• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 25.10.2014

Ostbayern

Heute: 11°C - -4°C

präsentiert von:


Login

   Jetzt registrieren!   Passwort vergessen?




Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




09.11.2012  |  15:39 Uhr

Russlands erstes Jüdisches Museum wirbt für Toleranz

Lesenswert (1) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Moskau - Die zu Sowjetzeiten lange unterdrückten Juden feiern selbstbewusst in Moskau ihr erstes Jüdisches Museum und Zentrum für Toleranz - das größte im postkommunistischen Raum.



Kremlchef Wladimir Putin, der einst ein ganzes Monatsgehalt spendete, um dem Projekt auf die Sprünge zu helfen, fehlt zwar bei der Eröffnung. Aber er lobt in einem Grußwort den Beitrag für den Dialog in der multiethnischen Gesellschaft.

An diesem Freitag, als Deutschland der Reichspogromnacht von 1938 gedenkt, rufen die russischen Juden zu friedlichem Miteinander auf - auch weil in Moskau und anderswo immer wieder Rechtsextreme auf den Straßen marschieren. "Für uns ist heute das wichtigste Ziel, so zu leben, dass wir einander nicht stören", sagt der Präsident der Föderation der jüdischen Gemeinschaften Russlands, Alexander Boroda.

Jeder sei hier eingeladen, seine Geschichte zu erzählen. Die von Sponsoren und reichen Juden für einen zweistelligen Millionenbetrag inszenierte Ausstellung bietet ein 4D-Kino und viele Flächen, die wie ein iPad beim interaktiven Lernen helfen. In der rund 9000 Quadratmeter großen Backsteinhalle des legendären Architekten Konstantin Melnikow dreht sich nun alles um jüdisches Leben in Russland und seine Geschichte.

"Es geht hier um soziales Lernen. Das alles soll Spaß machen, auch wenn alles wissenschaftlich fundiert und das Thema sehr ernst ist", sagt der US-Ausstellungsdesigner Ralph Appelbaum. So etwas gebe es bisher nicht in Russland. Überall flimmern auf Bildschirmen und Leinwänden bewegte Bilder vom Zweiten Weltkrieg, von Zeitzeugen, die sich an die Judenverfolgung durch die Faschisten erinnern und mit Aufnahmen vom Leben einfacher Juden.

Das alles gibt es inmitten spektakulärer Installationen etwa eines T-34-Panzers und eines Flugzeugs. Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew hat eigens historische Dokumente für die Schau freigegeben, wie die Organisatoren mitteilen. Der Sprecher der Moskauer Jüdischen Gemeinde, Boruch Gorin, erinnert bei einem Rundgang daran, dass Juden unter Sowjetdiktator Josef Stalin Opfer von blutigem Staatsterror wurden und auch oft nicht einmal studieren durften.

Auch das Aufatmen nach dem Zerfall der Sowjetunion, als viele russische Juden nach Deutschland und Israel flohen, erwähnt Gorin in diesem ehemaligen Fahrzeugdepot aus den 1920er Jahren. Die zuletzt übergangsweise als Kunstmuseum genutzte Halle war schon vor längerer Zeit von der Stadt Moskau der Jüdischen Gemeinde übergeben worden.

Viele der benachbarten Gebäude werden bereits von jüdischen Institutionen genutzt. Es gibt eine Schule und eine Universität, eine Suppenküche sowie ein Gesundheitszentrum. Dies alles dient nach Gemeindeangaben auch dem Ziel, den Zehntausenden Juden in Europas größter Stadt wieder eine echte Zukunft zu bieten.

Bislang sah sich Russland von Menschenrechtlern eher dem Vorwurf ausgesetzt, bei der Aufarbeitung zum Beispiel der Stalin-Diktatur zu versagen. Unter Leitung des Deutsch sprechenden Direktors Simon Hewitt sollen hier nicht allein der Holocaust oder das Leid zu Sowjetzeiten im Mittelpunkt stehen, sondern die optimistischen Einblicke in jüdisches Leben mit ihren Festen und Bräuchen.

Zu der Begegnungs- und Erinnerungsstätte gehören auch ein Kindermuseum, Wechselausstellungen und ein Zentrum für jüdische Studien sowie ein Café. Zwar mussten die Initiatoren wegen der Finanzkrise und wegen des Denkmalschutzes Abstriche von ihren ursprünglich größeren Bauplänen machen. Das Museum werde sich aber auch künftig weiter entwickeln, verspricht Hewitt.








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2014
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2014
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
579318
Russlands erstes Jüdisches Museum wirbt für Toleranz
Moskau - Die zu Sowjetzeiten lange unterdrückten Juden feiern selbstbewusst in Moskau ihr erstes Jüdisches Museum und Zentrum für Toleranz - das größte im postkommunistischen Raum. Kremlchef Wladimir Putin, der einst ein ganzes M
http://www.pnp.de/nachrichten/kultur_und_panorama/panorama/579318_Russlands-erstes-Juedisches-Museum-wirbt-fuer-Toleranz.html
2012-11-09 15:39:12
http://www.pnp.de/_em_daten/_dpa/2012/11/09/teaser/121109_1453_jpeg_1482d20058548946_20121109_img_39241238_original.large_4_3_800_0_0_2732_2048_teaser.jpg
news







Anzeige





. - Symbolfoto: dpa

Ein 19-Jähriger Pfarrkichner ist in der Nacht zum Samstag im Stadtgebiet von Pfarrkirchen (Landkreis...



