Temperatur sinkt auch in Deutschland weiter
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In Bukarest versammeln sich die Blumenverkäufer um offene Feuerstellen. − Foto: dpa
In Bukarest versammeln sich die Blumenverkäufer um offene Feuerstellen. − Foto: dpa
Offenbach/Kiew/Athen. Der scharfe Frost aus Osteuropa breitet sich immer weiter aus. Die Zahl der Menschen, die die Kälte nicht überleben, stieg auch gestern weiter an. Allein in der Ukraine starben bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad weitere zwölf Menschen den Kältetod. Vor allem Obdachlose traf es. Hunderte Menschen liegen mit Erfrierungen in Krankenhäusern. Die Behörden schlossen über 3200 Schulen − 400 000 Schüler hatten "kältefrei".
Bei Werten bis minus 29 Grad wurde in ganz Bulgarien die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Hinzu kam noch eine Grippewelle − an mehr als 450 Schulen fiel der Unterricht aus. Medien berichteten über mindestens acht Erfrorene seit dem Kälteeinbruch am Wochenende.
In Polen hat der Frost vielerorts Wasserrohre bersten lassen. So waren im oberschlesischen Kluczbork seit dem Morgen etwa 7000 Menschen ohne Wasser. Auch in Warschau mussten mehrere Siedlungen ohne Wasser auskommen. Nachdem bereits in den vergangenen Tagen zehn Menschen erfroren waren, wollte die Stadtverwaltung in der Nacht zum Mittwoch an mehr als 40 Haltestellen der Busse und Bahnen Feuerstellen zum Wärmen aufstellen.

In Moskau setzte sich gestern Eis an den Helmen der Polizisten fest, die die übliche Protestdemonstration der Opposition an jedem 31. des Monats auflösen sollten. − Foto: dapd
In Moskau setzte sich gestern Eis an den Helmen der Polizisten fest, die die übliche Protestdemonstration der Opposition an jedem 31. des Monats auflösen sollten. − Foto: dapd
Im Südosten Estlands wurde in der Nacht zum Dienstag mit minus 27,5 Grad eine neue Tiefsttemperatur dieses Winters gemessen. In der litauischen Hauptstadt Vilnius erfror erneut ein Mensch. In Lettland und Litauen forderten die Regierungen die Eltern auf, ihre Kinder zu Hause zu behalten. Die Temperaturen sollen in den kommenden Tagen weiter unter minus 30 Grad fallen.
Selbst am Mittelmeer krallte sich die sibirische Kälte fest. Im Norden Griechenlands sackte die Quecksilbersäule auf minus zwölf Grad. Zahlreiche Schulen in Mittelgriechenland blieben geschlossen. Viele Fähren fielen wegen stürmischer Winde in der Ägäis aus. In Athen herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt. In der Metropole, in der nicht zuletzt wegen der Finanzkrise 20 000 Menschen obdachlos sind, wurden Hallen geöffnet, damit diese Menschen Zuflucht finden können.
Auch in Deutschland wurde bei bis zu minus 16 Grad gebibbert. Und es soll noch kälter werden. Spätestens Freitag früh werde das Thermometer im ganzen Land zweistellige Minusgrade anzeigen, sagte der Deutsche Wetterdienst voraus. In den Nächten seien Werte um minus 20 Grad möglich − vor allem über Schneeflächen und bei klarem Himmel. Den frischen Schub an kalter Luft aus Russland schickt ein neues Hoch: "Dieter" löste "Cooper" ab.
Wohnungslosenverbände appellieren an Verantwortliche, großzügig mit Obdachlosen umzugehen. Der Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe, Thomas Specht, erinnerte die Kommunen an ihre gesetzliche Pflicht, Notunterkünfte in ausreichender Zahl bereitzustellen. Auch "Kälte-Busse" seien sinnvoll. In Deutschland leben etwa 22 000 Menschen auf der Straße, "Tendenz steigend". − dpa
Kathmandu. Mindestens drei Bergsteiger sind beim Abstieg vom Mount Everest ums Leben gekommen, darunter der 61-jährige Arzt Eberhard Schaaf aus Herzogenrath bei Aachen. Die anderen Opfer seien eine 33-jährige Kanadierin und ein 55-jähriger Chinese, teilte ein Sprecher des nepalesischen Tourismusministeriums mit. Gesucht wird ebenfalls seit Samstag ein nepalesischer Bergführer...
Ferrara/Modena. Das Erdbebengebiet im Norden Italiens kommt nicht zur Ruhe. Auch in der Nacht zum Montag erschütterten neue Erdstöße die Region Emilia Romagna. Die beiden schwersten Nachbeben am frühen Montagmorgen erreichten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa eine Stärke von 3,7 und 3,6. Insgesamt gab es mehr als hundert kleinere Nachbeben...
Abano Terme/Ruhstorf. Schwankender Boden, unheimlich dröhnender Lärm: Eine Reisegruppe aus Ruhstorf (Lkr. Passau) hat das Erdbeben in der Emilia Romagna hautnah erlebt − nur 50 Kilometer vom Epizentrum entfernt wurden die Niederbayern mitten in der Nacht vom Beben aus dem Schlaf gerissen. "Zunächst haben die Schranktüren lautstark gewackelt...
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