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pnp.de 26.11.2014

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Berichte aus Ihrer gedruckten Heimatzeitung


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Freitag, 07.11.



Passau  |  07.11.2014

Fünf Kreuze erinnern an die Gefallenen der Weltkriege

Nachdem sich der Beginn des Ersten Weltkrieges in diesem Jahr zum hundertsten Mal jährt, sind die Soldatenfriedhöfe wieder mehr in den Blick des öffentlichen Interesses gerückt. Die Idee, für gefallene Militärangehörige eigene Friedhöfe anzulegen, griff man in Europa erst mit diesem Krieg (1914 – 1918) auf...





Passau  |  07.11.2014

Besonderes und Kurioses gestern und heute

Der Grabstein der Gutsverwalterin Flora mit Figurine ist im Römermuseum in der Passauer Innstadt zu sehen.

Als letzter Baustein der Neukonzeption des Römermuseums im Kastell Boiotro in Passau liegt jetzt ein neuer Museumsführer vor. Stadtarchäologe und Museumsleiter Dr. Jörg-Peter Niemeier hat eine 92-seitige Dokumentation verfasst, die auf Höhe der Zeit ebenso optisch ansprechend wie textlich prägnant und stilsicher die Schätze des Museums präsentiert...





PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU  |  07.11.2014

Zeichnet Kriegsanleihen!

Plakat zur 7. Kriegsanleihe 1917 – fast schon eine Apokalypse.

Jeder Krieg kostet Geld, viel Geld, und die Weltkriege des 20. Jahrhunderts mit ihren zahlreichen Kriegsschauplätzen, Massenheeren und der immer gewaltigeren technischen Aufrüstung verschlangen noch sehr viel mehr Geld. Das Deutsche Reich hat im Ersten Weltkrieg "neun Kriegsanleihen ausgegeben, die 98 Milliarden Reichsmark einbrachten und etwa 60 ...






Dienstag, 07.10.



Trautmannsried im Zellertal  |  07.10.2014

Das Grauen gezeichnet

So sah der Künstler sich selbst.

Nur mehr wenige Menschen können mit dem Namen Franz Xaver Fischl heute noch was anfangen. Der Maler und Kupferstecher aus dem Zellertal im Bayerischen Wald ist weitgehend vergessen, wie der Viechtacher Heimatforscher Ludwig Treimer mitteilt. Als er am 22. November 1962 im Alter von 71 Jahren starb, sei er völlig verarmt gewesen und hatte sein Hab...





07.10.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Seit dem späten 18. Jahrhundert dokumentieren Trauungslizenzen die obrigkeitliche Zustimmung zur Eheschließung.

Lizenz zum Heiraten Nach dem Ende der seit dem Mittelalter bestehenden leibherrschaftlichen Verfügungsgewalt und der damit verbundenen herrschaftlichen Kontrolle der Eheschließungen galt die Ehe jahrhundertelang vor allem als Sache der Kirche und der Eheleute. Im süddeutschen Raum wurde die Ehe dann im 18...





07.10.2014

Aufgetaucht aus dem Nebel der Völkerwanderung

Seit die "Boiari" aus dem Nebel der Völkerwanderung aufgetaucht sind, halten sie sich für etwas Besonderes. Nichtbayern, Nachbarn oder Feinde (was für die Bayern eigentlich immer dasselbe war) sehen das mit einer Mischung aus Abscheu und Bewunderung, aber sie nehmen es hin. Denn bei den Bayern entfaltet die Geschichte ihre ganze Farbigkeit...






Montag, 04.08.



Passau  |  04.08.2014

Zwei Damen – eine siegreich, eine gedemütigt

Der Henselmann-Altar im Passauer Dom thematisiert die Steinigung des Stephanus. Die Ecclesia schwebt mit dem Kreuz in der Hand über der Synagoga. − Foto: Thomas Jäger

Nein, es sind nicht zwei Engel, wie erst kürzlich eine Stadtführerin ihrer Englisch sprechenden Gruppe im Passauer Dom erklärte, die da über der Szene mit der Steinigung des Stephanus schweben. Es sind zwei Damen mit einer langen und schwierigen Geschichte: Ecclesia und Synagoga. Seit sich die christliche Kirche vom Judentum unterschieden und...





04.08.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Die Inhaftierung von Menschen mit negativem oder unerwünschtem Sozialverhalten gibt es in größerem Umfang erst seit dem 19. Jahrhundert. Bei dem vom Staat organisierten Versuch, diese Menschen auf den "Pfad der Tugend" zurückzuführen, hatte die Kirche eine wesentliche Aufgabe - die Seelsorge sollte die Menschen zu straffreiem Leben anleiten.

Kirche und Strafvollzug im 19. Jahrhundert Die sozialen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts haben viele Menschen entwurzelt und mit den Gegebenheiten ihrer Zeit in Konflikt geraten lassen. Nicht wenige von ihnen, weit mehr als heute meist gedacht wird, kamen auch mit dem Gesetz in Konflikt und landeten daher in Arbeitshäusern, Gefangenenanstalten...





Spiegelau/Passau  |  04.08.2014

Nicht vergessen - Zwei wertvolle Dokumentationen

Fritz Pretzfelder

Einmal mehr sind zwei Bücher anzusprechen, die eine breite Leserschaft verdienen. In einem 64-seitigen Band des Ohetaler-Verlags erinnern Ingolf Strassmann und Hermann Beiler in "Ein Unternehmerschicksal im Dritten Reich – Kommerzienrat Fritz Pretzfelder" an einen heute weitgehend unbekannten, wohl aber bemerkenswert tüchtigen und mutigen Mann...





04.08.2014

Skurrile Geschichten um die Habsburger

Der STADTBEKANNT-Guide "Unnützes HabsburgerWissen" (Holzbaum Verlag) führt durch die merkwürdigsten und skurrilsten Geschichten rund um die Habsburger Dynastie. In dem Buch findet man Erzählungen über den Aufstieg, das Leben und den Untergang dieser traditionsreichen Familie. Mit viel Witz erzählt dieser Guide von der vertuschten Vergangenheit des...






Dienstag, 08.07.



08.07.2014

Ein halbes Jahrhundert für die Heimat unterwegs

Seit 50 Jahren steht Prof. Dr. Reinhard Haller im wissenschaftlichen Dienst seiner Heimat. − Foto: Kolbeck

60 Bücher, 20 Broschüren, 400 Aufsätze sowie zahllose Vorträge, Hörfunk- und Fernsehbeiträge zur Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Altbayerns und Böhmens: Wer das volkskundliche Oeuvre Reinhard Hallers aufsummiert, zieht seinen Hut. Ein halbes Jahrhundert lang erforschte der Bodenmaiser Pädagoge...





08.07.2014

Der Hölle entronnen

Die drei Brandl-Brüder Max (v.l.), Anton und Josef trafen sich 1917 zufällig in Passau und ließen sich gemeinsam ablichten. Alle drei überlebten den Krieg.

Bezirkstagsvizepräsident Max Brandl, ein gebürtiger Ringelaier, der auch 21 Jahre Mitglied des Bayerischen Landtags war, hat sich eines Fotos erinnert, das ihm sein Vater hinterlassen hat. Die im Laufe der beinah zehn Jahrzehnte mittlerweile schon etwas verblichene Aufnahme zeigt seinen Vater Max zusammen mit seinen Brüdern Anton und Josef...





08.07.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Der Sattler Ludwig Gössl war um 1870 unter den ersten Passauer Betrieben, die ihr Rechnungswesen mit Hilfe vorgedruckter Rechnungsformulare abwickelten.

Formulare Bürokratie – das klingt altmodisch und uneffektiv. Und spätestens seit dem wunderschönen Song von Reinhard Mey, "Ein Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars", weiß jedermann, dass die Formulare das Instrument der absurden, bürgerfeindlichen und Ergebnisse verhindernden, nur sich selbst bezweckenden Verwaltung sind...






Dienstag, 10.06.



10.06.2014

Hans Matheis - ein waschechter Volksmusikant

Hans Matheis war zeitlebens der Musik verbunden. Hier spielt er an seinem 70. Geburtstag 2004 die "Ziach". − Fotos: Matheis

Vielen Freunden der wahren, echten Volksmusik, die ihre Kraft und bodenständige Urwüchsigkeit aus dem Verwachsensein mit der Region und ihren Menschen holt, ist sein Name noch ein Begriff. Und doch ist der große Volksmusikant und Komponist Hans Matheis schon acht Jahre tot, herausgerissen aus einem der Musik verschriebenen Leben. Am 24...





10.06.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Der Ausschnitt aus dem Stundenplan der Schule Marktl am Inn für das Schuljahr 1865/66 zeigt, dass der Vormittagsunterricht zweieinhalb Stunden dauerte und auf wenige Fächer konzentriert war.

Schulbelastung früher – Stundenpläne Das Archiv des Bistums verwahrt in zahlreichen Beständen, besonders in den Pfarrarchiven, viel Material zur Schule aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders aussagekräftig sind die Stundenpläne: Sie spiegeln Veränderungen der Methoden, Inhalte wie der zeitlichen Dauer des Unterrichts...






Montag, 05.05.



05.05.2014

Die "Malefizsache" Severin Reuter

Johann Christoph Freiherr von Mändl auf einem Kupferstich von Jan Sadeler jun. (1588–1665). − Foto: Münchner Stadtmuseum, Grafik und Gemälde, MI./435

Am 29. August 1661 kamen in Kurfürst Ferdinand Marias Münchner Residenz die sechs höchsten kurbayerischen Hofbeamten, verstärkt durch drei juristisch kompetente Hofräte, zur Beratung und Beschlussfassung in der "Malefizsache" Severin Reuter zusammen. Der Benannte war, wie vor ihm schon sein Vater Abraham Reuter...





05.05.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Ein unscheinbares Notizbuch aus grobem Papier, kleiner als eine Ansichtskarte, mit bloß 19 beschriebenen Seiten, erweist sich als vielseitig auswertbare Quelle zur Geschichte bäuerlichen Lebens, des Klimas, der Besitz- und Herrschaftsgeschichte wie auch der Familiengeschichte.

Rottaler Bauernleben im 18. Jahrhundert In Mittelalter und Früher Neuzeit waren die Menschen vielen verschiedenen, im ländlichen Raum normalerweise nicht in einer Hand vereinigten Herrschaften unterworfen; der Landesherrschaft, der Gerichtsherrschaft, der Grundherrschaft, der Leibherrschaft und schließlich der Zehnt-herrschaft...





05.05.2014

Ein Reitergeneral auf der Flucht

Ein Eintrag vom Juli 1647 im Schöllnacher Taufmatrikel.

In den Pfarrmatrikeln der Pfarrei Schöllnach, die durch das Passauer Bistumsarchiv online gestellt wurden (www.matricula-online.eu) finden sich Notizen des Pfarrers Georg Molitor zu den Ereignissen des Dreißigjährigen Kriegs. Georg Molitor (Müller) stammte aus Fladungen in Unterfranken und war in Schöllnach von 1644 bis 1659 Pfarrer...





05.05.2014

Maiandacht im Dorf

In dem Kapellchen meines Kinderdorfes wurde alle Tage des Monats Mai herzlich und liebenswürdig Maiandacht gehalten. Das Altärchen war recht mailich geschmückt mit den schönsten Blumenstöcken der Bauernhäuser. Die Tante Minna gab noch ihre seltsamen und ernstgrünen Blattstöcke dazu als Hintergrund für die bunte Frühlingszier...






Dienstag, 08.04.



