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31.01.2012

Übersteht Schlecker die Insolvenz?

Der vorläufige Insolvenzverwalter gibt der Drogeriekette und ihren Mitarbeitern noch eine Chance

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 Ehingen.



Die insolvente Drogeriekette Schlecker soll noch eine Chance bekommen − die einstige Milliardärsfamilie steht allerdings mit leeren Händen da. "Aus meiner Sicht gibt es einen guten Kern", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gestern am Stammsitz in Ehingen bei Ulm. Das Gros der unrentablen Filialen sei nun geschlossen. Anton Schlecker, der in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders mit dem Aufbau seines Drogerie-Imperiums startete, steht nach Aussagen des Insolvenzverwalters allerdings vor dem persönlichen Ruin.

 Dass Anton Schlecker für die Insolvenz gerade stehen muss, hängt Geiwitz zufolge mit der Unternehmensform "eingetragener Kaufmann" (e.K.) und der direkten Haftung zusammen. Deshalb müsse er praktisch auch eine Privatinsolvenz abwickeln, wie der vorläufige Insolvenzverwalter erklärte. Die Drogeriekette mit mehr als 6000 Filialen in Deutschland und rund 32 000 Mitarbeitern hatte vor einer Woche Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein kurzfristiger Zahlungsausfall in zweistelliger Millionenhöhe nicht aufgefangen werden konnte.

Am Stammsitz der Drogeriekette Schlecker in Ehingen bei Ulm hat jetzt der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (rechts) als "starker" vorläufiger Verwalter die gesamte Befugnis über das Vermögen von Firmengründer Anton Schlecker übernommen.  − Fotos: dapd/dpa

Am Stammsitz der Drogeriekette Schlecker in Ehingen bei Ulm hat jetzt der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (rechts) als "starker" vorläufiger Verwalter die gesamte Befugnis über das Vermögen von Firmengründer Anton Schlecker übernommen.  − Fotos: dapd/dpa

Am Stammsitz der Drogeriekette Schlecker in Ehingen bei Ulm hat jetzt der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (rechts) als "starker" vorläufiger Verwalter die gesamte Befugnis über das Vermögen von Firmengründer Anton Schlecker übernommen.  − Fotos: dapd/dpa


 Er verfüge nun über weitreichendere Befugnisse, um den Fortbestand der Drogeriekette zu sichern, sagte Geiwitz. Zunächst könnten die Mieten der Läden bezahlt werden, da das Amtsgericht Ulm ihn zum sogenannten "starken vorläufigen Verwalter" gemacht habe. Hoffnungen gibt es auch, dass die Lieferanten mitziehen. "Alle Lieferanten haben sehr schnell zu verstehen gegeben, dass sie ein großes Interesse am Weiterbestehen der Drogeriekette Schlecker haben", so Geiwitz.

 Eine finanzielle Erleichterung sei unter anderem das Insolvenzgeld, das durch die Sparkasse Ulm vorfinanziert worden sei: "Wir müssen allein in den nächsten zwei Monaten 100 bis 150 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern nicht bezahlen", sagte Geiwitz.  − dpa












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Dokument erstellt am 2012-01-31 02:20:18






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