Koalition bemüht sich um Frieden − Ex-Präsident Wulff im Krankenhaus: Nierenkolik
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Beim Sommerfest 2010 waren Bundespräsidenten-Kandidat Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt als Gäste im Garten des Schlosses Bellevue geladen. Bald sollen sie als Hausherren dort einziehen − trotz aller Diskussionen über ihre "wilde Ehe". − Foto: dpa
Beim Sommerfest 2010 waren Bundespräsidenten-Kandidat Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt als Gäste im Garten des Schlosses Bellevue geladen. Bald sollen sie als Hausherren dort einziehen − trotz aller Diskussionen über ihre "wilde Ehe". − Foto: dpa
Überraschend musste sich Ex-Präsident Christian Wulff wenige Tage nach seinem Rücktritt in der Nacht zu Mittwoch in ein Berliner Krankenhaus begeben. Wie zu erfahren war, soll es sich um eine Nierenkolik gehandelt haben. Das Präsidialamt teilte keine Details mit. Es hieß lediglich: "Das Bundespräsidialamt bestätigt, dass sich Bundespräsident a. D. Christian Wulff vergangene Nacht für wenige Stunden in ein Berliner Krankenhaus begeben musste. Einzelheiten werden mit Rücksicht auf die Privatsphäre nicht bekannt gegeben." Aus der Umgebung Wulffs hieß es, es gehe ihm gut. Am Mittwoch habe Wulff bereits wieder private Termine in Berlin wahrgenommen. Die Ärzte im Berliner Bundeswehrkrankenhaus hätten ihm Medikamente verschrieben. Auslöser der Beschwerden sei ein Nierenstein. Vor einem Jahr habe Wulff (52) schon einmal an ähnlichen Schmerzen gelitten.
Ehefrau Gerhild: Scheidung kein Thema Spitzenvertreter von CSU und FDP haben beim Politischen Aschermittwochs versucht, die Wogen nach dem Koalitionskrach um den designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck zu glätten. "Wir haben ja mit der Kandidatur von Herrn Gauck überhaupt keine Probleme, im Gegenteil, wir unterstützen das", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (CSU. Sein Kollege Patrick Döring von der FDP sagte: "Ich würde die Benennung um unser höchstes Amt im Staate nicht als Machtpoker bezeichnen."
In den Vortagen war Gauck wegen seines Privatlebens vereinzelt kritisiert worden. Er ist seit Jahren mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt zusammen. Nach den Worten von Gaucks Ehefrau gibt es keine Absprache zu einer möglichen Scheidung. Das berichtete die "Ostsee-Zeitung" aus Rostock. Gerhild Gauck sagte: "Warum wird das jetzt so wichtig?" Die Gesellschaft sei doch offen auch für andere Partnerschaften. "Guido Westerwelle ist Außenminister und wird von seinem Lebenspartner begleitet", sagte sie der Zeitung. Das Ehepaar Gauck lebt seit gut 20 Jahren getrennt. Das Paar hat vier Kinder. "Wir haben abgesprochen, dass wir zu Privatem nichts sagen. Jedenfalls nicht vor der Bundespräsidentenwahl", betonte sie.
Der Theologe Friedrich Schorlemmer äußerte derweil Bedenken gegen die Nominierung Gaucks. Kritik und Widerspruch gehörten nicht zu dessen Stärken, sagte Schorlemmer der "Leipziger Volkszeitung". "Gauck ist von Gauck überzeugt." Er könne überzeugend über Freiheit reden, müsse aber seine thematische Bandbreite erweitern. "Zur Freiheit gehört immer auch die Gerechtigkeit. Manche seiner Äußerungen über die Schwachen in unserer Gesellschaft empören mich geradezu." − dpa
Daniela Schadt (52), Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, wird Schirmherrin des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Das traditionelle Ehrenamt wird ihr am Donnerstag in Berlin von der früheren First Lady Bettina Wulff (38) übergeben. Schadt lädt bei einem Unicef-Aktionstag eine Gruppe von Juniorbotschaftern ins Schloss Bellevue ein...
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