Berlin - Regisseurin Margarethe von Trotta ("Rosa Luxemburg", "Rosenstraße") erzählt in ihrem aktuellen Film von einem Wendepunkt im Leben der deutsch-jüdischen Philosophin Hannah Arendt.
Als der Kriegsverbrecher Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem vor Gericht gestellt wird, berichtet die Emigrantin in einer Serie von Artikeln über den Prozess gegen einen Mann, der ihr nicht wie ein Monstrum, sondern wie ein erschreckend gewissenloser Befehlsempfänger vorkommt. Hauptdarstellerin Barbara Sukowa, die seit vielen Jahren für Margarethe von Trotta vor der Kamera steht, verkörpert die Frau, die trotz heftiger Anfeindungen ihren Standpunkt verteidigt. Sie spielt die vielbewunderte historische Figur glaubwürdig und ohne falsche Ehrfurcht.
(Hannah Arendt, Deutschland 2012, 113 Min., FSK ab6, von Margarethe von Trotta, mit Barbara Sukowa, Axel Milberg, Julia Jentsch, Michael Degen)
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