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Überragende Blüte: Clematis und Kletterrosen überziehen auch andere Pflanzen mit einer wahren Farbenpracht.  − Foto: PdM/dpa

Überragende Blüte: Clematis und Kletterrosen überziehen auch andere Pflanzen mit einer wahren Farbenpracht.  − Foto: PdM/dpa

Überragende Blüte: Clematis und Kletterrosen überziehen auch andere Pflanzen mit einer wahren Farbenpracht.  − Foto: PdM/dpa


Violette Clematis-Blütensterne gepaart mit Rosendolden in Zartrosé − für Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ist das eine der schönsten Kombinationen von Kletterrosen und Clematis überhaupt: "Blau und Rosa zusammen, das sieht immer klasse aus", erklärt der Landwirtschaftsdirektor. Die faszinierende Kletter-Kombination sei inzwischen sehr gefragt bei Gartenliebhabern.

Beide Pflanzen gemeinsam emporranken zu lassen, hat etwas Verspieltes − vor allem wenn Clematis und Kletterrose farblich aufeinander abgestimmt sind. "Dabei empfehlen wir auf jeden Fall immer Clematis der sommerblühenden Viticella-Gruppe", rät Klaus Körber. "Etoile Violett" zum Beispiel sei äußerst robust. Die Sommerblüher, in die häufig das Erbgut der italienischen Waldrebe (botanisch: Clematis viticella) eingekreuzt ist, seien widerstandsfähiger − vor allem gegen die gefürchtete Clematiswelke, einen Pilz, der nur äußerst schwierig zu bekämpfen sei. Pro Saison wachse die Clematis um die zwei Meter hoch − und in die Rose hinein. Wird sie gut mit Wasser versorgt, könne sie bis zu drei Monate lang blühen.

Zeitweise blühen beide gemeinsamAls relativ gesunde und öfter blühende Kletterrosen nennt Klaus Körber "Rosanna" und den Klassiker "New Dawn": Beide sind rosa beziehungsweise zartrosé-weiß gefärbt und werden zwischen drei und fünf Meter hoch. "Diese Sorten wachsen sehr stark und können es deshalb gut ab, wenn die Clematis in sie hineinwächst", erklärt der Experte. "Dabei überschneiden sich die Blütezeiten ungefähr von Mitte Juni bis Ende Juli." Das sei dann die schönste Zeit, wenn sich Blüte an Blüte schmiegt. Die Sorte "Laguna", die Werner Ollig von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz in Neustadt empfiehlt, hat noch mehr zu bieten, nämlich ihren Duft: Die robuste Kletterrose wird etwa zweieinhalb Meter hoch und hat stark gefüllte Blüten in Karminrosa − ein schöner Anblick in jedem Duftgarten oder beispielsweise auch neben einem Sitzplatz. Kleines Manko: Bei starker Sonne trocknen die Blüten nach Angaben von Werner Ollig etwas ein.

Trotzdem sollten beide Kletterschönheiten auf keinen Fall in den vollen Schatten: "Es ist wichtig, dass die Pflanzen nicht um das Licht konkurrieren müssen", erklärt Werner Ollig. "Die Rose braucht ihre fünf bis sechs Stunden Sonne am Tag", betont auch Klaus Körber. Da Clematis und Rose im Container erhältlich sind, könnten sie problemlos von Mitte März bis Anfang Oktober gepflanzt werden. Kommen sie gleichzeitig in die Erde, müssen Hobbygärtner darauf achten, dass die Clematis 80 bis 100 Zentimeter Abstand von der Rose einhält.

Genug Wasser für die ClematisClematis müssen außerdem ausreichend gewässert werden, erst recht, wenn sie im Sommer gesetzt werden: "Alle zwei bis drei Tage, aber nie auf die Blätter, immer auf die Wurzeln", rät Pflanzenexperte Körber − ansonsten steige die Gefahr einer Pilzinfektion. "Bei der Auswahl der Sorte sollten Verbraucher deshalb immer auf die Robustheit achten", bekräftigt Werner Ollig. Gerade in feuchten Sommern drohten den Pflanzen sonst Blattkrankheiten: "Wenn die Kletterrose dann im Juni nackig dasteht und nur noch 20 Prozent ihrer Blätter hat, macht das sicher keine Freude." Und schließlich wolle man sie ja nicht permanent mit entsprechenden Mitteln behandeln müssen. Deshalb auch sollten einzelne Triebe der Clematis auf andere Rankhilfen abgeleitet werden, falls sie mit der Zeit zu stark in die Rose hineinwächst, erklärt Klaus Körber. Ansonsten könne die enorme Blattmasse an der Rose auf Dauer für ungünstige Nässe sorgen.

Während bei der Clematis die Wasserversorgung ganz entscheidend ist, brauchen Kletterrosen auf jeden Fall eine gute Düngerversorgung. "Zweimal organisch düngen mit 120 bis 150 Gramm pro Quadratmeter ist ideal." Somit profitiere die Clematis gleichzeitig vom Rosendünger − und die Rose von der guten Wasserversorgung der Clematis. Nicht nur optisch ergänzt sich das Duett aus Rose und Clematis also optimal.

RICHTIG SCHNEIDENSommerblühende Clematis, die ihre ersten Blüten etwa ab Mitte Juni zeigen, sollten im Spätherbst bodennah abgeschnitten werden: 10 bis 30 Zentimeter bleiben stehen. So hat die Rose bis zum Mai Licht und Luft und kann in dieser Zeit problemlos zurück- beziehungsweise in Form geschnitten werden. Die Triebe von öfter blühenden Kletterrosen sollten nach der ersten Blüte kräftig zurückgeschnitten werden. Ein Neuaustrieb bringt dann im Spätsommer einen weiteren Blütenschub. Im Winter wird bei der Kletterrose ganz starkes, altes Holz entfernt. − dapd



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Gartengestaltung
Kletterschönheiten kombinieren
Violette Clematis-Blütensterne gepaart mit Rosendolden in Zartrosé − für Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ist das eine der schönsten Kombinationen von Klet
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2012-06-03 00:00:00
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