Ein 26-Jähriger Autofahrer aus dem Raum Dingolfing ist in in der Nacht zum Samstag auf der B388 gegen einen Baum geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er aus dem Wagen geschleudert und von einem nachfolgenden Fahrzeug überrollt. Er schwebt laut Polizei in Lebensgefahr. - Foto: fib/DG

Ein 26-Jähriger aus dem Raum Dingolfing ist bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zum Samstag...



3,6 Millionen Euro Festzuschuss hat Burghausen für die Investitionen zur Landesgartenschau vom Staat bekommen. 400000 zu Unrecht, stellte das Verwaltungsgericht in München fest. Dazu addieren sich Strafzahlungen und Zinsen. Das Foto zeigt den Wegebau im heutigen Stadtpark mit dem entstehenden Spielgebirge im Hintergrund. − Foto: Wetzl

Das Verwaltungsgericht München hat eine Klage der Stadt Burghausen gegen eine Zahlungsaufforderung...



Fußball-Weltmeister Manuel Neuer hat sich von seiner langjährigen Lebensgefährtin Kathrin Gilch getrennt. − Foto: dpa

Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer (28) und seine langjährige Freundin Kathrin Gilch haben sich...



Auf der Straße vor dem Eingang zur Discothek kam es zur Auseinandersetzung. Die Polizei prüft nun, wie weit ein Sicherheitsdienstmitarbeiter vom Geschehen entfernt war und ob er hätte eingreifen können. − Foto: Seidl

"Meinem Sohn hat keiner geholfen." Diesen Vorwurf erhebt ein 49-Jähriger aus der Gemeinde Grainet...





Rund 40 Frankenrieder waren in die Gaststube des ehemaligen Hotels Himmelsblick gekommen und diskutierten hitzig über das weitere Vorgehen.

Entweder die Frankenrieder kaufen sein Hotel oder er werde es der Regierung von Niederbayern als...



Die Pension Schwalbenhof in Frankenried wollte der Privatinvestor Josef Haberstroh kaufen, um sie an die Regierung Niederbayern als Asylbewerberunterkunft zu vermieten – ein lukratives Geschäft. Immobilieninhaber Christian Lintl hatte Bedenken und sagte den Verkauf in letzter Minute ab. − Fotos: Niedermaier

Weil die Regierung für Asyl-Unterkünfte gut zahlt, interessieren sich Investoren verstärkt für alte...



Ein Blick auf den Baumarkt-Parkplatz in Hauzenberg am Mittwoch Mittag. So ähnlich sah es auch am Dienstag Mittag dort aus. Ein Rentner parkte eine Fahrerin derart zu, dass sie nicht aussteigen, nicht vor- und zurückfahren konnte, offenbar als "Strafe" dafür, dass sie auf der riesigen und fast leeren Teerfläche aus seiner Sicht nicht korrekt geparkt hatte und mit ihrem Parkmanöver zwei Plätze in Anspruch genommen hatte. Zehn Minuten war die Fahrerin in ihrem Lupo gefangen. Erst dann fuhr der 79-Jährige weg und ließ die Frau frei. − Foto: Riedlaicher

Ein äußerst skurriler Fall von "Kampfparken" hat sich diese Woche auf dem fast leeren Parkplatz des...



−Symbolbild: dpa

Es war ein schockierender Moment für die Teilnehmer eines Jugend-Camps für Mountainbikefahrer am...



−Symbolfoto: dpa

Der Dieselmotoren-Hersteller Hatz mit Sitz in Ruhstorf (Lkr. Passau) verlagert Teile seiner...





Das maßstabsgetreue Stadtmodell war zur Diskussion über den Bebauungsplan im großen Sitzungssaal aufgebaut. In der Mitte: Das Hochhaus gegenüber der Stadthalle I. − Foto: Binder

Wichtige Weichenstellung für die Deggendorfer Stadtentwicklung: Mit nur einer Gegenstimme hat der...



Das Beweisfoto – etwas unscharf zwar und verwackelt, doch Alois Klinginger (kl. Foto), der "FC Bayern-Lois", samt Roller vor der Alllianz-Arena sind zu erkennen. − Fotos: Simon/Seidl

Diese Schmach wollte der "FC-Bayern-Lois" nicht auf sich sitzen lassen: Wie berichtet ist der...



Die Pension Schwalbenhof in Frankenried wollte der Privatinvestor Josef Haberstroh kaufen, um sie an die Regierung Niederbayern als Asylbewerberunterkunft zu vermieten – ein lukratives Geschäft. Immobilieninhaber Christian Lintl hatte Bedenken und sagte den Verkauf in letzter Minute ab. − Fotos: Niedermaier

Weil die Regierung für Asyl-Unterkünfte gut zahlt, interessieren sich Investoren verstärkt für alte...



−Symbolbild: dpa

Es war ein schockierender Moment für die Teilnehmer eines Jugend-Camps für Mountainbikefahrer am...



Zur Eröffnung am Freitagabend füllte sich das Technikhaus mit vielen Gästen. Die Club-Mitglieder zeigten stolz ihre Werkbänke und Pläne. − Foto: Pöschl

Die Kinder haben das Technikhaus in Deggendorf schon längst für sich in Besitz genommen: Seit Juli...