Eine E-Mail brachte die Deggendorfer Musiker von "La Mood" nach 16 Jahren Pause wieder zusammen
von Nina Kallmeier
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Auch als Trio sind Christoph Pauli (v.l.), Richard Geishauser und Andy Mack aus Deggendorf als "La Mood" unterwegs. | PNP
Auch als Trio sind Christoph Pauli (v.l.), Richard Geishauser und Andy Mack aus Deggendorf als "La Mood" unterwegs. - PNP
Emotional, klar und offen - so beschreiben die Deggendorfer Andy Mack, Richard Geishauser und Christoph Pauli den Sound ihrer Band "La Mood". Erst 2010 sind die mittlerweile in den Vierzigern befindlichen Mitglieder wieder als Band zusammengekommen. "Das war eine witzige Geschichte", sagt Gitarrist Richard Geishauser. Seine Frau sei Schuld, die habe ihm einen Verstärker geschenkt. Die alte E-Mail Adresse von Schlagzeuger Christopher Pauli hatte er noch - und so schrieb er ihm, einfach mal so. "Ich habe dann den Anstoß gegeben, uns als Band wieder zu versuchen, denn auch Andy war wieder in Deggendorf", erzählt Pauli.
Doch der Reihe nach: 1985 gründete sich "La Mood" in Deggendorf - als Quartett. "Wir haben uns in einer Kneipe getroffen. Andy schlug vor, eine neue Band zu gründen", erinnert sich Geishauser. Von Anfang an machten sie ihr eigenes Ding - mit eigenen Songs. Die Stimmung der Stücke einzufangen, das ist der Band bis heute das Wichtigste.
1994 trennten sich "La Mood". "Jeder von uns hatte Familie, entwickelte sich beruflich weiter. Wir haben die Musik immer nebenbei gemacht", erinnert sich Geishauser. Sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu gründen, das war damals kein Thema.
Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Seit 2010 stehen die Musiker wieder gemeinsam im Studio und auf der Bühne. "Moon by Soho" ist so zu sagen das Debütalbum des Trios. Vor fast genau einem Jahr kam es auf den Markt. Das Material stammt großteils aus einem Fundus an Stücken, die Andy Mack geschrieben hat.
Auch einige Lieder der "alten" Band sollten auf das neue Album. Drei Songs wurden dafür neu arrangiert, sechs sind brandneu. Das neue Arrangement hat nicht nur mit der veränderten Besetzung zu tun, auch die Musik selbst hat sich gewandelt. "Früher waren die Songs länger und verschachtelter. Heute haben sie mehr Struktur, sind eingängiger", beschreibt der Gitarrist die Entwicklung im Sound von "La Mood". Einige Spielereien seien aber auch einfach zu dritt nicht möglich.
Das soll jedoch nicht heißen, dass die Deggendorfer ihre Philosophie über Bord geworfen haben. "Auch wenn wir vielleicht nicht mehr ganz so kompromisslos sind wie früher, das Publikum sollte immer wieder auf einen kleinen Schlenker gefasst sein", verspricht Geishauser. An der Spielfreude habe sich nichts geändert. "Musik ist für uns Genuss, kein Konsumartikel", sind sich Mack, Geishauser und Pauli einig. Vom allgegenwärtigen Kommerzpop wollen sie sich ganz klar absetzen. Diese Freiheit können sie sich leisten, denn ohne Manager und Produktionsfirma sind sie ihre eigenen Herren.
Nach 14 Konzerten im vergangenen Jahr ist der Terminplan auch heuer wieder gefüllt. Ende des Jahres sollen die Aufnahmen für ein neues Album folgen. Die Inspiration für ihre Musik kommt aus dem Leben, denn das schreibt bekanntlich die besten Geschichten.
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