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Auf Tour im Hohen Atlas durfte sich PNP-Redakteur Ulrich Berger von den überragenden Offroad-Fähigkeiten des neuen Range Rover überzeugen. Es darf bezweifelt werden, dass ein Großteil der Kunden mit dem britischen Luxus-Liner (ab 89 100 Euro) jemals auf ähnlich strukturiertem Untergrund unterwegs sein wird.  − Fotos: LandRover

Auf Tour im Hohen Atlas durfte sich PNP-Redakteur Ulrich Berger von den überragenden Offroad-Fähigkeiten des neuen Range Rover überzeugen. Es darf bezweifelt werden, dass ein Großteil der Kunden mit dem britischen Luxus-Liner (ab 89 100 Euro) jemals auf ähnlich strukturiertem Untergrund unterwegs sein wird.  − Fotos: LandRover

Auf Tour im Hohen Atlas durfte sich PNP-Redakteur Ulrich Berger von den überragenden Offroad-Fähigkeiten des neuen Range Rover überzeugen. Es darf bezweifelt werden, dass ein Großteil der Kunden mit dem britischen Luxus-Liner (ab 89 100 Euro) jemals auf ähnlich strukturiertem Untergrund unterwegs sein wird.  − Fotos: LandRover


Schafhirten im Hohen Atlas müssen hart im Nehmen sein. In der hochalpinen, kreaturfeindlichen Geröllwüste im Nordwesten Afrikas haben sie jahraus, jahrein den Unbilden der Natur zu trotzen. Zäh, genügsam, in sich gekehrt sollte sein, wer auf fast 3000 Metern Höhe sein Leben fristet, fernab von allen Errungenschaften der Zivilisation, auf Du und Du nur mit den sturmumtosten Felsriesen, die sich 50 Kilometer südlich der marokkanischen Metropole Marrakesch abrupt aus der Ebene gen Himmel recken. Einen Menschen, der in diesem Umfeld zu Hause ist, wirft so schnell nichts aus der Bahn – möchte man meinen. Der ungläubige Blick, den dieser namenlose Hirte zur Schau trägt, als er in 2700 Metern Höhe auf einer Schotterpiste von einer Nobelkarosse zum Ausweichen genötigt wird, belehrt uns eines Besseren.



Information


MOTOREN & PREISE
3,0-Liter-V6-Diesel, 190 kW/258 PS, maximales Drehmoment 600 Nm bei 2000 U/min, 8-Stufen-Automatik, Beschleunigung 0-100 km/h in 7,9 Sekunden, Vmax 209 km/h, Durchschnittsverbrauch 7,5 l/100 km, CO2-Ausstoß 196 g/km, Preis ab 89 100 Euro.

4,4-Liter-V8-Diesel, 250 kW/339 PS, maximales Drehmoment 700 Nm bei 1750 bis 3000 U/min, 8-Stufen-Automatik, Beschleunigung 0-100 km/h in 6,9 Sekunden, Vmax 217 km/h, Durchschnittsverbrauch 8,5 l/100 km, CO 2-Ausstoß 217 g/km, Preis ab 107 100 Euro.

5,0-Liter-Supercharged-V8-Benziner (Kompressor), 375 kW/510 PS, maximales Drehmoment 625 Nm bei 2500 bis 5500 U/min, 8-Stufen-Automatik, Beschleunigung 0-100 km/h in 5,4 Sekunden, Vmax 250 km/h, Durchschnittsverbrauch 13,8 l/100 km, CO2-Ausstoß 322 g/km, Preis ab 113 600 Euro.

Mit dem neuen Range Rover – Einstiegspreis schlappe 89 100 Euro – bahnen wir uns den Weg in einem Terrain, das für gewöhnlich Tieren der Wildnis vorbehalten ist − und Schafhirten eben. Von Grund auf neu entwickelt hat der 4 x 4-Spezialist, "very britischer" Liebling der Royals und verlässliches Arbeitstier von Abenteurern, denen befestigte Straßen oder gar Asphalt suspekt sind, jenes SUV, das zweifellos auch mehr als 40 Jahre nach dem Verkaufsstart als Referenzgröße im Segment der Luxus-Geländewagen gilt.

Der Duft von feinem Leder empfängt einen hier. Der Blick fällt auf hochwertige Hölzer oder Metalleinlagen.

Der Duft von feinem Leder empfängt einen hier. Der Blick fällt auf hochwertige Hölzer oder Metalleinlagen.

Der Duft von feinem Leder empfängt einen hier. Der Blick fällt auf hochwertige Hölzer oder Metalleinlagen.


Aber machen wir uns nichts vor: Der Off-Road-Parcours hier in den Hochgebirgsregionen Marokkos taugt zwar bestens für Marketingzwecke und unterstreicht durchaus eindrucksvoll, was auf/mit vier Rädern machbar ist (unglaublich viel!) − mit dem realen Leben der Zielgruppe hat er wenig bis gar nichts zu tun. Wer mehr als 100 000 Euro für ein SUV hinblättert – der Luxus-Liner der Briten mit 510 PS ist ab 113 600 Euro zu ordern, der verirrt sich nicht in die reale Wildnis, sondern liebt das Show-Cruisen im urbanen Dschungel, vorzugsweise vom angesagten Coiffeur durch die Meile mit den hippen Boutiquen hin zu den anderen "must haves" der sehr gut Betuchten, dem schnuckligen Edel-Bistro etwa oder dem "Die-Linguine-al-Salmone-sind-hier- einfach-himmlisch-Italiener".

