
− Foto: Karin Polz
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Mit einer vielfältigen und abwechslungsreichen Bepflanzung lockt man Nützlinge in den Garten. Wenn sich Räuber und Parasiten im Garten wohlfühlten, stelle sich ein biologisches Gleichgewicht ein und Hobbygärtner könnten als umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zu Pflanzenschutzmitteln auf die Nützlinge setzen, erläutern die Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.
So verputze eine einzige Florfliegenlarve innerhalb von drei Wochen bis zu 300 Blattläuse oder andere Schädlinge. Ein einziger Marienkäfer brauche im Laufe seiner Larvenzeit sogar bis zu 3.000 Blattläuse oder Spinnmilben: Denn nur wenn die Larven ausreichend Futter hätten, könnten sie sich zum erwachsenen Tier entwickeln.
Damit Nützlinge genügend Nahrung und Lebensraum vorfinden, sollte im Garten auf Insektizide verzichtet werden. Wichtig sind außerdem eine artenreiche Bepflanzung mit Blütenpflanzen vom Frühjahr bis in den Herbst sowie abwechslungsreich gestaltete Hecken. Nisthilfen und Überwinterungsquartiere wie Insektenhotel, Florfliegenkiste oder Hummelkasten bieten den Tieren ebenfalls Unterschlupf, ebenso ein "wildes Eck" mit Steinen, Schnittholz und Laub. Außerdem sollten die ersten Blattläuse im Frühjahr nicht bekämpft werden: Die Nützlinge brauchen sie, um sich schnell zu entwickeln.
Sind alle Schädlinge gefressen, müssen Gartenbesitzer keine Sorgen haben, dass nun ihre Pflanzen als Nahrung an der Reihe sind. Denn dann fressen sich die Nützlinge im Zweifelsfall selber auf − oder wandern ab. − dapd
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Redaktion Karin Polz Tel. 0851 / 802 363 E-Mail: karin.polz@pnp.de Anzeigenverkauf Mediaberater |