• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 27.05.2015



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...






Potsdam - Die ersten standen morgens um neun Uhr vor den Toren des Filmstudios Babelsberg. Eine Stunde vor Casting-Beginn waren es schon etwa fünf Dutzend - und dann kamen sie zu Hunderten.



Um als Komparsen in einem Film von Oscar-Preisträger George Clooney mitzumachen, drängten vor allem junge Männer am Samstag auf das Studiogelände in Potsdam. Ungeachtet klirrender Kälte und Clooneys Abwesenheit reihten sie sich geduldig in die Schlange, um bei "The Monuments Men" mit dabei zu sein. Insgesamt bewarben sich 3500 Menschen - darunter auch Kinder.

"Ich fände es ganz cool, wenn ich bei so einem großen Film zu sehen wäre", sagt Jura-Studentin Nadine Gerstenkorn. Die 21-jährige Blondine ist mit Freundin Jana (21) und Freund Michael (24) gekommen. Vor allem er dürfte Chancen haben, bei Clooneys Film mitzumachen. Denn die Berliner Castingagentur "Filmgesichter" sucht vor allem Männer zwischen 18 und 50 Jahren. In dem Film, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges spielt, soll es Massenszenen mit Soldaten geben.

"Wir brauchen zwischen 5000 bis 8000 Komparsen", erklärt Studiosprecher Eike Wolf. Babelsberg produziert das Projekt mit Clooney, der auch Regisseur ist. "Militärische Erfahrungen" seien von Vorteil. Ein entsprechender Vermerk ist auf dem "Darstellerbogen" zu finden, den die Interessenten ausfüllen müssen. "Es gibt auch kleinere Motive, bei denen auch Komparsen deutlicher zu sehen sind", sagt Wolf.

Auf so eine Rolle hofft Erik Winkel aus Frankfurt (Oder). Der 22-Jährige will zum Film. Bühnenerfahrung habe er bereits, sagt er stolz. Seine dunkelblonden kinnlangen Haare hält er mit einem Haarreif aus dem Gesicht. Laut Castingagentur müssen die Komparsen zu einem Fasson-Haarschnitt der 40er Jahre bereit sein. "Kein Problem", sagt Winkel. "Die können mit meinen Haaren machen, was sie wollen, so lange ich in den Film komme."

Ob das der Fall ist, bleibt zunächst offen. Nach einem Foto im Studio werden die Bewerber nach Hause geschickt. "Angesichts der Castings-Shows im Fernsehen erwarten die Menschen sofort eine Entscheidung - aber das geht bei uns nicht so", erklärt Dennis Becker, zuständig für das Komparsen-Casting. Die Rollenbesetzung beginne, wenn die Daten der Bewerber im Computersystem verarbeitet seien. "Wir melden uns ab sofort - aber man muss etwas Geduld haben."

Becker zeigte sich sehr zufrieden mit dem Casting: Wie gewünscht, waren etwa 80 Prozent der Bewerber männlich. Aber auch Frauen waren willkommen - allerdings nur ohne künstliche Fingernägel, auffällige Solarienbräune und Piercings oder sichtbare Tattoos. Neben den neuen Interessenten verfügt die Agentur über eine gute Datenbank: So führte "Filmgesichter" auch bei dem Groß-Casting 2008 für das Kriegsdrama "Inglourious Basterds" von Kult-Regisseur Quentin Tarantino Regie.

Angesichts dieses Personalpools gehen Agentur und Studio davon aus, dass kein weiteres Casting nötig ist, um den Film zu besetzen. "Außerdem nutzen viele Interessenten unser Angebot, sich online oder bei den wöchentlichen Castings zu bewerben", erläutert Becker.

Anfang März sollen die Dreharbeiten für den Film von Clooney starten, der dafür auf dem Potsdamer Studiogelände ein eigenes Büro hat. Gedreht wird vor allem in Berlin und Brandenburg, aber wohl auch in Sachsen-Anhalt, wo der Hollywood-Star bei einer Motivsuche im Harz gesichtet wurde. Am Set werden auch Stars erwartet wie Matt Damon ("Bourne Identity"), Cate Blanchett ("Aviator") oder Daniel Craig ("James Bond").