Die vierte Generation ist wieder fast fünf Meter lang, aber mit 1,83 Metern zwei Zentimeter flacher als bisher.

Die vierte Generation ist wieder fast fünf Meter lang, aber mit 1,83 Metern zwei Zentimeter flacher als bisher.

Die vierte Generation ist wieder fast fünf Meter lang, aber mit 1,83 Metern zwei Zentimeter flacher als bisher.


Vom Kleingeld einmal abgesehen: Den Range Rover muss man mögen. Am kantig-kastigen Erscheinungsbild des Premium-SUV hat die Design-Abteilung der Briten durchaus erfolgreich gefeilt. Das Flaggschiff trägt an Bug und Heck deutliche Züge des flotten Kreuzers Evoque – ist aber eben immer noch ein Flugzeugträger unter den Straßenschiffen. Dabei haben die Ingenieure mit der Monocoque-Karosserie aus Aluminium respektable 180 Kilo gegenüber einer vergleichbaren Stahlkonstruktion eingespart. Alle Gewichtsoptimierungen in der neuen Modellgeneration des Range Rover summieren sich gar auf 420 Kilo. Dennoch: Das SUV ist und bleibt ein dicker Pott, der dem Fahrwind die Stirn zu bieten gedenkt – auch wenn die neue Generation mit einem cW-Wert von 0,34 die beste Aerodynamik seit Markteinführung des Range zu bieten hat.

Freilich: Wer auf den Range Rover steht, schielt weder auf Windschnittigkeit noch auf Verbrauch – vielmehr auf die konservative Noblesse, die Land Rover mit dem Edel-Geländewagen zweifellos verströmt. Mag die Auffahrt zum Luxus-Anwesen noch so steil und unwegsam sein, das wirklich innovative Terrain-Response-System, das ohne Zutun des Kapitäns das Schiff durch alle Gelände-Untiefen und Riffe sicher in den Heimathafen bugsiert, wird die Kaufentscheidung vermutlich nur nachrangig beeinflussen. Zum tiefen Griff in die Schatulle motivieren da eher Raumangebot, Wertanmutung, Komfort und Fahreigenschaften in Küstengewässern, sprich auf ganz normalen Straßen. Und mit all dem kann der Range Rover – dem Kaufpreis angemessen − ordentlich wuchern.

Stichwort Raumangebot: Der um 42 Millimeter verlängerte Radstand des fünf Meter langen SUV ist von Land Rover komplett zur Optimierung der Beinfreiheit auf den Rücksitzen genutzt worden, freilich ohne den Passagieren auf den Vordersitzen Einschnitte im Komfort zuzumuten.

Stichwort Wertanmutung: Edle Hölzer, feinstes Leder, aufwendig verarbeitete Metalle dominieren den Innenraum. Gerade mit der gegerbten Tierhaut gehen die Innenausstatter mehr als verschwenderisch um, nahezu auf allen sichtbaren Flächen des Interieurs findet sich das hochwertige Material.

Stichwort Komfort: Die Top-Varianten des neuen Range Rover sind mit Vordersitzen bestückt, die sich 20-fach verstellen lassen und den Passagieren auf Knopfdruck eine Rückenmassage angedeihen lassen. Auch die Sitze im Fond sind bei den Topmodellen mit elektrisch verstellbaren Lehnen und Lendenwirbelstützen ausgestattet.

Stichwort Fahreigenschaften: Dass die 510 PS des 5,0-Liter-V8-Kompressors selbst einem dicken Pott komfortablen Vortrieb verschaffen, muss nicht eigens betont werden. Aber auch die 258 Pferdestärken im neuen 3,0-Liter TDV6-Dieseltriebwerk verhelfen dem Schiff zu einer ganz ordentlichen Bugwelle. Und damit die beim neuen Range Rover nicht störend rauscht, haben sich die Ingenieure bei der Abschottung des Innenraums gegen Geräusche mächtig ins Zeug gelegt. Die Motorlager verfügen über eine doppelte Isolierung, Windschutzscheibe und die Verglasung der Türen über eine spezielle Akustikbeschichtung. Wer auf hohem Niveau jammern will, könnte jetzt die fehlende "hörbare" Rückmeldung des Aggregats bemängeln… In der Tat: Der Range Rover vermittelt fast das Gefühl, in einem Elektrofahrzeug dahin zu schnurren.

Mit Elektroantrieb unterwegs zu sein, wäre natürlich eine ökologisch wesentlich sinnvollere Variante. Aber dafür ist die Zeit noch nicht reif. Bis es so weit ist, möge sich der, der es sich leisten kann, den Fahrspaß im Range Rover nicht vermiesen lassen – und in Kauf nehmen, dass marokkanische Schafhirten glauben, eine hochalpine Fata Morgana vor sich zu haben. Der neue Range Rover kann bereits bestellt werden, ab Januar 2013 steht er bei den Händlern.



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Dokumenten Information
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573341
Range Rover
Königlich auf Kraxeltour
Schafhirten im Hohen Atlas müssen hart im Nehmen sein. In der hochalpinen, kreaturfeindlichen Geröllwüste im Nordwesten Afrikas haben sie jahraus, jahrein den Unbilden der Natur zu trotzen. Zäh, genügsam, in sich gekehrt sollte se
http://www.pnp.de/nachrichten/ratgeber/auto_und_motor/neuvorstellungen/573341_Koeniglich-auf-Kraxeltour.html
2012-11-02 19:02:00
http://www.pnp.de/_em_daten/_ngen/2012/11/02/teaser/121102_1901_29_38081554_group2_24_10_001_teaser.jpg
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