08.04.2014

Spuren des Ersten Weltkriegs in den Kirchen

Das Deckenfresko in der Pfarrkirche Kirchham, gemalt 1916 von Franz Rank. − Fotos: Rutz

In den Rottaler Gotteshäusern in Kirchham, Griesbach, Malching oder Bayerbach finden sich zeitgenössische Darstellungen.  Beginnend mit dem Hirtenbrief des Passauer Bischofs Sigismund Felix von Ow-Felldorf vom 2. August 1914 – einen Tag nach Kriegsbeginn – durchzieht die Deutung des Kriegs als Strafe Gottes für die Sündhaftigkeit der Zeit...





08.04.2014

Ein Pferd am Palmsonntag in der Kirche

Der Viechtacher Heimatforscher Ludwig Treimer hat eine Zeitungsnotiz aus dem Jahr 1864 entdeckt. Danach ist am Palmsonntag vor 150 Jahren ein scheues Pferd in die Pfarrkirche gedrungen und hat Angst und Schrecken ausgelöst. Die Überführung der Verstorbenen aus den umliegenden Dörfern von Viechtach, etwa Pirka oder Tresdorf, so Treimer...





08.04.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Mit dem kanonischen christlichen Segenswunsch für die Verstorbenen beginnt 1739 das Totenbuch der Fronleichnams-Bruderschaft von Asbach, deren Einzugsbereich die Pfarrei weit überschritt.

"Ersatzüberlieferung" Selbst einzigartige historische Quellen können aus vielerlei Gründen verloren gehen. So sind etwa im 20. Jahrhundert in Deutschland viele Matrikeln, also Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher, verloren gegangen (oder zumindest nicht mehr im kirchlichen Besitz). Damit fehlt da und dort eine zentrale Quelle für die...






Dienstag, 04.03.



04.03.2014

Im Inferno

Auf der Rückseite des Bildes notierte Paul Scholler (kleines Bild): "Deutsche Stellung bei Verdun". − Fotos: Archiv Paulus

Auch viele Bayerwäldler mussten in der Zeit von 1914 bis 1918 Kriegsdienst leisten. Anhand von zwei Beispielen aus der Lebensgeschichte zweier Waldler sollen die schicksalhaften Ereignisse, die diese europäische Katastrophe heraufbeschwor, dokumentiert werden. Der Bauernsohn Johann Schuster (Jahrgang 1892) aus Rumpen-stadl (Markt Röhrnbach)...





04.03.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Mit dieser Urkunde vom 13. Dezember 2001 wurde der Regensburger Weihbischof Wilhelm Schraml zum Passauer Bischof erhoben und so wird auch die Ernennungsurkunde des nächsten Bischofs von Passau aussehen.

Eine besondere Papst-Urkunde Das Urkundenwesen folgt einer jahrhundertealten Tradition und behält seine Formen über lange Zeit bei; nur langsam verändern sich Schrift und Textformeln. Dies gilt ganz besonders für die päpstlichen Urkunden und hier ganz besonders für jene Urkunden, mit denen Bischofserhebungen vorgenommen werden...





04.03.2014

Das Alte wertschätzen

Burg, Gartenschloss, Ruine, Künstlerschloss, all das ist die Neuburg, die hoch über dem Inn steht und heute wieder die Menschen aus Nah und Fern fasziniert. Faszinierend ist auch, was Wilfried Hartleb auf 252 Seiten in seinem Band "Neuburg am Inn" (19,80 Euro, hg. vom Landkreis Passau) zusammengetragen hat...






Dienstag, 14.01.



14.01.2014

Schwester Theodolinde und ihre drei geistlichen Brüder

Josef, Andreas und Franz Niederhofer waren Vorbild für Elisabeth Niederhofer: Sie folgte den Brüdern in den geistlichen Beruf und trat in das Institut der Englischen Fräulein Passau-Niedernburg ein.

Längst scheinen sich die bayerischen Katholiken damit abgefunden zu haben, dass es auch im Land der "Patrona Bavaria" einen gefährlichen Priestermangel gibt. Manche Meldungen überhäufen sich deshalb mit Reformvorschlägen, die im Kern die geforderte Ehelosigkeit als Ursache des Mangels ansehen – obwohl das entsprechende Problem auch in der...





14.01.2014

Liebeserklärungen ehrlicher Art - Neue Bücher für Heimatfreunde

"mit dem ton einer fernen kreissäge/schneiden sich im tal/die autos durch den nebel", schreibt Reiner Kunze in seiner immer die passenden Bilder findenden Art. Friedrich Hirschl hat sich die Idylle ausgesucht: "Er hat den Arm/um das kleine/Stück Land gelegt/Wie ein Vater dem Kind". Ein Gedicht von Kunze eröffnet den Band...





14.01.2014

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Großstadtkinder litten besonders unter den Folgen des Ersten Weltkrieges. Die Kirche organisierte daher Landverschickungen von Kindern – die Gastfamilien erhielten von der Stadt München diese Dank-Urkunden.

Leidtragende im Krieg Das Jahr 2014 wird noch in vielen Gedenkveranstaltungen an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnern. Dabei steht der Erste Weltkrieg im Vordergrund, sicherlich auch zu Recht, denn dessen Greuel und Leiden sind weit weniger bewusst als die des Zweiten...






Donnerstag, 12.12.



12.12.2013

"Feuer, Feuer, der Hof brennt!"

Ein Bild der Zerstörung: Der Hof in Hundswinkl brannte am 3. August 1951 bis auf das Austragshaus nieder.

Zeit seines Lebens hat Dr. Alois Weidinger eine Brandkatastrophe nicht vergessen , die sich im August 1951 in Salzweg abspielte. Auf Bitte seines Neffen Rupert Weidinger hat er als Zeitzeuge und familiär Betroffener seine Erinnerung über die Tragödie zu Papier gebracht. Als viertes Kind von Johann und Katharina Weidinger besuchte er damals als...





12.12.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

1952 warb die Caritas der Diözese Passau schon für die Unterstützung der "Ostzone" und unterstützte ganz konkret Menschen dort. Die katholisch getönte Bildbotschaft dieses Plakats führt hin auf Weihnachten, erinnert aber indirekt daran, dass das 20. Jahrhundert von zwei Weltkriegen, die im Jahr 2014 Anlass für viele Gedenkaktivitäten sein werden, in tiefstes Unheil gestürzt worden ist.

Plakate: Die Druckkunst hat sich im 20. Jahrhundert viele neue Felder geschaffen und mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln auf das öffentliche Bewusstsein eingewirkt. Bildbotschaften waren und sind dabei besonders wirkungsvoll. Viele dieser Druckerzeugnisse sind für den Tagesbedarf geschaffen und verschwinden demgemäß wieder – Plakate...





12.12.2013

Die Flucht nach Ägypten führt durch Böhmen

"Die Flucht nach Ägypten" (5 CDs 384 Min., LohrBär, 19,90 Euro) dauert in der Version von Otfried Preußler (1923-2013) dreieinhalb Stunden. Eine Zeit, die man sich gönnen, die man sich schenken sollte. Bernhard Setzwein, selber einer der renommiertesten bayerischen Autoren, liest das von seinem geschätzten Kollegen 1978 geschriebene Buch...






Donnerstag, 07.11.



07.11.2013

Eine Pietà, die einen an die Endlichkeit gemahnt

Barocker Altar mit Pietà aus Schädeln und Gebeinen im Karner (Beinhaus) von St. Michael. Fotos: Karl-Heinz Paulus

Allerheiligen ist im liturgischen Sinne kein Trauertag. Am 1. November gedenkt man all jener Heiligen, für die im Laufe des Jahres kein eigener Festtag vorgesehen ist. Die Wurzeln von Allerheiligen liegen im Orient, wo man bereits im vierten Jahrhundert ein Gedächtnis aller Märtyrer beging. Das heutige Fest wurde zuerst in England und in Irland...





07.11.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Der nach Johannes Thurmair bedeutendste bayerische Geschichtsschreiber des 16. Jahrhunderts war Wiguleus Hundt zu Sulzemoos. Mit einer im Kapellarchiv Altötting verwahrten Urkunde von 1587 verlieh er in seiner Eigenschaft als kaiserlicher Pfalzgraf ein Wappen – für den Empfänger einer der größten Augenblicke seines Lebens.

Kapellarchiv Altötting Archive sind jenseits ihrer verwaltungsmäßigen, fachlichen und wissenschaftlichen Rolle für viele Menschen emotional und sinnlich anrührende Orte. Die Inhalte der Archive sind nämlich keinesfalls bloß trockene, abgestandene, alte Relikte, sondern die archivalischen Quellen sind reale Zeugen unserer Vergangenheit...





07.11.2013

Die Blumenmalerin Erica Steppes

Erica Steppes

In Schönberg im Landkreis Freyung-Grafenau hütet der selbst gerade 90 Jahre alt gewordene Künstler Gerhard Michel-Steppes das Werk seiner Adoptivmutter Erica Steppes. Es ist ein umfangreiches künstlerisches Oeuvre, das Zeugnis gibt von der Liebe zur Natur. Am 22. November jährt sich der 20. Todestag der Künstlerin...





07.11.2013

Wundersame Rettung - Dokumentation über Penzkoferhaus

Ein Glücksfall: Aus einem abrissreifen Haus wurde wieder ein Kleinod.

Bayerns oberster Denkmalpfleger Egon Johannes Greipl nennt es ein "Wunder von Viechtach". Er meint die Rettung des Penzkoferhauses, das wohl schon bei der Marktgründung im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Es handelt sich um eines der ältesten Bürgerhauser der Stadt mit einem Baubestand von hohem lokalgeschichtlichem Interesse...






Mittwoch, 16.10.



16.10.2013

Josef Fruth als Informationsquelle zur Zeitgeschichte

Postkarte vom "Luftkurort Aumühle" aus dem Jahr 1915.  − Foto: Archiv Peschl

Für den Band IV mit dem Titel "Unsere Gedanken finden keine Schranken" der Werkreihe Josef Fruth, der die Lyrik und Prosa des Fürstenecker Malers, Grafikers, Zeichners und Schriftstellers vorstellt und vom Atelierkreis im Frühjahr dieses Jahres herausgegeben wurde, hat Dr. Stefan Rammer die Kindheitserinnerungen Josef Fruths – zumeist...





16.10.2013

Bilder und Geschichten von der Heimat

"Fürsetzing im Wandel der Zeit" nennt Oliver Weidinger sein Büchlein. Der Untertitel "Geschichten eines Dorfes bei Hauzenberg im Bayerischen Wald" weist aus, wie der Autor sich seinem Heimatort nähert, der als Vursecinge im Jahr 1260 erstmals im Passauer Güterverzeichnis erscheint. Was Weidinger als Potpourri rund um das Dorf bezeichnet...





16.10.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Elektrischer Strom änderte das Leben erheblich – die Innovation war aber ein aufwendiger und mühsamer Prozess: Der Planausschnitt zeigt den Entwurf für die Stromversorgung der Gemeinde Raitenhaslach.

Elektrizität Alle Aspekte des Lebens vergangener Zeiten finden in einem Kirchenarchiv ihren Niederschlag. Zu den zentralen Themen des Lebens im Industriezeitalter gehört der beständige Ausbau der öffentlichen Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Mehr als ein halbes Jahrhundert stellte die Einführung der Elektrizität die Pfarreien vor große Aufgaben...





16.10.2013

Joseph Groll erfand das "Pilsener Bier"

Joseph Groll

Auf die "Spuren der Vilshofener Bräuerfamilie Groll" hat sich Rudolf Drasch anlässlich des 200. Geburtstages von Joseph Groll (1813–1887) gemacht. Das 64 Seiten umfassende Heft trägt eine Fülle an Informationen über jenen Mann zusammen, der als der "Erfinder" des Pilsener Bieres gilt. Wie kam es dazu...






