

Paris - Orient und Okzident wollte Giorgio Armani (78) in seiner Haute-Couture-Schau für Frühjahr/Sommer 2013 in Paris verbinden. So zumindest war es für Dienstagabend angekündigt. Jeder Schnitt schien perfekt, jede Naht tadellos, doch blieb das Thema seltsam in der Schwebe.
Der Meister der italienischen Mode hatte ausnahmsweise ein wenig zu üppig gemixt. Armani schickte raffinierte Bustierkleider mit mehrlagigen Röcken zu Jacquardhosen über den Laufsteg sowie in abstrakten Geometrien schillernde Hosenanzüge. Daneben gab es elegante Kostüme in silbrigem Beige mit schmalen, nach Art eines Akkordeons plissierten Röcken sowie leuchtend rote Kombinationen mit Kurzarmblusen und knielangen Haremshosen.
Der teils indianisch anmutende Schmuck und die an einen marokkanischen Fez erinnernde Kopfbedeckung schienen nicht ganz zu passen. Armanis Stargästen wie den Schauspielerinnen Uma Thurman und Hilary Swank in der ersten Reihe gefiel es offenkundig. Sie suchten wahrscheinlich schon unter den Modellen ein Outfit für die Oscar-Verleihung heraus.
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