Die vier jungen Burschen von "Flashbeat" aus Arnstorf haben immer einen Plan B parat
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Aus "Beatflash" mach "Flashbeat": Nicht nur an ihrem Bandsticker haben Franz Grahammer (v.l.), Michael Hofmeister, Martin Eras und Lukas Frank die Schere angesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. | Flashbeat
Aus "Beatflash" mach "Flashbeat": Nicht nur an ihrem Bandsticker haben Franz Grahammer (v.l.), Michael Hofmeister, Martin Eras und Lukas Frank die Schere angesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. - Flashbeat
Endlich eigene Band-Sticker: Doch als Franz Grahammer (19/Gitarre), Michael Hofmeister (20/Bass), Martin Eras (20/Schlagzeug) und Lukas Frank (18/Gesang) die tausend bestellten Aufkleber genauer unter die Lupe nahmen, war die Begeisterung schnell verflogen. Statt des Bandnamens FLASHBEAT stand darauf BEATFLASH. Doch nach dem ersten Schock machten die vier aus der Not eine Tugend: "Wir haben einfach zur Schere gegriffen und die Aufkleber neu zusammengesetzt."
Noch so eine Geschichte erzählen sie: "Unsere Bandfotos wollten wir unter Wasser machen, haben extra eine Spezialkamera ausgeliehen", sagt Michael. "Aber als es so weit war, ging die einfach nicht." Also haben sie die Fotos über Wasser gemacht, dafür umso mehr rumgeblödelt. "Jetzt finden wir die Bilder fast besser, als wir sie uns vorgestellt haben", sagt Lukas.
Geht es um ihr Improvisationstalent, dann gehören Flashbeat schon jetzt zu den ganz Großen. Und auch musikalisch haben sie das Zeug dazu: Ein bisschen erinnert der Sound an die Red Hot Chili Peppers, sowohl der Gesang als auch die vielen Rhythmuswechsel. Aber auch Kasabian und Warpaint gehören zu den Vorbildern.
Hört man Flashbeat zu, ist kaum zu glauben, dass es die Band in dieser Formation erst seit heuer gibt − so eingespielt wie die vier live wirken. Allerdings kannten sich Franz und Michael schon vor Flashbeat, die beiden Wallersdorfer coverten mit einer Schülerband Rockklassiker. "Irgendwann wollten wir uns aber musikalisch weiterentwickeln und unser eigenes Ding machen", erklärt Michael. Mit Martin hatten sie dafür schnell den richtigen Schlagzeuger gefunden. Seit der 20-Jährige dazugestoßen ist, proben sie auch in dessen Elternhaus in Arnstorf (Lkr. Rottal-Inn).
Viel schwerer als die Suche nach dem Schlagzeuger ging die Jagd nach dem passenden Sänger. "Wir haben mit vielen Kandidaten geprobt, experimentierten auch einige Zeit mit einer Sängerin", erinnert sich Martin. Als sie schon mit Flyern und per Zeitung nach dem richtigen Mann suchen wollten, lernten sie auf einer Party Lukas kennen. Der 18-Jährige ist jetzt die Stimme der Band, er singt von verlorenen Freundschaften, Liebe, vom Auf und Ab im Leben. Und abwechslungsreich wie das Leben soll auch die Musik von Flashbeat sein. Genau das hat die vier auch für ihr Bandlogo inspiriert: ein Pfeil nach oben, ein Pfeil nach unten.
Die beiden Pfeile zieren auch die erste eigene CD von Flashbeat: "Sub Zero" heißt die Scheibe, auf die die vier mächtig stolz sind. An einigen Songs haben sie monatelang geschrieben, andere mussten ganz schnell gehen. "Kaum dass wir uns etwas eingespielt hatten, bekamen wir nämlich schon die ersten Anfragen", sagt Martin. "Unter anderem durften wir gleich auf dem heurigen Labertalfestival auftreten − und dafür mussten noch Songs her."
Jetzt steht die Band wieder vor einer Herausforderung: Lukas geht ein halbes Jahr für "Work And Travel" nach Australien. Flashbeat müssen erst mal ohne Sänger auskommen. "So lange machen wir einfach wieder mehr Instrumentalmusik", sagt Michael. "Und wenn im Frühling wieder Auftritte anstehen, ist Lukas eh schon wieder zurück." Sobald die vier dann wieder gemeinsam auf der Bühne stehen, wollen sie weiter ein Ritual pflegen: Sich vor dem Auftritt indianische Kriegsbemalung auf die Brust schmieren. Eine Kampfansage? "Nein, es sieht einfach funky aus", findet Martin, "und verrückt natürlich."
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