Donnerstag, 05.09.



05.09.2013

Der "Sänger Niederbayerns"

Robert Bernhard Erbertseder (1913-2001).  − Foto: Archiv Göttler

Im sog. Stadtbuch III "Pfarrkirchen – Kreisstadt in Niederbayern. 1100 Jahre Siedlung an der mittleren Rott", verfasst von Adolf Hochholzer und 2002 erschienen, urteilt der Autor auf Seite 435 ganz richtig über den 1913 in Kößlarn geborenen Schriftsteller: "Robert Erbertseder ist kein Heimatdichter im engen Verständnis...





05.09.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Die Akten eines langen Eheprozesses liefern die unterschiedlichsten Einblicke in das Leben vergangener Zeiten – das Notarssignet des Wiener kaiserlich approbierten Notars Johann Leonhard Blumberger stellt in einem Idealbild dessen Kanzlei vor Augen.  − Foto: Bistumsarchiv

Partner- und Eheprobleme Die Welt verändert sich, die Technik macht alles anders, so dass die modernen Menschen nur zu leicht glauben, heute wäre alles anders als früher. Der Mensch aber bleibt, was er war und ist – ungeachtet aller äußeren Änderungen steht auch der moderne Mensch zunächst vor dem Problem...





05.09.2013

Ein Weitblickender

Anton Schreiegg: 1913–2003.

Er habe sich nicht gescheut, ein heißes Eisen anzufassen, seinem Wesen nach aber sei er ein Mann des Ausgleichs, der Besonnenheit, der Versöhnung, des Weitblicks gewesen. So urteilt der Passauer Aphoristiker Rupert Schützbach über seinen Dichterfreund Anton Schreiegg. 100 Jahre alt wäre er im August geworden, am 7...





05.09.2013

Die Marktwerdung Untergriesbachs

2013 feiert Untergriesbach zusammen mit Obernzell die 750. Wiederkehr der Verleihung des Marktrechtes durch den Passauer Fürstbischof Otto von Lonsdorf. Das Autorenteam Wolfgang Brehm, Ernst Duschl, Heiner Köberl, Willy Kronawitter, Karl Heinz Putzer und Georg Schurm hat zum Jubiläum das Buch "Untergriesbach in Bildern...






Montag, 19.08.



19.08.2013

Geldscheine in Groteskschrift

Drei Ausgaben des Eine-Milliarde-Scheins des Landes Thüringen, Vorderseite und Rückseite, alle Noten sind mit Wasserzeichen versehen, ausgegeben zwischen dem 14. und dem 17. Oktober 1923, je 14,1 x 8,8 cm. Bis dahin waren Banknoten aufwändig als vielfarbiger Stahl- oder Kupferstichtiefdruck hergestellt worden, in der Not des Krisenjahres 1923 schuf Herbert Bayer Vorlagen für den sowohl billigeren als auch wesentlich schnelleren Buchdruck. Den Zuschnitt der Scheine aus großen Bögen brachte der junge Künstler gestalterisch ein, indem er die Notierung in endlosen Schriftbändern wiederholte. Was uns heute selbstverständlich erscheint, dass sich nämlich die verschiedenen Noten in der Farbe einer festgelegten Farbpalette unterscheiden, das hat der Kandinsky-Schüler Herbert Bayer beim Thüringer Notgeld erstmals angewandt.

Es war ein Mann aus dem Innviertel, der 1923 einen ganz wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der gestalterischen Ideen des Bauhauses erbrachte: Herbert Bayer, geboren 1900 in Haag am Hausruck, gestorben 1985 in den USA. Es war das von ihm entworfene Notgeld des Landes Thüringen, das in dieser krisengeschüttelten Zeit einer fortschrittlichen...





19.08.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Signaturen sind der unverzichtbare Wegweiser im Archiv – sie sind aber nicht immer leicht zu lesen: Gültig ist die zweimalige 472, zu lesen als "ABP, OA, Generalakten, 472", die Angabe "II, 23" stammt aus dem 19. Jahrhundert, die "33" aus dem laufenden Geschäftsbetrieb des Geistlichen Rats im 18. Jahrhundert.

Geheimnis der Archive Die Familien- und Heimatforscher wie auch andere Benutzer haben in den Archiven schon viele Quellen ausgewertet und deren Inhalte der Öffentlichkeit bekanntgemacht. Nicht selten scheitert das Bemühen, diese Quellen nachzuprüfen – gelegentlich an Schlampereien o. ä. in den Archiven, meist aber am Fehlen der Signatur...





19.08.2013

Bestechende Erkundung

Adalbert Stifter: Oberplan, um 1823, Ausschnitt des Orginals.

"Es sollten alle Reiche unseres Erdtheiles ihre Angelegenheiten gemeinsam schlichten, so würde keins von einem anderen besiegt und keins würde die Beute eines entfernten Feindes." Dieses Stifterzitat aus dem "Witiko" zitiert Johannes Jetschgo am Ende seines Buches "Im Zeichen der Rose". Für eine Erkundung in Text und Bild...






Donnerstag, 04.07.



04.07.2013

Erhard Auer – Vom Hüterbuben zum SPD-Chef

Erhard Auer 1918 als Innenminister der Revolutionsregierung.

Sein Geburtsort war Dommel-stadl bei Passau, seine Wirkungsstätte war München. Jetzt kommt eine Biografie über ihn auf den Markt. Markus Schmalzl aus Regensburg hat sie verfasst. Er nennt Erhard Auer einen "Wegbereiter der Demokratie in Bayern". 1874 kam er als uneheliches Kind einer Näherin in Dommelstadl im Landkreis Passau zur Welt...





04.07.2013

Petrus Engleder − "Eine Zierde seines Standes"

Die Karte zeigt die Lallinger Kirche um 1930.  − Foto: Archiv/Mooser

Lalling. Auf der Südseite der Lallinger Pfarrkirche sind mehrere, heute kaum mehr beachtete und zudem verblasste Gedenktafeln angebracht, die an das frühe Ableben von jungen Priestern erinnern. Eine Gedenktafel erinnert an einen in Lalling wirkenden Kooperator, der vor 180 Jahren im Alter von 28 Jahren in Lalling verstorben ist...





04.07.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Das Ilzwasser hat einige Farbfotos der Halser Pfarrchronik kaum geschädigt, gelegentlich hat der Farbstoff eines Schreibstifts ausgeblutet und ist der erläuternde Text verschwommen – das Wesentliche blieb erhalten; hier ein Erinnerungsfoto an den Abschied der Kindergartenleiterin 1999.

Dokumente und Hochwasser Unser historisches Gedächtnis ist höchst empfindlich – menschliche Unvernunft, Bosheit etc. zerstören vieles davon, aber auch Naturkatastrophen. Dabei denkt man eher an Brände, die in Passau tatsächlich viel vernichtet haben. Das Hochwasser 2013 hat aber gezeigt, dass Überschwemmungen eine ähnlich vernichtende Kraft...





04.07.2013

Als Kornmandl von den Feldern grüßten

Eine Bäuerin beim Kornmandlmachen.  − Repro: Binder

Das waren noch Zeiten: Alt auf jeden Fall. Ob auch gut? Durchaus, eigentlich sehr gut, denn der Bilderreigen, der den neuen großformatigen Band über Grattersdorf (im Bayerischen Wald) begleitet, versprüht Lebensfreude pur, zeigt Ortsansichten, die es nicht mehr gibt, lässt in Gesichter blicken, denen die Anstrengung der täglichen Arbeit nicht...





04.07.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Das Bild des Bruderschaftsbriefs der "Stundbruderschaft" zu Pfarrkirchen mit der Bruderschaftsmonstranz von 1675 – ein verlorenes, aber dokumentiertes Kunstwerk.

Kunstgeschichte Europäische Kunst entstand bis in das 20. Jahrhundert hauptsächlich als religiöse Kunst. Ein kirchliches Archiv birgt daher eine unglaubliche Fülle von archivalischen Zeugnissen wie bildlichen Darstellungen zu Kunstwerken (fast) aller Art und vieler Epochen. Das Gleiche gilt für die Meister, die diese Werke geschaffen haben...





04.07.2013

O. Berneder, "ein echter Dichter"

Der Literat Friedrich Oberneder.

Wer weiß schon noch, wer sich hinter dem Dichternamen O. Berneder verbirgt? Wer kennt noch die Romane "Der Skrupulant", "Der ungerechte Rechtsanwalt", "Die Kapelle im Korn", "Der Junge von Altegermühl" oder "Der Vogelbub"? Als Friedrich Obern-eder am 14. Februar 1963, also vor 50 Jahren, in Untergriesbach zu Grabe getragen wurde...





04.07.2013

Der dynamische Prozess der Veränderung

 Wer ein halbes Jahrhundert im Bayerischen Wald nicht nur gelebt, sondern wachen Auges beobachtet, aufgeschrieben und fotografiert hat, wie es bei Reinhard Haller der Fall ist, der kann wahrlich ein gelungenes Kompendium über "Alte und neue Jahresbräuche im Bayerischen Wald" (19,90 Euro, Ohetaler Verlag) vorlegen...





04.07.2013

Denkmäler

Mit seinem Buch "Der Geschichte auf der Spur" (216 S., 16,90 Euro, Volkverlag) macht sich Egon Johannes Greipl auf die Suche nach Bayerns einzigartigen Denkmälern. 50 Objekte aus der bayerischen Denkmalliste wollen entdeckt und entschlüsselt, erfahren, erwandert, erklettert, erlebt werden. Dabei sind u. a...





04.07.2013

Grünes Dach

Eine ansprechende Bilderreise durch das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas bietet der Band "Das Grüne Dach Europas" (144 S., 24,95 Euro, Buch & Kunstverlag Oberpfalz). Der Natur- und Landschaftsfotograf Berndt Fischer war jahrelang im deutsch-tschechisch-österreichischen Grenzgebiet unterwegs...





04.07.2013

Via Nova 2

Viele regionale Freunde des Pilgerns werden schon darauf gewartet haben: Jetzt legt der Pilgerwegbegleiter Georg Brunnhölzl Band 2 seines Führers vor. "Via Nova 2" (Morsak Verlag) beschreibt die Strecke dieses europäischen Pilgerweges von Finsterau im Bayerischen Wald bis nach Pribram in Tschechien...





04.07.2013

Epitaph

Hier ruht der hochwürdige und hochgelehrte Herr Petrus Engleder, Kooperator in Lalling, geboren zu Tettenweis am 23ten Mai 1805, zum Priester geweiht am 14ten Aug. 1829; er starb ganz in den Willen des Herrn ergeben als ein Opfer seines Berufes am 26ten Juni 1833. Er war durch Eifer in der Seelsorge, durch Thätigkeit für die Schule...






Donnerstag, 02.05.



02.05.2013

"Du warst Deiner Zeit weit voraus"

Eines der letzten Fotos von Max Peinkofer, aufgenommen kurz vor seinem Tod am 6. Mai.

Mein lieber Peinkofer-Max, einem bairischen Landsmann wirst Du diese Anrede und das vertraute Du hoffentlich nicht übelnehmen. Alles, was ich von Dir gelesen und von Leuten, die Dich kannten, erfahren habe, läuft für mich darauf hinaus, dass Du ein stets freundlicher, humorvoller und offener Mensch gewesen bist, einer...





02.05.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Die Beschreibung der Verhältnisse der Pfarrei Breitenberg.

