Netzwerker des Expressionismus: August Macke wurde vor 125 Jahren geboren
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Wurde getötet im Ersten Weltkrieg: Maler August Macke. − Foto: dpa
Wurde getötet im Ersten Weltkrieg: Maler August Macke. − Foto: dpa
Vielleicht sind es die wunderbar leuchtenden Farben oder die idyllisch anmutenden Motive von Gärten, Familien und Flaneuren, die August Macke so begehrt machen. Die Werke voller Lebensfreude des expressionistischen Malers, der zeitweise dem "Blauen Reiter" angehörte, sind heute heiß begehrt. Vor 125 Jahren wurde Macke in Meschede im Sauerland geboren. Mit nur 27 Jahren kam Macke 1914 im Krieg in Frankreich ums Leben.
Macke, der in Köln aufwuchs, war wie kaum ein anderer ein Kunstnetzwerker des frühen 20. Jahrhunderts. "Er war eine ganz wichtige Mittlerfigur im avantgardistischen Kunstgeschehen vor dem Ersten Weltkrieg", sagt Klara Drenker-Nagels, Direktorin des Macke-Hauses Bonn.
Trotz seines frühen Todes hinterließ Macke ein riesiges Werk von fast 600 Ölgemälden, 600 Aquarellen und rund 9000 Zeichnungen und Skizzen. In der Bonner Nordstadt steht das Haus, in dem der Maler der "heilen Welt" seine produktivste Phase hatte. Er musste nur aus dem Fenster seines Ateliers in den parkähnlichen Garten schauen, um Motive zu finden.
Nach dem Tod von Mackes Frau Elisabeth 1978 interessierte sich niemand für das Haus. Erst seit Beginn der 90er Jahre ist das Haus mit dem Atelier als Museum zugänglich und wird heute von einer Stiftung getragen.
Sein Studium an der im Jahr 1904 noch rückwärtsgewandten Kunstakademie in Düsseldorf erfüllte Macke nicht, er hasste das "Kopieren von Gipsklamotten" und besuchte parallel Abendkurse an der Kunstgewerbeschule. Aufregender war auch der Kontakt zum Düsseldorfer Schauspielhaus, wo er bald schon Kostüme und Bühnenbilder entwarf.
Macke heiratete seine Jugendliebe Elisabeth und lebte ein Jahr (1910/11) mit ihr am Tegernsee. In Bayern lernte er auch Franz Marc kennen. Er beteiligte sich an zwei Ausstellungen des "Blauen Reiters", doch wurde er mit Kandinsky und dessen Streben nach Vergeistigung nie recht warm.
Pflichtschuldig zog Macke in den Krieg: "Das Grausigste was ein Mensch erleben kann", schrieb er an Elisabeth kurz vor seinem Tod. Er ist auf dem Soldatenfriedhof in Souain beigesetzt.D. Hülsmeier
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