von Edith Rabenstein
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James Rizzi. − Foto: dapd
James Rizzi. − Foto: dapd
Der US-amerikanische Pop-Art-Künstler James Rizzi ist tot. Die Passauer Neue Presse führte 2007 anlässlich einer Ausstellung in der Galerie Livingart in Passau ein Interview mit dem Künstler, das wir aus diesem Anlass hier nochmals veröffentlichen (Erschienen am 23.10.2007 im Feuilleton der Passauer Neuen Presse).
Inwieweit sind Sie von den anderen Pop-Art-Künstlern wie Andy Warhol und Keith Haring, beide sind ja bereits tot, beeinflusst?
James Rizzi: Von Andy Warhol bin ich sicherlich beeinflusst. Ich war allerdings vor Keith Haring da, ich bin ja älter. Als Keith Haring kam, war ich mit meinen ersten Arbeiten schon in Galerien. Wir sind gute, enge Freunde geworden. Wir arbeiteten ja beide aus der Figur heraus. Wir hatten viele gute Diskussionen über Pop-Art, über Stil, über Farbe und verschiedene Dinge, die wir gemeinsam hatten. Ich denke, wir haben uns gegenseitig beeinflusst. Aber gerade für Pop-Art-Künstler war und ist es wichtig, ihren eigenen, besonderen Stil zu haben. Ich denke, mein Werk wird heute als sehr eigenständig erkannt und es unterscheidet sich sehr von den Werken Warhols, Harings oder anderer Pop-Art-Künstler.
Ihr Werk ist sehr geprägt von der Stadt, in der Sie geboren sind, in der Sie leben. Ist New York Ihr Lieblingsthema?
Rizzi: New York City hat einen sehr großen Einfluss auf mein Werk. Es ist die Stadt, in der ich lebe, in der ich meine Familie und meine Freunde habe. Sie ist immer wieder Bildthema. Die Häuser, die Straßenschluchten faszinieren mich ebenso wie die Menschen. Aber das Alltagsleben im Allgemeinen ist Thema meiner Bilder. Ich erzähle über Menschen in aller Welt. Mein Werk "Going There, Getting There And Coming Come" vom 2006 behandelt eine Reise um die Welt. Die Stadt Berlin ist ebenso Thema wie Barcelona, Kairo oder New York − und die Menschen, die dort leben.
Ihre Motive sind ja auch auf Tassen, Gläsern und Porzellan zu finden. Sie haben eine exklusive Serie mit der bayerischen Firma Rosenthal begründet. Gibt es da eine weitere Zusammenarbeit?
Rizzi: Ja, ich plane eine weitere Zusammenarbeit mit Rosenthal. Wir haben ein Fünf-Jahres-Projekt entworfen. Für jedes Jahr ein Thema, zum Beispiel Meer und Fische. Rosenthal ist sehr aufgeschlossen, hat eine Tradition in der Zusammenarbeit mit Künstlern und passt fantastisch zu meinem Werk.
Ihre Werke sind fröhlich, positiv. Leben Sie diese Botschaft auch, die gegen den Mainstream ist?
Rizzi: Ich war vom Leben immer begünstigt, hatte wundervolle Eltern, habe eine große Familie, viele Freunde. Ja, ich lebe ein fröhliches und glückliches Leben. Warum sollte ich das nicht in meinem Werk reflektieren? Ich denke auch, dass Menschen in ihren Häusern und Wohnungen nicht traurige Dinge haben sollten. Sie leben schließlich mit der Kunst − Kunst soll ein Lächeln auf das Gesicht zaubern − das ist mir wichtig.
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