Pfarrbeschreibungen von 1825 Die Säkularisation des Fürstbistums Passau und der bayerischen Prälaten-Klöster in den Jahren 1803 bis 1806 trafen zwar nicht unmittelbar, aber doch erheblich auch die Pfarreien. Dies genauso wie die Neuordnung des Passauer Diözesansprengels durch das Bayerische Konkordat von 1817...





02.05.2013

Passau und Rom, Literatur und Musik

Reinhard Raffalt an seinem Schreibtisch.  − Foto: Stadtarchiv Passau

Dass Reinhard Raffalt bis heute nicht vergessen ist, dafür sorgen seine Bücher, Hörsendungen, aber auch die Deutsch-Italienische Gesellschaft Passau, die seine Texte regelmäßig aufleben lässt. Literatur und Musik waren die inhaltlichen Pole seines Lebens, Passau und Rom die geografischen. Reinhard Raffalt wurde am 15...





02.05.2013

Bücher für Heimatfreunde

Mahder Stritzl, Zotterte Schnitteln, Bruckbaam oder Backofenhadern − wer nicht weiß, was das ist, dem sei das Buch "Waldlerische Küche im Zyklus der Jahreszeiten" (24,90 Euro) von Wolfgang Senn empfohlen. Der Morsak Verlag legt einen Nachdruck des erstmals 2004 erschienenen Bandes auf. Wer sich verstärkt für bodenständige Kost "der guten...






Dienstag, 16.04.



16.04.2013

Mehr als "ein dichterisch begabtes Bauernmädchen"

Die Witwe Emma Schmoeller mit ihrem Sohn Joseph im Jahr 1914. Das Foto liegt im Stadtarchiv Waldkirchen.

Alois Kinateder staunt nicht schlecht, als er im Auswanderermuseum in Bremerhaven die Passagierliste der "Finland" vom 27. März 1906 einsehen kann. "Ich entdeckte den Eintrag von meiner Verwandten Emerenz Meier. Sie war die Schwägerin meiner Großmutter väterlicherseits. Ich habe mich sehr gefreut, das zu finden...





16.04.2013

Lücken schließen

Was für ein profunder Kenner des Bayerischen Waldes und seines Brauchtums Reinhard Haller ist, stellt er einmal mehr in dem Buch "Wie es Brauch war in den Altlandkreisen Regen und Viechtach" (105 S., 14,90 Euro, Ohetaler Verlag) unter Beweis. Er hat in München und Regensburg Archivmaterial gefunden...





16.04.2013

Wald und Waldler bilden eine Welt für sich

Auf dem Pröllergipfel: vorne rechts Michael Popp, der Mitbegründer des "Photoklubs".

".Die folgenden Bilder (...) stammen aus einem der schönsten Gebiete des Bayer. Waldes, aus dem Regental bei Viechtach, mit seiner näheren und weiteren Umgebung." So endet die Einleitung zu einem Lichtbildervortrag, der 1932 an mehreren Stationen in Deutschland gezeigt wurde. "Landschaft und Mensch im Bayerischen Wald" war er betitelt und enthielt...





16.04.2013

War Papst Damasus II. aus Pildenau bei Ering?

Die Zeichnung von Ch. Rabas zeigt das Kirchlein St. Johannes und Paulus in Pildenau (1468).

Eine Gedenktafel an der Kirche zu Pildenau (1468 eingeweiht) bezeichnet dieses Dorf als Geburtsort von Papst Damasus II., der nur 23 Tage regierte, nämlich vom 17. Juli bis 9. August 1048. Kaiser Heinrich III. setzte damals als Schutzherr der römischen Kirche nacheinander vier bairische Bischöfe als Päpste ein...





16.04.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Als Reaktion auf den Aufruf des damaligen Kölner OB Konrad Adenauer, "die Ruinen in Schönheit sterben zu lassen", entstand 1933 der Dombauverein Passau. Ab Ostern 1951 warb er mit diesem Prospekt um Mitglieder; die damit verbundene Aufgabe ist heute weitgehend bewältigt.

Reiche Bestände im Domkapitel Zu den meist nur von Spezialisten beachteten Beständen im Bistumsarchiv zählt das Archiv des Domkapitels zum hl. Stephan. Gern genutzt werden die enorm reiche Überlieferung an Musikalien der Dommusik, vor allem der Barockzeit, dann die Akten zur Domorgel sowie schließlich die Unterlagen zur baulichen/künstlerischen...





16.04.2013

Brief-Auszüge

"Ich bin so dankbar, daß ich in Ihnen einen Berater und Lehrer gefunden habe, denn ohne Hilfe, das sehe ich sehr wohl ein, wäre es unmöglich für mich, auch nur einen Schritt weiter zu kommen." An Ludwig Liebl, 3. 6. 1894*"Den ganzen Katholizismus soll Millionenmal der Teufel holen, das heißt, er soll sich selbst holen...





16.04.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Archivalien kirchlicher Herkunft sind im 20. Jahrhundert oft in private Hände geraten; etliche sind nun im Bistumsarchiv wieder mit dem Archivbestand ihres Entstehungsortes vereint − zum Nutzen und zur Freude aller, so wie diese Kirchenrechnung des Jahres 1722 aus Neukirchen v. W.

Verloren und wiedergefunden Die Bestände eines Archivs sind nicht statisch. Im Regelfall wachsen sie, weil die Geschichte voranschreitet und daher neue archivwürdige Dokumente entstehen. Gelegentlich werden die Bestände aber weniger. Ein Grund kann sein, dass etwa bei einem kleinen Archiv die Bedeutung des Archivguts verkannt und dieses daher...






Dienstag, 19.02.



19.02.2013

Glaubensrebell und erster deutscher Altkatholik

Der PassauerBischof Heinrich von Hofstetter (1805-1875).

In meiner Amtszeit als Pfarrer von Heining stieß ich auf einen oberhirtlichen Erlass von 1857, der mich interessierte. Heinrich von Hofstätter, der gestrenge Bischof von 1839 bis 1875, verpflichtete alle Beichtväter der Region Passau, jedem Beichtenden drei Fragen zu stellen: 1. Kennst du Thomas Braun? 2. Besitzt du eine seiner Schriften? 3...





19.02.2013

Ein altes Haus am Bahndamm

Das Bild wurde 1913 aufgenommen und zeigt Hans Carossa mit Sohn Hans Wilhelm.  − Foto: Stadtarchiv Passau

Die knorrige uralte Eiche am Kriegerdenkmal weist den Weg, der Dichter und seine Vorfahren haben sie sehr geschätzt. "Unsere alte Hütte", wie Hans Carossa (1878−1956) sie nannte, ist lange nicht auszumachen. Das Anwesen liegt in einem verwilderten Garten. Jetzt im Winter sind Haus, Nebengebäude und Pavillon durch das blattlose Gestrüpp...





19.02.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Eine heitere Note aus der Jugend eines großen Bischofs von Passau überliefert das Gedicht zur Wurstkuchl in Regensburg. 1879 hat es der spätere Bischof Sigismund Felix verfasst.

Dichter und Kirche Kirche und Dichtung passen seit den frühesten Tagen gut zusammen, sind doch Sprache und Sprachkunst schon in der Heiligen Schrift von hohem Rang. Daher finden sich in einem kirchlichen Archiv hoch- wie auch geringerwertige Sprachkunstwerke aus allen Zeiten. Es können religiöse Gedichte sein wie die des Kapuziners Prokop von...





19.02.2013

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Schon gegen Ende des Ersten Weltkriegs gab die Stadt Osterhofen Notgeld aus; der ortsansässige Künstler Hans Segl schuf die Druckvorlage mit der Ansicht des Stadtplatzes

Geldgeschichten Das Jahr 2013 wird vieles bringen; was − das ist noch ungewiss, aber sicher werden viele historische Jubiläen dazu gehören. Ein nicht ganz rundes Jubiläumsdatum erinnert an die verheerendste Hyper-Inflation, die Deutschland bisher erlebt hat, an die Inflationsjahre nach dem Ersten Weltkrieg...





19.02.2013

Führender Bildhauer

Wer die Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg besucht, der stößt in der Abteilung "Renaissance. Barock. Aufklärung" auf einen Künstler unserer Region: Dort werden Skulpturen des Barock-Bildhauers Ehrgott Bernhard Bendl gezeigt. Auch wenn er heute als einer der führenden Augsburger Meister gefeiert wird...





19.02.2013

Die faszinierende Kultur der goldenen Haube

Im Gemeindebereich Waldkirchen sind seit 1840 Goldhaubenträgerinnen nachweisbar. Am Stadtplatz steht als steinerner Radabweiser die "Stoanerne Gretl" in Biedermeiertracht.

Manchem mag es altbacken vorkommen, vorgestrig und nicht mehr in die Zeit passend. Doch wer genau hinschaut, wer sich mit diesem Brauch beschäftigt, der erkennt, dass es ein großes Stück weit Identität der bayerischen Heimat ist, das es darüber hinaus Gewand gewordenes Geschichtsbewusstsein und Ausdruck eines Lebensgefühls ist, das weiß...





19.02.2013

Landschaften des 19. Jahrhunderts

Die Zeichnung Ferdinand Glockseisens zeigt Schloss Ortenburg.

Ein wirklich schönes Buch ist anzuzeigen, ein Kleinod, das zurückweist in die Jahre 1852 bis 1884. In jenen drei Jahrzehnten hat der Passauer Porzellanmaler Ferdinand Glockseisen (1831-1915) Landschaften gezeichnet. Seine Motive sind nicht nur das Passauer Land. Sie reichen bis in den Voralpenraum, an den Hallstädter See, Waging...





19.02.2013

Der alte Brunnen

Lösch aus dein Licht und schlaf! Das immer wache Geplätscher nur vom alten Brunnen tönt. Wer aber Gast war unter meinem Dache, Hat sich stets bald an diesen Ton gewöhnt. Zwar kann es einmal sein, wenn du schon mitten Im Traume bist, daß Unruh geht ums Haus, Der Kies beim Brunnen knirscht von harten Tritten, Das helle Plätschern setzt auf einmal aus...






Freitag, 14.12.



14.12.2012

Ferdinand Wagner und das Münchner Künstler-Café

Die große Kuppelhalle mit Schmuck aus Marmor und Bronze.

Wer dieser Tage zwischen Salvatorplatz und Briennerstraße in der Landeshauptstadt flaniert, dem sticht ein altes Bild des Luitpold-blocks ins Auge, das mit einer grellen, roten 200 überschrieben ist. Vor 200 Jahren wurde der Luitpoldblock gebaut. Dessen Café galt einst als das prächtigste und größte Europas. Ende des 19. und Anfang des 20...





14.12.2012

Ein brennender Christbaum

Das Bild stammt zeigt eines der sechs Glasfenster im Rathaussaal Passau. Für die Finanzierung hat Anton Niederleuthner Sponsoren gesucht und gefunden. So stiftete der Wandererverein Passau 1889 dieses Fenster. Die Gläser wurden unter der Leitung von Heinrich Freiherr von Schmidt und des Historienmalers Ferdinand Wagner von Carl Bouché, München, gefertigt.

Das erste Weihnachten nach dem Krieg und mit Christine wollte ich festlich gestalten. Meine Zimmerwirtin hatte grünes Licht gegeben: "Damenbesuch ausnahmsweise bis 23 Uhr erlaubt." Bis dahin gab es viel zu tun, das Wichtigste: die Beschaffung eines Christbaumes. Der öffentliche Verkauf war noch schlecht bestellt...





