So kann Jazz auch klingen: "The Sounds of Saalfelden" ist das Motto des 32. Internationalen Jazzfestivals von 25. bis 28. August − 31 Konzerte
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Klasse Gitarrist: Elliott Sharp.
Klasse Gitarrist: Elliott Sharp.
Seit mehr als 30 Jahren versteht sich das Jazzfestival Saalfelden als Bühne für das Experiment, für das Neue und Ungewöhnliche. Die Kombination aus zeitgenössischem Jazz und unberührter Bergwelt wird auch heuer wieder tausende Musikliebhaber in den österreichischen Pinzgau führen. Pünktlich zum letzten Augustwochenende wird "Jazz" bei insgesamt 31 Konzerten bereits zum 32. Mal in seinen verschiedensten Stilrichtungen präsentiert.
Musikalische Lautmalereien Das traditionelle Motto "The Sounds of Saalfelden" wird dabei neu interpretiert. Diesmal wurden die Sound-Assoziationen allerdings nicht über Illustrationen hergestellt, sondern über eine sehr schräge, typografische Darstellung von musikalischen Lautmalereien: "Tsching bumm", "Didl dum didl dey", "Humba humba humba tätärä". Dieses Konzept soll ein selbstironisches und humorvolles Bild vom experimentellen Jazzfestival Europas vermitteln.
Nachdem es bei den "Short Cuts" und auf der City-Stage schon am kommenden Donnerstag losgeht, eröffnet am Freitag traditionell ein Landsmann das Festival im Congresszentrum: Saxofonist Max Nagl präsentiert sein "Eight in one Saalfelden Octet". Das Matthew Shipp Trio widmet sich anschließend der Improvisationskunst, beim vietnamesisch-stämmigen US-Trompeter trifft "Free Funk" auf "Zen". Den ersten Abend beschließen die "Dead Kenny G’s", die im Trio Punk, Rock und Free Jazz aufeinander prallen lassen.

Punk, Rock und Free Jazz bieten die "Dead Kenny G’s" .
Punk, Rock und Free Jazz bieten die "Dead Kenny G’s" .
Das Programm am Samstagnachmittag beginnt mit dem "Chicago Sectet" des norwegischen Bassisten Ingebrigt Haker Flaten, dem wilde und freie "Vibrations of the Day" folgen, dargeboten von der türkischen Formation "Konstrukt" und dem amerikanischen Altsaxofonisten Marshall Allen. Vieldeutigkeit ist die Signatur des österreichischen Trompeters Lorenz Raab, der im Quartett mit u. a. Tubist Michel Godard Cool Jazz, Funk und akustischen Drum’n’Bass verbindet. "Trank Zappa Grappa in Varese?" nennt sich das belgisch-schweizerische Quartett, das das Abendprogramm mit "More Light" eröffnet. US-Saxofonist David S. Ware stellt dann seine aktuelle CD "Planetary Unknown" vor, bevor Gitarrist Elliott Sharp mit seiner Band "Terraplane" den Blues neu erfindet: "Electric Willie" nennt sich das mit Spannung erwartete Projekt.
Konzerte auf Almen und Marktplatz ohne Eintritt

Großer Free-Jazzer: David S. Ware.
Großer Free-Jazzer: David S. Ware.

Eröffnet das Abendprogramm am Samstag: das belgisch-schweizerische Quartett "Trank Zappa Grappa in Varese?" − Fotos: Jazzfest Saalfelden
Eröffnet das Abendprogramm am Samstag: das belgisch-schweizerische Quartett "Trank Zappa Grappa in Varese?" − Fotos: Jazzfest Saalfelden
Neben dem Programm auf der Hauptbühne laufen bereits ab Donnerstag die "Short Cuts" im Kunsthaus "Nexus". Auch auf der Bühne am Marktplatz sowie am Samstag und Sonntag auf bewirtschafteten Almen gibt es täglich zwei Auftritte. Alle Konzerte im Congresszentrum werden am überdachten Vorplatz auf Videoleinwand übertragen. Die Konzerte auf dem Marktplatz und auf den Almen kosten keinen Eintritt.
Sepp Schiller Nähere Informationen unter www.jazzsaalfelden.com oder Tel.0043/(0)6582/70660.
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