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"Wir spielen gern zusammen, wir spielen gut zusammen, wir scheißen uns nix: Es muss halt a Gaudi sein." Der Straubinger Klarinettist von Flez Orange, Matthias Klimmer, erklärt "Moderne Volksmusik".  − Foto: privat

"Wir spielen gern zusammen, wir spielen gut zusammen, wir scheißen uns nix: Es muss halt a Gaudi sein." Der Straubinger Klarinettist von Flez Orange, Matthias Klimmer, erklärt "Moderne Volksmusik".  − Foto: privat

"Wir spielen gern zusammen, wir spielen gut zusammen, wir scheißen uns nix: Es muss halt a Gaudi sein." Der Straubinger Klarinettist von Flez Orange, Matthias Klimmer, erklärt "Moderne Volksmusik".  − Foto: privat


Das Gute am Konservieren ist: So schnell geht nix kaputt. Der Nachteil: Es schmeckt nach Konserve. Und weil der Effekt beim Dosengemüse derselbe ist wie in der Kunst, darum bemüht sich eine junge Generation von Volksmusikanten, über die Pflege des Vorhandenen hinauszugehen und der Tradition ihren ureigenen Beitrag hinzuzufügen. Selbsternannte "Bewahrer" von der Volksmusikpolizei, die das verbieten wollen, vergessen, dass es ohne Regelverstoß keine Entwicklung, damit keine Musikgeschichte und auch keine bayerische Volksmusik gäbe. Aber kann man aus der Tradition, auf deren Boden auch jeder Revoluzzer steht, wirklich ausbrechen?

Mit einem kraftvollen Ja beantwortet die Musik der Gruppe Flez Orange diese Frage, in der sich Kreative von Passau bis Straubing zusammengefunden haben und in der viele einen Prototyp "Moderner Volksmusik" sehen. Besetzt mit Klarinette, Geige, Akkordeon und Kontrabass unterscheidet Flez Orange von einer identisch besetzten Gruppe beim Hoagarten "eigentlich gar nix", sagt Matthias Klimmer, 1975 geborener Kopf von Flez Orange, der Jazzgitarre und Volksmusik mit Schwerpunkt Klarinette in Linz studiert hat. Es geht um das Wie: "Wenn eine traditionelle Gruppe Schmiss hat, dann ist das mit jedem anderen Stil kompatibel." Dank der einfachen Struktur und der wenigen Akkordstufen bietet sich Volksmusik zur Klangerweiterung geradezu an: Unübliche Akkorde, harmonische Rückungen, Chromatiken, synkopierte Rhythmen, Zitate aus anderen Stücken und Genres, mehrstimmiger Gesang, volksmusik- ferne Instrumente, neue Intros, Kompositionen auf geliehenen Melodien und so fort.

Klimmer kennt diese Tricks alle, mit der Ausbildung kam die Lust, das neue Potenzial in Musik umzusetzen − die Professionalisierung der Volksmusik ist ein Hauptgrund für die Entwicklung neuer Formen. Der zweite ist der Zugang zu Musik aller Kulturkreise: Zwiefacher, Tango, Klezmer, Volksmusiken anderer Völker gehören heute selbstverständlich zum Repertoire. "Es gibt keine Grenze", sagt Klimmer. "Außer volkstümliche Musik, die bescheißt die Leute, da werden die Musiker nach optischen Gesichtspunkten zusammengestellt."

Für Flez Orange war die Grenze erreicht, als die Innovation zum öden Standard wurde: "Plötzlich haben alle in den bayerischen Galopp die ,Kleine Nachtmusik‘ eingebaut." Mit Gewalt werden immer noch Stücke aufgebrochen, um Kreativität zu demonstrieren. Matthias Klimmer hat die Konsequenz gezogen: "Ich bin fast schon wieder Purist: Wenn ich Volksmusik spiele, versuche ich erst mal, die Melodie wiederzugeben." Das ist Tradition der zweiten Ordnung.

Wie sich das dann nennt, ist im Prinzip gleichgültig: Wer bewusst Regeln brechen will, spricht von Tradimix oder Volxmusik. Wer sich in der Tradition zu Hause fühlt, von Volksmusik. Den ganz klaren Unterschied gibt es nicht. Denn in Klimmers Worten: "Wenn das lustige Burschen und Mädels sind, dann halten die sich trotzdem nicht an die Regeln."Raimund Meisenberger



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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am




article
237198
Teil 9
Pfiat di, Tradition!?
Das Gute am Konservieren ist: So schnell geht nix kaputt. Der Nachteil: Es schmeckt nach Konserve. Und weil der Effekt beim Dosengemüse derselbe ist wie in der Kunst, darum bemüht sich eine junge Generation von Volksmusikanten, über die Pfl
http://www.pnp.de/nachrichten/kultur_und_panorama/volksmusik_serie/237198_Pfiat-di-Tradition.html
2011-10-07 18:57:00
http://www.pnp.de/_em_daten/_ngen/2011/10/07/teaser/111007_1857_29_33820077_dsc_4967_teaser.jpg
news




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