14.12.2012

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

In den 1960er und 1970er Jahren gehörte das "Passauer Krippenspiel" von Karl N. Spörl zum Passauer Weihnachtsfestkreis.

Musikgeschichte Das kulturelle Leben der Stadt Passau im 20. Jahrhundert ist von zahlreichen Persönlichkeiten geprägt, einige nahmen in ihrem Bereich eine Sonderstellung ein. Von besonderer Bedeutung für das Musik- und Theaterleben der Stadt war Karl Nikolaus Spörl (1904−1981). Dieser städtische Beamte mit großem Herz für seine Stadt wirkte...





14.12.2012

Die Zwieselauer Waldbahn

Am 4. Juli 1929 fegte ein verheerender Orkan durch den Zwieseler Winkel, vernichtete Hunderttausende Festmeter Holz. Es gab auch Tote. In Berichten ist von der größten Unwetterkatastrophe im Bayerwald seit Menschengedenken die Rede. Am schwersten betroffen war die Gutsverwaltung Oberzwieselau als einer der größten Waldbesitzer der Region...






Mittwoch, 31.10.



31.10.2012

"Sie sind uns nicht verloren"

Der Grafenauer Künstler Hajo Blach (Jahrgang 1943) kümmert sich zu Lebzeiten um seine Grabstätte. Das Eisenkreuz hat er sich von Karl Mader (1926−2004) fertigen lassen.  − Fotos: Paulus

"Der Tod ist der Einzige, auf den man sich im Leben verlassen kann!" Zu dieser Überzeugung kam schon vor Jahren der Künstler – ein Multitalent! – Tomi Ungerer. Der gebürtige Elsässer hat schon lange ein geradezu vertrautes Verhältnis zum "Sensenmann" und er hat ihn – wie einst auch Alfred Kubin – immer wieder in seinen...





31.10.2012

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Die älteste Urkunde des Bistumsarchivs, aus einem Pfarrarchiv, ist nicht nur eine wichtige Quelle zur niederbayerischen Geschichte, sondern zugleich Zeugnis für die oft komplizierten Wege der Überlieferung historischen Schriftguts.

Die älteste Urkunde Noch die Edition der Urkunden des Prämonstratenserklosters Osterhofen vom Jahr 1985 hat für die sechstälteste Urkunde dieses für den unteren Gäuboden so wichtigen Klosters festgestellt: "Original fehlt". Daher musste dort die Urkunde nach den älteren Drucken wiedergegeben werden. Die Urkunde war am 11.11...





31.10.2012

Das Gestern ist nicht vergangen

Um nichts weniger als die "Revision einer Legende" geht es Peter Eiser und Günter Schießl. Die beiden Autoren beschäftigen sich in ihrem Buch "Kriegsende in Regensburg" (160 S., 19,90 Euro, Friedrich Pustet) mit der lange als gesichert geltenden Tatsache, dass es zum wesentlichen Teil dem beherzten Handeln eines einzelnen Mannes zuzurechnen ist...






Donnerstag, 11.10.



11.10.2012

Der lange Weg einer Geige

Ernst Honisch jun. (1908–1988) war ein Hobbygeiger. Sein Vater kaufte ihm 1919 eine Geige von Josef Janeba.  − Fotos: Freilichtmuseum

Wem ein langes Leben beschieden ist, der kann viel erzählen. Wer hat als kleines Kind nicht erlebt, wie die Großeltern – oft ausgelöst durch ein beiläufig gefallenes Stichwort – aus ihrer eigenen Kindheit zu erzählen begannen? Vielleicht haben sie dabei vor Freude über das Erlebte und Erinnerte leuchtende Augen gekriegt...





11.10.2012

Die Emerenz und die Rusel-Rennen

Über unseren schönen Dialekt kann man eigentlich gar nicht genug wissen. Apropos Wissen, das Wissen über das Bairische und gar das Sprechen und Verstehen desselben wird bei denen, die meinen, Bayern zu sein, immer weniger. Hans Ulrich Schmid, der am Bayerischen Wörterbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München mitgearbeitet hat...





11.10.2012

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Gebetbücher Katholische Glaubenspraxis hat ihren zentralen Ort in der Gemeinde, in der Gemeinschaft. Aber auch die individuelle Glaubenspraxis wird intensiv gepflegt. Dazu entwickelte die Kirche viele Mittel und Handreichungen; hierzu gehören die Gebetbücher. Die Diözese hat eine praktisch unerforschte...





11.10.2012

Agnes, zum Leben erweckt

Sie starb vor fast 900 Jahren und ist heute nur historisch Interessierten bekannt. Dabei gilt Agnes von Waiblingen (1072–1143) als Stammmutter der Staufer und Babenberger-Herzöge. Agnes war die einzig überlebende Tochter des Canossa-Kaisers Heinrich IV. Sie und ihr erster Gemahl Herzog Friedrich I...






Montag, 17.09.



Passau  |  17.09.2012

Sisi − "Eine Frau von blühendem Aussehen"

Ein Porträt der Kaiserin Elisabeth auf einer Vase, die sich im Glasmuseum von Georg Höltl in Passau befindet.  − Fotos: Schaffner

Sie liebte Pferde, Heinrich Heine und Ungarn, reiste rast- und ruhelos durch Europa, besuchte Cholera- und Irrenhäuser, hasste die Etikette der Wiener Hofburg, und kokettierte mit ihrer strahlenden Schönheit: Kaiserin Elisabeth. Sisi wurde am Heiligen Abend 1837 in München als Tochter des Herzogs Max in Bayern und der Herzogin Ludovika geboren...





Regen  |  17.09.2012

60 Jahre Waldlermesse: Spagat zwischen Beliebtheit und Kritik

Ferdinand Neumaier 1962 am Klavier. Neben der Waldlermesse komponierte der musikalische Lehrer auch den Bayerwald-Ohrwurm "Mir san vom Woid dahoam".  − Foto: Archiv Familie Neumaier

Sie hat sich in der niederbayerischen Musikkultur ebenso verwurzelt wie der "oachne Baam", von dem sie im Credo erzählt: die Waldlermesse. Am 14. September 1952 wurde das mundartliche Vokalwerk mit Instrumentalbegleitung in Landshut uraufgeführt und feiert demnach in diesem Jahr sein 60. Jubiläum. Wenngleich: Ob tatsächlich Grund zum Feiern...





Passau  |  17.09.2012

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Heiligenbilder gehören seit den Anfängen der Druckkunst zu den häufigsten Druckerzeugnissen.

Heiligenbilder Zu den vom Bistumsarchiv Passau aufgebauten Sammlungsbeständen gehören mehrere Sammlungen von Bildern; zu nennen sind besonders die Sterbebildersammlung wie die der Priesterbilder (besonders zu Primizen oder Jubiläen) und der Heiligenbilder. Diese Bildertypen sind im Regelfall Druckerzeugnisse und bekunden so nicht zuletzt...






Mittwoch, 01.08.



01.08.2012

Stadln − Erinnerung an ausradiertes Dorf

Der Fonzn-Hof im ehemaligen Stadln, auf heutigem Gebiet des neugeschaffenen tschechischen Nationalparks, gehörte der Familie Kaschak, den Eltern von Elfriede Endl aus Hengersberg.  − Foto: Repro R. Fuchs

Im Herzen des Böhmerwaldes erhebt sich ein mächtiger Bergrücken, der 1121 Meter hohe Kiesleiten. Weite Wälder bedecken seinen Kamm und an seine Lehnen schmiegen sich Dörfer und Einschichthöfe. Eines dieser Dörfer war Stadln, das am Südwesthang des Kiesleiten weit in die waldigen Höhen der bayerisch-böhmischen Grenzberge hineinblickte...





01.08.2012

Haussegen – verwahrt und wieder aufgefunden

Um 1900 ist das Lichtbild entstanden, das den Bauernhof in Oberentholz bei Ering am Inn zeigt, in dessen Firstbalken der Haussegen gefunden wurde.  − Foto: Bildarchiv Freilichtmuseum Massing

Was ist das schon, ein Pfennig! Er ist zwar von Silber, aber er wiegt nicht einmal ein Gramm. Zum wertvollen Dokument wird dieser Schrötling wegen der geschlagenen Jahreszahl 1625. Die kleine Münze trägt recto das Kürzel M des bayerischen Kurfürsten Maximilian I., verso das bayerische Rautenwappen. Sie wurde 1994 in einer ausgestemmten kleinen...





01.08.2012

PERLEN AUS DEM ARCHIV DES BISTUMS PASSAU

Die Erinnerung an den "ersten altkatholischen Priester" Thomas Braun lebt im Raum Ortenburg, neue Informationen zu seinem Tod liefert der hier beschriebene Aktentyp.

"Einschichtige Sachen" Archive verwahren die unterschiedlichsten Quellen mit oft sehr eigenen Bezeichnungen, die dem weniger erfahrenen Archivforscher nicht auf Anhieb klarmachen, dass es sich dabei um ggf. in bestimmter Richtung sehr aussagekräftige Quellen handelt. Die Bezeichnungen führen sogar leicht in die Irre...





01.08.2012

Ein kultureller Grenzgänger

Franz Xaver Hofer ist im Alter von 69 Jahren gestorben.

Mit dem Titel der jüngsten Ausgabe der oberösterreichischen Kulturzeitschrift "LANDSTRICH" möchte man rufen: "Alles nicht wahr!" Aber es ist so: Der Dichter Franz Xaver Hofer ist im Frühjahr schwer erkrankt und am 9. Juli daheim in Korneredt bei Schärding gestorben. Mit Ger-wald Sonnberger, Alois Riedl und Helga Hofer zählte er zu den...






Donnerstag, 05.07.



05.07.2012

Wie die nationale Welle um sich griff

Unmittelbar vor dem "Braunen Haus" am Passauer Ludwigsplatz machte die NSDAP-Kreisleitung Passau Propaganda.  − Foto: Stadtarchiv

Gemeinhin gilt das Jahr 1933 als Ende der Weimarer Republik und Beginn der Nazi-Diktatur. Doch schon am 31. Juli 1932 wurde die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) mit 37,3 Prozent stärkste Fraktion im Reichstag. Die Verführung der Wähler und die Unzufriedenheit mit den auch damals schon unpopulären Sparmaßnahmen einer Regierung...





05.07.2012

Heimatliebe kennt keine Grenzen

Walter Langohr auf einem Porsche AP 18, Baujahr 1957.

Um die Heimat und Traktoren und die Liebe zu beidem geht es in "Schlitzohren, Langohren und Trakto(h)ren" (202 S., 12,90 €, zu beziehen über Tel. 0939/4740). Walter Langohr, daheim in Marktheidenfeld, beschreibt in seinem Buch die Kriegs- und Nachkriegsjahre, eine mühevoll, aber auch wunderschöne Kindheit in Franken auf dem elterlichen...





05.07.2012

Perlen aus dem Archiv des Bistums Passau

Ein Bild aus dem Marien-Bruderschaftsbuch der Pfarrei Freyung, 1728.

Katholischer Gemeinsinn im Barock Zu den wesentlichen Grundsätzen katholischen Lebens zählt die Pflege der Gemeinschaft. Eine Blütephase katholisch durchgeformten Lebens der Gemeinschaft war die Epoche des Barock, die daher auch durch zahlreiche Bruderschaften gekennzeichnet ist. Diese hatten wesentlichen Anteil am religiösen Leben...





