Bayern heute in Basel − Vorstands-Trio bei der Mannschaft: "Es muss eine andere Gangart her"
Lesenswert (0)Von Christian Kunz und Klaus Bergmann

Wiedersehen: Letztmals trafen die Bayern in der Gruppenphase der Champions League 2010/11 auf den FC Basel: In der Allianz Arena leitet Franck Ribéry mit seinem Treffer einen 3:0-Erfolg ein. − F.: Imago
Wiedersehen: Letztmals trafen die Bayern in der Gruppenphase der Champions League 2010/11 auf den FC Basel: In der Allianz Arena leitet Franck Ribéry mit seinem Treffer einen 3:0-Erfolg ein. − F.: Imago
Beim FC Bayern ist Schluss mit lustig. Angespannt bezog die Rekordmeister-Reisegruppe am Dienstag Quartier in der Schweiz, wo man die Saisonziele nicht noch weiter gefährden will. "Es muss jetzt die letzte Warnung gewesen sein. Wir müssen es schnellstens hinkriegen, dass wir in jedem Spiel topkonzentriert und topmotiviert sind", forderte Torjäger Mario Gomez einen Tag vor dem Achtelfinal-Hinspiel an diesem Mittwoch beim FC Basel (20.45 Uhr/Sky und Sat.1). Gerade auswärts, wo nur vier der vergangenen zwölf Spiele gewonnen wurden, soll drei Wochen vor dem Rückspiel in München ein Sieg mit Signalwirkung her.

Zurück zur Flügelzange: Jupp Heynckes wird wohl Arjen Robben wieder in die Startelf beordern. − Foto: dpa
Zurück zur Flügelzange: Jupp Heynckes wird wohl Arjen Robben wieder in die Startelf beordern. − Foto: dpa
Die Bayern-Bosse sorgen sich um die Saisonziele. Nach dem 0:0 beim Tabellenletzten Freiburg hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Mannschaft zusammen mit Finanzvorstand Karl Hopfner und dem sportlichen Direktor Christian Nerlinger den Ernst der Lage verdeutlicht. Die genaue Wortwahl vor dem Spiel gegen die vom ehemaligen Münchner Heiko Vogel trainierten Schweizer verriet der Vorstandschef natürlich nicht. "Es muss eine andere Gangart her, das ist völlig klar", forderte Rummenigge. DassHeynckes begrüßt die Ansprache der Chefs gleich ein Chef-Trio auflief, sollte auch dem Letzten im Team die bedrohliche Situation verdeutlicht haben.

Von Trainer Jupp Heynckes wurde der bestimmte Auftritt von Rummenigge & Co. "begrüßt". "Ich denke, dass das Zusammenwirken aller Kräfte ganz wichtig ist", betonte er bei der Pressekonferenz im Hotels an der Messe in Basel. So komme man auch an dieser "Klippe" vorbei.
Das Team soll eine andere Einstellung zeigen, der Trainer ist aber ebenso gefordert, aus den erstklassigen Individualisten ein schlagkräftiges Kollektiv zu formen. Nur am Ausfall von Bastian Schweinsteiger dürfen die Rhythmusstörungen nicht festgemacht werden. "Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir jetzt engagiert und konzentriert spielen", betonte Rummenigge. Der Vorstandschef wünschte sich Leistungen wie bei den gefeierten Auftritten aus dem Herbst gegen Manchester City. und den SSC Neapel. Und auch Heynckes forderte, "dass wir hier so agieren müssen, wie wir das in den erfolgreichen Spielen gemacht haben". Klar, so der 66-Jährige, sei Freiburg ein "Rückschlag" gewesen. "Wir müssen mit solchen Spielen zurechtkommen und uns auf ein Ereignis wie am Mittwoch fokussieren", betonte Heynckes.
Doch warum sollte es ausgerechnet auswärts klappen? Wettbewerbsübergreifend haben die Münchner nur vier der vergangenen zwölf Spiele in der Fremde gewonnen. "Es gibt halt einen Unterschied zwischen Auswärts- und Heimspielen. Da wird die Mannschaft dran arbeiten müssen, dass auswärts auch die Punkte und Erfolge erzielt werden. Sonst werden wir unsere Ziele dieses Jahr nicht erreichen können", sagte Rummenigge.
Eine Niederlage beim Schweizer Meister würde die Situation weiter verschärfen. Zumal am"Werden unsere Ziele sonst nicht erreichen" Sonntag mit dem FC Schalke 04 der nächste Stolperstein droht. Groß ist auch der Respekt vor den Schweizern, denen der frühere Münchner Jugendcoach Vogel ein kluges Spielsystem gelehrt hat. Heynckes machte in der Champions League, in der Basel gar Manchester United rauswarf, eine "wunderbare Haltung" aus. Brisant ist auch das Duell mit dem künftigen Münchner Xherdan Shaqiri. "Ich gebe 100 Prozent für den FC Basel", versprach der Schweizer Nationalspieler.
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