisse zurückgreifen.

Das Innere von Rosen ist für Bienen nur schwer erreichbar.− F.: A. Koch-Schmid/pixelio.de

Das Innere von Rosen ist für Bienen nur schwer erreichbar.− F.: A. Koch-Schmid/pixelio.de

Das Innere von Rosen ist für Bienen nur schwer erreichbar.− F.: A. Koch-Schmid/pixelio.de


"Es ist davon abzuraten, importierte Pflanzen wie das Indische Springkraut oder den Riesenbärenklau auszusäen", mahnt Markus Schneider. Diese vertreiben die regionalen Pflanzen. Der Riesenbärenklau hat zudem einen aggressiven Saft, der die Haut verätzen kann. "Die einheimische Pflanzenwelt bietet genug Alternativen und sollte stets bevorzugt beziehungsweise ausschließlich angesät werden", rät Markus Schneider.

Wer Insekten anlocken will, sollte sich außerdem die Frage stellen: Rasen oder Wiese? Eindeutig die Wiese, meint Markus Schneider. Es könne aber ein paar Jahre dauern, bis diese richtig erblüht. Ein Rasen sei für die Insekten wie eine karge Steppen- oder Wüstenlandschaft. "Es gibt Samenmischungen speziell für Wiesen oder die sogenannte Bienenweide, eine Samenmischung, aus der verschiedene Wildblumen hervorgehen", erklärt Markus Schneider. Grundsätzlich sei es auch von Vorteil, im Frühjahr nicht alles niederzumähen, was blüht.

Gefahren für die Nachbarschaft durch einen bienenfreundlichen Garten kann sich Markus Schneider nicht vorstellen. Probleme könne es allerdings geben, wenn sich der Nachbar über den Wildwuchs im Garten beschwert oder es in der Nachbarschaft spezielle Regelungen gibt, wie ein Garten gepflegt werden muss oder auszusehen hat. Um solche Probleme zu vermeiden, kann man auf dem Rasen vereinzelt Blühinseln anlegen, die nicht nur schön aussehen, sondern Vorteile für alle Insekten, aber auch Schutz für beispielsweise Igel bieten.

Ein solcher Garten ist auch ein Paradies für Hummeln. Sie erfüllen dieselben Aufgaben wie die Bienen, haben jedoch eine höhere Bestäubungsleistung. Dadurch, dass sie zusätzlich noch kälteresistenter sind, beginnen sie schon sehr viel früher im Jahr, die Blüten zu bestäuben. Einziger Nachteil: Die Hummelstämme sind um einiges kleiner als die der Bienen. Wer sie dennoch in seinem Garten ansiedeln möchte, kann sogenannte Hummelkästen installieren.

Imkern auf den Dächern der Stadt"Es gibt derzeit auch einige Trends, die mehr Zulauf bekommen", sagt Markus Schneider. Das Imkern in den Städten wird immer beliebter. Dabei werden die Bienenkästen auf Dächern aufgestellt, von denen aus die Bienen zu Pflanzen auf beispielsweise Balkonen und in Parks ausschwärmen. "Auch beliebt sind sogenannte Wildbienenhotels", erklärt Markus Schneider. Diese Holzhäuschen beinhalten verschiedene Materialien wie etwa Ziegelsteine, die Höhlen zum Nisten bieten. Für Menschen, die nicht direkt imkern wollen, aber gerne Bienen halten, gibt es die Top Bar Hives. Dies sind simplere Bienenkästen, die mit weniger Aufwand zu bewirtschaften sind. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Bienenzuchtvereins Passau unter www.bzv-passau.de oder unter www.lwg.bayern.de..



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Gartengestaltung
Ein Garten für Bienen
"Das ist wie mit den Bienchen und Blümchen", hören kleine Kinder des Öfteren. Doch wie ist es zwischen den Bienen und Blumen? Bienen machen Honig, das ist bekannt. Doch was brauchen sie dazu? Und wieso ist es ratsam für Gärtner, d
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2012-08-06 16:54:00
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