05.07.2012

ZEITSCHRIFTENSCHAU

Einem faszinierenden Hauptthema widmet sich Heft 2/2012 (8,90 €, Verlag Friedrich Pustet) der Zeitschrift Bayerische Archäologie : Heidnisches Christentum oder wie Bayern christlich wurde. Die Christen waren im Römischen Reich zunächst nur eine Kultgemeinschaft unter vielen. Und selbst als nach Ende der römischen Epoche die ersten...






Dienstag, 05.06.



05.06.2012

Spuren, die nach Russland weisen

Josef Schauer und Zeugen aus der Geschichte: der Krautstein aus dem Jahr 1764, der hl. Florian von 1771 und das Dokument, das 1812 einen Hofbewohner in den Krieg zwang.  − Fotos: Rammer

Das Datum auf dem Dokument ist der 20. Mai 1812. Das Königliche Landgericht Passau hatte es auf den Weg gebracht nach Kellberg und Zwölfling − und nach Fattendorf (heute Teil der Gemeinde Thyrnau im Landkreis Passau). Zwei Jahrhunderte später ist das Schreiben wieder aufgetaucht. Josef Schauer hat den Fußboden ausgewechselt und das...





05.06.2012

Und wieder geht ein Stück Tradition verloren

Ein Sterbeglöcklein ist zu läuten. Was im Alter von 112 Jahren das Zeitliche segnet, möchte man meinen, ist lang genug auf Erden gewesen. Doch wenn etwas gehen muss, was höchst lebendig ist und eigentlich genügend Kraft hätte zum Fortbestand, so ist das doch mehr als bedauerlich. Es geht nicht um einen Menschen, es geht um ein Gebilde...





05.06.2012

Eine niederbayerische Stadt im Herzen Bayerns

Ingolstadt hat eine, Bamberg, Bayreuth, Passau und Regensburg ebenso – und nun hat der Pustet Verlag auch eine "Kleine Straubinger Stadtgeschichte" (12,90 Euro) aufgelegt. Eine 8000 Jahre umfassende Geschichte auf nur 160 Seiten darzustellen erscheint als nahezu unmöglich und doch gelingt es der Straubinger Stadtarchivarin Dorit-Maria Krenn...





05.06.2012

ARCHIVPERLEN DES BISTUMS PASSAU

Die erste schreibmaschinengeschriebene Quittung im Bistumsarchiv.

Die Schreibmaschine kommt nach Passau Mittelalterliche und frühneuzeitliche Schreiber, die alle mit der Gänsefeder schreiben mussten, beklagten in zahlreichen sog. Schreiberversen die Mühsal des Schreibens. Das frühe 19. Jahrhundert brachte mit dem Siegeszug der um die Mitte des 18. Jahrhunderts erfundenen Stahlfeder eine wesentliche Erleichterung...





05.06.2012

ZEITSCHRIFTENSCHAU

Das Heft 1/2012 der Zeitschrift "Bayerische Archäologie" (hg. von Roland Gschlößl und der Gesellschaft für Archäologie, 8,90 Euro) befasst sich mit dem Thema "Mumien und Moorleichen". Makaber möchte man meinen, aber weit gefehlt. Mit wissenschaftlicher Akribie werden mumifizierte Tote präsentiert, die es eben nicht nur im alten Ägypten...






Dienstag, 01.05.



01.05.2012

"Das Häusl auf der Häng" als Künstlerwohnstatt

Vom Fenster seines "Häusls" aus blickte der Künstler auf den Frauenauer Ortsteil Althütte. Auffallend ist die bewusste Miteinbeziehung unverklärter, zeitgenössischer Elemente wie des Trafomasts im linken Bildrand. Linolschnitt aus dem Jahr 1968.

Droben auf der Frauenauer "Häng" steht ein altes Häusl. Genau gesagt im Ortsteil Althütte, da, wo sich die Straße nach Reifberg und Lüftenegg hin aufgabelt, duckt es sich unscheinbar in ein kleines, feuchtes Waldstück hinein. Wann es gebaut wurde, kann nicht mit absoluter Gewissheit gesagt werden, vermutlich noch im 18. Jahrhundert...





01.05.2012

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Das "Wohltäterbuch" aus der Pfarrei Rainding.

(Un)vergessene Stifter Das Leben unseres Landes wird seit 1300 Jahren aus dem christlichen Glauben geformt. Diese Basis trägt das gesellschaftliche Zusammenleben, dessen Gelingen davon abhängt, dass viele Individuen nicht selbstsüchtig sind, sondern bewusst das Ihre tun, damit Gemeinschaft gelingen kann...





01.05.2012

Berühmtheiten

Detail aus einem Dokument, das den Tod des Vornbacher Abtes Angelus Rumpler im Jahr 1513 anzeigt.

Ramona Epp versammelt in "Die Inschriften des Landkreises Passau I" (283 S., 59 Euro, Verlag Dr. Ludwig Reichert) 185 Editionen der Inschriften des Landkreises Passau, die sich in den ehemaligen Bezirksämtern Passau und Wegscheid befinden. Der Band schließt an die Edition der Inschriften der Stadt Passau...





01.05.2012

SCHON GEWUSST?

Wenn heute in einer Familie oder einer Gemeinschaft ein Todesfall eintritt, dann wird dies über die Post oder in einer Tageszeitung angezeigt. In früheren Jahrhunderten gab es sogenannte "Totenrotel" . Klöster und Stifte bedienten sich zur Bekanntgabe des Ablebens eines Mitglieds ihrer Gemeinschaft eigener Boten, die Rotelboten hießen...






Mittwoch, 04.04.



04.04.2012

Symbole der Leidensgeschichte Jesu

Die religiöse Volkskunst, wie sie jetzt in der Passionszeit wieder im Jahreskreis in den Mittelpunkt rückt, stand auch bei so namhaften Künstlern wie Gabriele Münter und Wassily Kandinsky – beide Mitglieder der legendären Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter" – hoch im Kurs. Beide sammelten mit Begeisterung kleine Heiligenfiguren und...





04.04.2012

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Verkündbuch aus dem Pfarrarchiv Unterdietfurt aus dem Jahr 1784.

Wie aus Altpapier Perlen werden Archivare begegnen vielen Vorurteilen und schrägen Einschätzungen. Eine davon ist die recht häufig anzutreffende Meinung, Archivare wären "leidenschaftliche Sammler", könnten sich von nichts trennen und würden "alles" aufheben. Dies ist ein großer Irrtum; es ist vielmehr eine wesentliche Herausforderung für den...





04.04.2012

Und Mozart fuhr doch auf dem Inn

Für Freunde der Heimatforschung ohnehin Pflichtlektüre lohnt sich die Lektüre des "Passauer Jahrbuchs" des Vereins für Ostbairische Heimatforschung für eine breite Leserschaft, wird hier doch neuestes Wissen über nur scheinbar Vergangenes geboten. Bekanntlich wirkt die Vergangenheit bis heute. 13 Aufsätze befassen sich mit einem großen...






Freitag, 02.03.



02.03.2012

Wenn ein gepflügtes Feld zum Kunstwerk wird

Vertrautes wirkt fremd, das Alltägliche wird zu etwas Neuem und nie wahrgenommene Strukturen werden sichtbar. Klaus Leidorf ist über Bayern geflogen und hat sensationelle Luftaufnahmen gemacht. In einem gepflügten Feld zeigen sich überraschende Muster, eine Burganlage gibt ihre Geheimnisse preis, eine viel befahrene Straße wird zu einem Kunstwerk...





02.03.2012

Im Wandel der Zeit

St. Philippus und Jacobus von Norden aus gesehen.

An diesem Buch gibt es nichts auszusetzen. Das Autorenteam um Jörg Zellner und Manfred Lerch, um nur diese zwei von insgesamt sieben Autoren zu nennen, hat auf höchstem fachlichen Niveau all das bekannte Wissen um die "Altöttinger Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jacobus" (224 S., 24,80 Euro) zusammengetragen und darüber hinaus neueste Studien...





02.03.2012

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Linolschnitt aus dem Jahr 1927 von Alois Schätzl.

Einzug der Kunst des 20. Jahrhunderts in Schule und Seminar Seit 1920 war der Maler und Grafiker Georg Philipp Wörlen († 1954) Zeichenlehrer am damaligen Humanistischen Gymnasium Passau, dem heutigen Gymnasium Leopoldinum. Dieses Gymnasium war die Schule der Seminaristen der Passauer bischöflichen Knabenseminare...






Mittwoch, 01.02.



01.02.2012

Wie der christliche Aschermittwoch politisch wurde

Der Viehmarkt am Aschermittwoch am 9. März 1937 in Vilshofen.  − Foto: Stadtarchiv Vilshofen

Der "Politische Aschermittwoch", auch dieses Jahr wieder in aller Munde, hatte seinen Ursprung in Vilshofen an der Donau. Im christlichen Jahresablauf, der über Jahrhunderte galt und der im katholischen Umfeld wie eine "Staatsreligion" betrachtet wurde, also verbindlich einzuhalten war, gab es größere und kleinere Feiertage...





01.02.2012

Ein "hörendes Herz" für Not und Leiden von Kindern

Viele kennen die Haunersche Kinderklinik in München, wenige aber kennen ihren Gründer und Namensgeber. Dies ändert das verdienstvolle Buch von Wolfgang Locher "August von Hauner. Helfen, Forschen, Heilen" (196 S., 19,90 Euro, Pustet). Hauner (1811-1884) gehört zu den bedeutenden bayerischen Arztfiguren...





01.02.2012

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Eine Annonce aus der "Augsburger Abendzeitung" vom 15. Dezember 1867.  − Foto: Bistumsarchiv

Kirche und Wirtschaft im 19. Jahrhundert – das Beispiel der Pfarrei Burghausen Das Kapitalvermögen kirchlicher Stiftungen wurde im 19. Jahrhundert staatlich kontrolliert. Trotzdem geschah es, dass Darlehensnehmer von Krediten kirchlicher Stiftungen in Konkurs gerieten, auf die "Gant" kamen. In den dann gegebenenfalls folgenden Prozessen...





01.02.2012

Hesse − Kubin − Peinkofer

Die Schreibmaschine Hermann Hesses mit einem seiner bekanntesten Porträtfotos in der Casa Camuzzi in Montagnola.

Hermann Hesse (1877–1962) stand 24 Jahre lang mit Alfred Kubin (1877– 1959), der es mit seinem zeichnerischen Werk weltweit zu Anerkennung brachte, in einem intensiven Briefwechsel. Immer wieder schwärmt der "Magier von Zwickledt" dabei von "seinem geliebten Böhmerwald" und dass ihm die Stille, die er dort findet, "Lebensbedarf" ist...






Dienstag, 03.01.



03.01.2012

Heimatgeschichte für jedermann

Am 4. Mai 1933 wurde Dr. Hans Kapfinger von der Gestapo aus seiner Straubinger Redaktionsstube geholt. 1946 bekam der Hitler-Gegner die Lizenz zum Druck der Passauer Neuen Presse.  − Fotos: Archiv

Ein neues Kapitel in einer über 500 Jahre alten Medientradition wird aufgeschlagen: Die ersten 18 Jahrgänge der Passauer Neuen Presse sind digital und online verfügbar. Am Anfang standen Fürstenbriefe, jetzt sind wir bei digitaler Kommunikation. Die Passauer Zeitungsgeschichte beginnt schon 1480. 35 Jahre nachdem Johann Gensfleisch Gutenberg seine...





03.01.2012

Dem Vergessen entrissen

Skisport auf dem Großen Arbersee 1910, aus der Sammlung Haller.

