Neuer Trainer will "an der Disziplin schrauben" − Froh, wieder in der Muttersprache kommunizieren zu können
Lesenswert (1)Von Alex Nöbauerund Franz Aichinger

Nach Engagements in Saudi-Arabien und Tunesien ist Reinhard Stumpf nun der neue starke Mann beim SV Wacker. Noch hat er sein neues Team nur auf Video gesehen, aber er hat bereits einige technische und taktische Dinge ausgemacht, die er verbessern will. − Foto: Butzhammer
Nach Engagements in Saudi-Arabien und Tunesien ist Reinhard Stumpf nun der neue starke Mann beim SV Wacker. Noch hat er sein neues Team nur auf Video gesehen, aber er hat bereits einige technische und taktische Dinge ausgemacht, die er verbessern will. − Foto: Butzhammer
Reinhard Stumpf ist neuer Chefcoach bei Fußball-Drittligist Wacker Burghausen. Zwar ist der Kontrakt noch nicht unterzeichnet − der Ex-Verein des 50-Jährigen, Club Sportif Sfaxien aus Tunesien, hat den Auflösungsvertrag noch nicht unterschrieben zurückgefaxt −, doch alle Details seien geklärt, versicherten beide Seiten im Rahmen einer Pressekonferenz gestern Nachmittag. Stumpf erhält einen Vertrag bis zum Saisonende plus beidseitiger Optionen.
Gute Ergebnisse desTeams beim Laktattest Ein Bild vom Team habe er sich noch nicht machen können, betonte Stumpf. Lediglich die letzten drei Spiele habe er sich auf Video angesehen. "Es ist eine intakte Mannschaft, die sich in einem guten physischen Zustand befindet", urteilt der gebürtige Hesse. Dies hätten auch die Ergebnisse des Laktattests vom Dienstag gezeigt. Sein Augenmerk werde er darauf legen, die Truppe technisch und taktisch besser aufzustellen, so Stumpf. "Auch an der Disziplin müssen wir schrauben." Da habe es den ein oder anderen unnötigen Platzverweis gegeben.
Auf sein neues Engagement an der Salzach freut sich der ehemalige Bundesliga-Trainer des 1.FC Kaiserslautern vor allem deshalb, weil er nun endlich wieder in seiner Muttersprache kommunizieren kann. "Eine meiner letzten Ansprachen in Tunesien hat 45 Minuten gedauert, aber der Übersetzer war nach zehn Minuten fertig", erzählte er.
Sobald mit seinem Ex-Klub alles geregelt ist, wird Stumpf an der Salzach einen Vertrag bis zum Saisonende unterschreiben. "Das heißt aber nur, dass wir uns ab 30. Juni besprechen werden. Es gibt einige Optionen im Vertrag. Wir werden uns nach der Saison zusammensetzen, um einen Weg zu finden, wie wir weiter zusammenarbeiten."
Der scheidende Präsident Hans Steindl zeigte sich zufrieden mit der Verpflichtung von Stumpf: "Wir wollen eine Stabilisierung, um eventuell in den nächsten zwei bis drei Jahren schauen zu können, was möglich ist. In der Liga ist sehr viel machbar." Gleichzeitig betonte Steindl aber auch, dass man bei vielen Punkten im Soll liege, so zum Beispiel beim guten 9. Tabellenplatz und der zurückgewonnenen Heimstärke. "Hier herrscht kein Chaos, kein Durcheinander und keine Unprofessionalität", sagte er angesichts der Querelen nach dem Abgang von Ex-Trainer Rudi Bommer.
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