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2015
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2015
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
641838
Clooney nah sein - Schlangestehen für Komparsen-Job
Potsdam - Die ersten standen morgens um neun Uhr vor den Toren des Filmstudios Babelsberg. Eine Stunde vor Casting-Beginn waren es schon etwa fünf Dutzend - und dann kamen sie zu Hunderten. Um als Komparsen in einem Film von Oscar-Preisträger Ge
http://www.pnp.de/nachrichten/kultur_und_panorama/panorama/641838_Hunderte-bewerben-sich-als-Komparsen-fuer-Clooney-Film.html?em_cnt=641838
2013-01-27 13:26:33
http://www.pnp.de/_em_daten/_dpa/2013/01/26/teaser/130126_1651_jpeg_148474004265b22e_20130126_img_40334958_original.large_4_3_800_360_0_2562_1654_teaser.jpg
news





Anzeige





In der Brandruine in Schneizlreuth sind nun die Ermittler am Werk. Sie sollen klären, wie es zu dem verheerenden Feuer mit sechs Toten gekommen ist. − Foto: dpa

"Sechs Tote – das ist auch für uns ungewöhnlich", sagte der Pressesprecher des...



Nach dem Volksfest-Abend in Simbach wurde eine junge Frau überfallen. − Foto: Geiring

Eine 26-jährige Frau ist am frühen Montagmorgen auf dem Heimweg von der Simbacher Pfingstdult von...



Im Museum Moderner Kunst in Passau fand 1998 eine Andy-Warhol-Ausstellung statt. Nach dem Besuch malten die Schülerinnen ihre Lehrer im Stil des Künstlers.

Was für ein Bekenntnis: "Ich bin nicht gerne in die Schule gegangen", sagt Schwester Vestina...



In einen dieser Kamine ist der Vermisste gestürzt. − Foto: Claudia Winter

Eine umfangreiche Suchaktion inklusive Bergwacht und Polizeihubschrauber spielte sich seit dem Abend...



 - Foto: dpa

Im Landkreis Rottal-Inn herrscht Fassungslosigkeit. Sechs Mitarbeiter der Firma Lindner aus Arnstorf...





Erwin Huber − Foto: Birgmann

Wissenschaftler in Deutschland diskutieren die Abschaffung des Bargelds. Zu Recht...



Für einen "Irrglauben" hält Bischof Oster die Meinung, ein Nachgeben der Kirche bei Reizthemen könne Positives bewirken. − Foto: Thomas Jäger

Ein Jahr nach der Amtseinführung von Bischof Stefan Oster grummelt es in Teilen des Bistums Passau...



−Symbolfoto: dpa

Ein Wildtierexperte des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) hat am Freitag vergangener Woche in...



−Symbolbild: dpa

Das Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" mit seinem Wirkstoff Glyphosat ist ein weltweiter Bestseller...



Über Gleichberechtigung diskutierten: Fensterlkönig-Initator Niko Schilling (von rechts), Gender-Forscherin Dr. Joanna Rostek, der ehemalige Vorstand des Bayernbund Stefan Dorn, Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag, die Vorsitzende der Passauer Goldhauben Bernadette Podolak, Strafrechtsprofessor Dr. Holm Putzke, die ehemalige Frauenbeauftragte der Universität Prof. Dr. Carola Jungwirth und Moderator Dr. Achim Dilling. − Fotos: Ruge

Es sollte ein Spaß-Wettbewerb beim Campus-Fest der Uni Passau werden. Doch nach dem Vorwurf der...





Vor der Firmenzentrale der Lindner Group in Arnstrof brennen am Montag dutzende Kerzen. Foto: Roland Binder

In diesem Jahr begeht die Firma Lindner aus Arnstorf (Landkreis Rottal-Inn) ihr 50-jähriges Bestehen...



 - Foto: dpa

Im Landkreis Rottal-Inn herrscht Fassungslosigkeit. Sechs Mitarbeiter der Firma Lindner aus Arnstorf...



− Foto: Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

Erstmals seit 1994 wurde im Bayerischen Wald ein frei lebender Wolf nachgewiesen...



Das Warten an der roten Ampel in San Diego hat sich für Julia gelohnt. Die zufällige Bekanntschaft mit Professor Jonathan Michelon, der Gastschüler in Vilshofen war, hat ihr ein Praktikum an seinem College in Dallas beschert.

Die ungewöhnlichsten Geschichten schreibt das Leben selbst. Eine davon hat Jonathan Michelon...



Erwin Huber − Foto: Birgmann

Wissenschaftler in Deutschland diskutieren die Abschaffung des Bargelds. Zu Recht...