Ein für Freunde der Archäologie unverzichtbares Heft haben Markus Tremmel und Roland Gschlößl herausgegeben. Im Heft 4 (60 S., 8,90 Euro) der im Verlag Pustet erscheinenden Zeitschrift "Bayerische Archäologie" steht das geheimnisvolle Alpenvolk der Räter im Zentrum. Immer mehr Funde bringen Licht in ihre Geschichte...





03.01.2012

Die tägliche Begegnung mit dem Zeitgeschehen

Franz Ertl an seinem Arbeitsplatz: Hier scannt der PNP-Mitarbeiter alte Zeitungsjahrgänge ein.  − Foto: Rammer

Um über die Internet-Adresse www.pnp.de/historisches-archiv die Jahrgänge der PNP von 1946 bis 1963 verfügbar zu machen, musste Franz Ertl rund 50 000 Mal eine Zeitungsseite auf den großen Scanner in der Staatlichen Bibliothek Passau legen. Angestoßen vom Stadtarchiv Passau haben die Staatliche Bibliothek Passau...





03.01.2012

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Römisches Wagenrennen vor der Wolfsdorfer Kirche im Jahr 1930.  − Foto: Bistumsarchiv

Pfarrarchive – des Lebens goldener Baum Seit dem 12. Jahrhundert gibt es in unserem Bistum eine immer größer werdende Zahl von Pfarreien. Der am Ort lebende Seelsorger kannte die Menschen und ihr Leben und Tun; nicht wenig davon wurde aus pastoralen oder sonstigen amtlichen Gründen schriftlich oder in jüngerer Zeit auch bildlich festgehalten...





03.01.2012

Geschenkzeitung

Ein Stück Geschichte verschenken – auch das ist mit dem historischen Zeitungsarchiv möglich. Eine historische Ausgabe als DIN-A3-Kopie (kostenpflichtig) – auch auf Elefantenpapier – kann einem lieben Menschen eine besondere Freude machen. Die Titelseite mit dem Geburtstagsdatum, dem Datum der Hochzeit oder eines anderen Jubiläums...






Freitag, 02.12.



02.12.2011

Tumult im Passauer Stadttheater: Schüsse von den Rängen

Von Edith Rabenstein Wie gesittet benehmen sich doch die Theaterbesucher heute im Fürstbischöflichen Opernhaus. Missfällt einmal eine Inszenierung, äußern sie dies höchstens durch Buh-Rufe oder das Verlassen des Theaters in der Pause. Ganz anders zur Sache ging es in den 20er Jahren. Die Passauer Zeitungen dokumentieren im Frühjahr 1920 ein Stück...





02.12.2011

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Einige Beispiele aus der Sammlung Westerholz.

Archive und Sammler Archive haben zuallererst die Aufgabe, das auf Dauer wertvolle Schriftgut ihrer Träger und aus deren Wirkungsbereich zu übernehmen, zu verwahren, zu erschließen und der Nutzung zugänglich zu machen. Dies hat zur Folge, dass jedes Archiv einen wohl sehr breiten, vor allem aber doch einen spezifischen Blickwinkel auf die...





02.12.2011

BÜCHER FÜR HEIMATFREUNDE

Brauchtum im Bayerwald Viel zu schnell wird vergessen, dass der Bayerische Wald einst das Armenhaus des Landes war. Ein hartes Los hatten die Bevölkerung, von denen viele Landwirte, aber auch Tagelöhner in der Glas-, Stein-, Textil- oder Holzindustrie waren. Und doch richteten sie sich ein im Bayerischen Wald und pflegten ihr Brauchtum...





02.12.2011

SCHON GEWUSST . . .

... dass Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 − 1900) zweimal im Bayerischen Wald Urlaub gemacht hat. Wie uns Max Peinkofer überliefert, kam der Denker erstmals 1867 als 23-jähriger Student nach Klingenbrunn. Am 1. Dezember 1867 schrieb er einem Bekannten, wie sehr er die Ausflüge in den böhmischen Wald genossen habe, "um in Natur...






Montag, 07.11.



07.11.2011

Der Waidler: "Zäh und arbeitsam"

Im Beiheft 38 der Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte hat Alois Schmid eine ganze Reihe renommierter Wissenschaftler versammelt, die sich unter dem Titel "Von Bayern nach Italien" (C.H. Beck, 318 S., 38 Euro) mit dem transalpinen Transfer in der Frühen Neuzeit befassen. 15 Beiträge widmen sich der Frage...





07.11.2011

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Eine Seite aus dem "pfarrlichen Buch" des 16. Jahrhunderts zeigt Einträge zu Birndorf.

Der "Seelenstand" der Pfarrei  Das Konzil von Trient hat als bestes Mittel der katholischen Erneuerung eine vertiefte Pfarrseelsorge gefordert. Um eine personale Zuwendung zu den Gläubigen nachvollziehbar zu machen, wurden die Pfarrer u. a. verpflichtet, genaue Verzeichnisse der Pfarrangehörigen und der Sakramentenspendungen bei Taufen...






Mittwoch, 05.10.



05.10.2011

Brauchtum der Kelten ist bis heute lebendig

In einem Wald bei Würding (Markt Ortenburg/Lkr. Passau) befinden sich noch Wallreste einer keltischen Viereckschanze.  − Foto: Peschl

Bis vor einigen Jahrzehnten waren das Niederbayerische Hügelland und der Bayerwald archäologisch noch wenig erforscht. Doch das hat sich inzwischen zumindest in den Landkreisen südlich der Donau geändert, weshalb wir heute auch zahlreiche keltische Stätten in unserer Heimat kennen. Mittlerweile sind Dutzende von sogenannten Viereckschanzen bekannt...





05.10.2011

Franz Xaver Unertl: niederbayerischer Viehhändler und Parlamentarier

Franz Xaver Unertl (r.) bei einer Urkundenverleihung in den 60er-Jahren durch Handwerkskammerpräsident Gustav Haydn (l.).

Von Stefan Rammer Wer heute nach Franz Xaver Unertl sucht, stößt relativ schnell auf Texte im Magazin "Der Spiegel". Da wurde gern und oft über den CSU-MdB und Viehhändler aus dem niederbayrischen Birnbach geschrieben. Z.B. am 17.11. 1969, als Unertl im Bonner Bundestag den Geschäftsführer seiner Fraktion, Will Rasner...





05.10.2011

PERLEN DES ARCHIVS DES BISTUMS PASSAU

Die Urkunde vom 8. Oktober 1746, mit Detail unten, bestätigt die Gesellenzeit "am Lustorth Hackel-berg" in Passau.

Ein Gärtner-Geselle auf der Walz 1745/46 Viele Menschen denken, wenn sie den Begriff "Archiv" hören, an Staub. Tatsächlich sind aber wohl alle professionell geführten Archive unseres Kulturkreises ausgesprochen sauber und sind die Putzfrauen deren unverzichtbare Mitarbeiter. Ein sauberes Archiv ist nämlich einerseits gut für die Bestandserhaltung...





05.10.2011

SCHON GEWUSST, DASS . . .

. . . der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf ein gebürtiger Niederbayer ist. Er kam 1945 in Aigen am Inn zur Welt und ist dort am Innufer aufgewachsen. Hier hat er auch seine Neigung zur Natur entdeckt. Gemäß Cicero-Ranking zählt er zu den 40 wichtigsten Naturwissenschaftlern Deutschlands. *. . ...





05.10.2011

Das alte Pfarrkirchen

Ameisenkönig Jakob Kandler.

Schmeichelhaft ist es wirklich nicht, was ein bayerischer Vermessungsbeamter 1768 über die Pfarrkirchner geschrieben hat. "Die Menschen sehen wild aus, unter 60 hat nicht einer seine geraden Glieder … das Benehmen ist übrigens dumm und bigottisch … die Nahrung ist schlecht und besteht aus Nudel und Kraut...






Freitag, 09.09.



09.09.2011

Das keltische Erbe Ostbayerns

Im Keltendorf Gabreta in Ringelai (Landkreis Freyung-Grafenau) wird das Leben der Kelten nachgestellt. − np

Das heutige Bayern war seit der Hallstatt-Epoche keltisches Kernland. Im Gebirge siedelten u.a. die Räter, in der Lechgegend die Vindeliker, im Donauraum die Boier. Das Stammesgebiet der Boier, die uns besonders interessieren, weil sie unsere ostbayerischen Vorfahren sind, umfasste aber nicht nur Niederbayern...





09.09.2011

Hans Carossa − daheim im Donautal

Hans Carossa, Arzt und Dichter.

Von Stefan Rammer "Abhänge glitten ins Tiefe, es öffnete sich das himmelhell erweiterte Tal. Ich suchte den Strom, erkannte ihn aber nicht sogleich, obwohl er vor Augen lag. Alles andere war ja durch Farben körperhaft; er dagegen bleich und grau, schien jenseits der Wirklichkeit zu fließen. Es war gerade das Entlegenste, was mich anzog...





09.09.2011

PERLEN DER REGION: Geburtshaus Heiliger Bruder Konrad

In Parzham bei Bad Griesbach steht das Geburtshaus des Heiligen Bruder Konrad. Der liebevoll restaurierte Hof mit seinen Anbauten ist heute ein Museum. Auf dem "Venus-Hof" wurde der heilige am 22. Dezember 1818 als Johann Birndorfer geboren. Er sollte den großen Hof übernehmen. Doch er war sich nicht sicher, ob er zum Bauern berufen sei...





09.09.2011

Bücher für den Heimatfreund

Mit "Kleinodien, Kostbarkeiten, Kuriositäten" (14,80 €, Bischöfliches Ordinariat Passau) ist ein in Wort und Bild überaus gelungenes Buch erschienen, das auf 138 Seiten den großen Reichtum an baulichen und künstlerischen Zeugnissen im Bistum Passau zeigt. Von Aholming bis Zwiesel reicht der Ortsreigen, zu entdecken sind Kapellen, Kirchen...





09.09.2011

SCHON GEWUSST, DASS

... die Passauer Hängebrücke eigentlich Prinzregent-Luitpoldbrücke und der Fünferlsteg Hindenburgsteg heißen. *... die beliebte Volksschauspielerin Ruth Drexel ("Zur Freiheit", "Der Bulle von Tölz", 1930-2009) eine gebürtige Vilshofenerin war. *... dass in Landshut der höchste Backsteinturm der Welt steht...






Dienstag, 16.08.



16.08.2011

Heimatglocken

"Paula Deppe, 1886−1922. Lebensskizzen einer Künstlerin". Begleitband zur Sonderausstellung im Oberhausmuseum Passau. Hrsg.: Max Brunner, Petra Gruber, Sandra Gabert. Gestaltung: Dionys Asenkerschbaumer. Dietmar Klinger Verlag, Passau, 200 Seiten, 252 Abbildungen, Softcover, 19,80 Euro, ISBN: 978-3-86328-106-9...





16.08.2011

"Schämt Euch für Euer Tun, ihr Brückenmänner"

Ferdinand Wagner am Burgeingang mit seinem sprechenden Papagei. Fotos: Stadtarchiv Passau

"Sagt man mir, daß ich verzerrt, übertrieben,vergrößert habe, sag ich dawieder: man ist beständig bemüht zu verschleiern, zu beschönigen, zu verkleinern! . . . Wer die Regensburger Bogenbrücke ,genießen‘ kann, ohne sich innerlich verletzt zu fühlen, wer sich ein ähnliches Scheusal an Stelle des Drahtstegs kaltherzig denken kann...





16.08.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Bierbeschau 1856 "Die Bierbeschauer haben die Aufgabe, das Bier in den Schenklokalen zu besichtigen und mit Hilfe der Geschmackswerkzeuge (Zunge und Gaumen) zu prüfen, um dadurch der Polizeibehörde ein sachverständiges Gutachten über die Güte des verkosteten Bieres an die Hand zu geben: Beim Verkosten soll das Bier nicht unter 7 Grad und nicht über...





16.08.2011

Heimatglocken

Pferdemärkte hat es zu Zeiten, als Bayern noch ein Königreich war, in allen größeren Orten gegeben. Sie fanden entweder in regelmäßigen Abständen − monatlich oder vierteljährlich − oder zu den alten Bauernfeiertagen, an Georgi oder Bartholomäi, statt. Unser Bild zeigt den Pferdemarkt auf dem Stadtplatz von Osterhofen um das Jahr 1900...






Donnerstag, 21.07.



21.07.2011

Heimatglocken

Zum 125. Todestag des Märchenkönigs überbieten sich die Verlage mit Literatur über König Ludwig II. Die Heimatglocken haben eine Reihe von Neuerscheinungen herausgegriffen, die in der schier unüberschaubaren Fülle doch manch neuen Aspekt im Leben des bayerischen Königs aufzeigen: "Götterdämmerung. König Ludwig II." Hrsg...





21.07.2011

Ein Mittler zwischen Ost und West − Sankt Gunther

Hölzerne Statue des heiligen Gunther in Gutwasser in Böhmen, Kupferstich von Anton von Weinkopf.  − Fotos: the

Von Thomas Heller Die Gründung des Klosters Rinchnach im Jahr 1011 gilt als Markstein in der Besiedlung des Bayerischen Waldes. Neben Chammünster war es der Vorposten des Christentums im inneren Wald. Das Kloster führt seinen Ursprung zurück auf die Gründung einer Einsiedler-Klause, die der Niederaltaicher Mönch Gunther im Tal der Rinchnach erbaut...





21.07.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Naturschutzpark im Böhmerwald Der Fürst von Hohenzollern, der Besitzer der großen Herrschaften Eisenstein, Deffernik und Neuern im Böhmerwald, hat im Juni 1911 verfügt, dass der Abhang der zwischen dem Schwarzen- und Teufelssee gelegenen Seewand von nun an als Naturpark zu gelten hat, und dass dort die Bäume...





21.07.2011

Der Heimatglöckner ist tot

Mit 86 Jahren ist Horst Paul Heller gestorben. Bis zum letzten Tag hat er seine Heimatglocken betreut, die Juli-Nummer im Konzept schon vorbereitet. 1954 übernahm er vom Heimatschriftsteller Max Peinkofer die ehrenvolle Aufgabe, die heimatkundliche Beilage "Heimatglocken" in der PNP weiterzuführen. Für einen Sudetendeutschen...






Freitag, 20.05.



20.05.2011

Heimatglocken

"Bayerische Archäologie". Hrsg.: Roland Gschlößl und Markus Tremmel, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e. V. Pustet-Verlag, Regensburg, Einzelheft 8,90 Euro, Jahresabonnement mit 4 Heften 28 Euro. ISSN 1869−5566. Seit vier Jahren verfolgen nun Herausgeber und Verleger das ehrgeizige Projekt...





20.05.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Gerstenbier Neben dem weißen Weizenbier kannte man in Bayern früher auch das weiße Gerstenbier: Das Gerstenbier auf die weiße Art oder obere Gier war nur in sechs Bräuhäusern, nämlich in Seefeld, Niederschönenfeld, Fürstenstein, Tittling, Haselbach und Birnbach bei Pfarrkirchen zu sieden erlaubt. Allen übrigen hingegen wird die Brauung desselben "...





20.05.2011

Vor 199 Jahren wurde Schloss Thyrnau versteigert

Ansicht des ehemaligen Schlosses Thyrnau um 1900.  − Archiv: the

Am Montag, den 27. Juli 1812 steht in der Augsburger Ordinari Postzeitung folgende Anzeige: "Am Montag den 17. kommenden Monats August wird das königliche ehemalige fürstlich Passauische Lustschloß Thürnau sammt allen Nebengebäuden und Grundstücken, und mit Dareingabe einer Bräukonzession dem Meistbiethenden unter den bekannten allgemeinen...





20.05.2011

Heimatglocken

"Zuo diser zeyt stecken die baurenknecht grosse hohe Dannen beum biß auff die gipffel außgeschnitten in die dörffer, mit spieglen unnd Kräntzen gezieret, und in die gipffel oben gehenckt, und lassen den mit großer mühe eingegrabnen baum, jrer metzen zur ehr, den gantzen Summer steen." Dies berichtet der große deutsche Theologe und Chronist...






Mittwoch, 13.04.



13.04.2011

Heimatglocken

"Deggendorfer Geschichtsblätter 31/2009", herausgegeben vom Geschichtsverein für den Landkreis Deggendorf e.V. Paperback, 263 Seiten, farbig und schwarzweiß illustriert, 16 Euro, ISSN 0175-0186. Seit 1981 gibt der Geschichtsverein für den Landkreis Deggendorf die Deggendorfer Geschichtsblätter heraus...





13.04.2011

Der "Fischerpeterl" von Vilshofen

Die Vilshofener Fischerzeile war die Heimat des "Fischerpeterls".

Von Horst Paul Heller "Ein hölzernes Männlein mit einem äußerst einnehmenden − erst letzthin durch den wackeren Malermeister Scheibenzuber aufgefrischten Gesicht. Auffallende Spitznase. Blecherner Heiligenschein. In der Rechten − hart an den Leib gedrückt − ein Buch; in der Linken − in riesiger Ausdehnung − das...





13.04.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Mit Ratzen behaftet Bei einem Bürgermeistertreffen im Landkreis Regen, wo unter anderem das Thema Rattenbekämpfung behandelt wurde, gab es schallendes Gelächter, als der Landrat den Wortlaut eines Giftscheines vorlas, den einer seiner Bürgermeister ausgestellt hatte. Er lautete: "Ich bestätige hiermit...





13.04.2011

Heimatglocken

In unserer letzten Heimatglocken-Ausgabe vom März berichteten wir unter der Rubrik "Kuriositäten und Denkwürdigkeiten" über das Löwendenkmal an der Uferstraße Passau−Vilshofen. Und wie es der Zufall will − just vor wenigen Tagen konnte der Autor im Internet-Auktionshaus Ebay die seltene Gedenkmedaille zu diesem Ereignis ersteigern...






Samstag, 19.03.



19.03.2011

Heimatglocken

"Passauer Jahrbuch". Beiträge zur Geschichte, Geographie und Kultur Ostbaierns. Verlag des Vereins für Ostbairische Heimatforschung, Passau. Bd. 52, 2010, 413 Seiten, 31 Euro. ISSN: 1862−3212. Das "Passauer Jahrbuch" vormals "Ostbairische Grenzmarken", ist weit über die Landesgrenzen hinaus das Sprachrohr des Instituts für...





19.03.2011

Das Flussgold in Bayern

Isargolddukat von 1756.

Von Horst Paul Heller In unserer Januar-Ausgabe der Heimatglocken hatten wir unter der Rubrik "Kuriositäten und Denkwürdigkeiten" über das Inn-Gold berichtet. Zahlreiche Leser hätten gerne mehr über das Flussgold gewusst und wir kommen dieser Bitte gerne nach: An vielen Orten an der Donau, am Inn, der Salzach und der Isar erinnert der Hausname ...





19.03.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Topographisches Lexikon Aus der Augsburgischen Ordinari Post Zeitung von Dienstag dem 10. 8. 1813, Nr. 190: "Gegen Ende dieses Jahrs wird auf schönem Papier in gr. 8. erscheinen: Topographisches Lexikon vom Unterdonaukreis. Aus amtlichen Quellen bearbeitet von Michael Denk, Professor am königlichen Gymnasium zu Passau...





19.03.2011

Heimatglocken

"Man unterlasse nicht, von Freyung aus das nahe Buchberg zu besuchen, wo die Wasser der Ohe wildrauschend durch eine von senkrechten Wänden eingeschlossene Felsschlucht sich drängen", schrieben Bernhard Grueber und Adalbert Müller in ihrem Büchlein "Der bayrische Wald" schon 1846 begeistert. Gemeint ist die Wolfsteiner Ohe...






Montag, 21.02.



21.02.2011

Heimatglocken

"Hier wirkt Elektrizität. Werbung für Strom 1890 bis 2010". Herausgeber Theo Horstmann und Regina Weber. Klartext Verlag Essen, 328 Seiten Großformat, zahlreiche farbige Abbildungen, 29,90 Euro, ISBN: 978−3−89861−886−1. Das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung, die im Umspannwerk Recklinghausen-Museum Strom und Leben...





21.02.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Gürtlerkunst Joseph Ignatz Scheufele, 1733 in Passau geboren, erlernte als Jüngling die Gürtlerkunst, fing aber mit 36 Jahren an, sich ohne alle Anweisung der Prägekunst zu widmen. Auf seinen Reisen durch Italien und die Schweiz konnte er sein Können so vervollkommnen, dass er nach seiner Rückkehr als kurfürstlich bayerischer Medailleur angestellt...





21.02.2011

Passauer Fasching in den Redoutensälen

Fürstbischof Auersperg.

Von Stadtarchivar Richard Schaffner Am Freitag, dem 24. Februar 1786, berichtet das Passauer Wochenblatt Folgendes: "Wenn jemals eine Maske auf den Redouten allgemeinen Beyfall erhielt, so war es gewiß jene, welche den 19. dieß auf dem hiesigen hochfürstlichen Redoutensaale erschin. Sie stellte eine Krämerhütte vor...





21.02.2011

Heimatglocken

Das im Sommer in unwegsamen Waldteilen eingeschlagene Schicht- und Blochholz konnte erst im Winter, wenn der Boden gefroren und genügend Schnee gefallen war, abtransportiert werden. Für die Bauern und Häuslleut des Bayerischen Waldes ein willkommenes Zubrot. Wollte man auf die Nutzung der Hochwälder nicht ganz verzichten...






Freitag, 14.01.



14.01.2011

KURIOSITÄTEN UND DENKWÜRDIGKEITEN AUS UNSERER HEIMAT

Inngold Der aktuelle Goldpreis hat wieder einmal eine Rekordmarke übersprungen. Was halten Sie von dem Versuch, Ihre Haushaltskasse mit Goldwaschen aufzubessern? In Niederbayern wurde das Goldwaschen bis etwa 1870 in den öffentlichen Flüssen betrieben. Es war ein freier Erwerbszweig, zu dem jedermann berechtigt war...





14.01.2011

"Die Kinder kommen stets ohne Brot zur Schule"

Ärmlich waren viele Waldlerhäuser: Dieses Bauernhaus bei Mauth diente einer siebenköpfigen Familie als Wohn- und Schlafraum, Werkstatt, Geburts- und Sterbezimmer.  − Bild: the

 "Bayerisch-Sibieren" − das hört man auch heute noch manchmal, oder "Drei viertel Jahre Winter, ein viertel Jahr kalt". Tatsächlich ist es im Bayerischen Wald in der Regel beträchtlich kälter als in gleichen Höhenlagen der Alpen, und der Winter dauert hier seine sechs Wochen länger als im Hochgebirge...





14.01.2011

Ein gutes neues Jahr

 "Die Rauchfangkehrer seynd gute und fromme Leute, wissen einen solchen ehrlichen Wandel zu führen, daß sie nicht allein in Rauchfang steigen, sondern auch in Himmel." So rühmte schon Abraham a Santa Clara, der berühmte Prediger, die Kaminkehrer. In früherer Zeit war der Kaminkehrer, in manchen Gegenden auch Schornsteinfeger genannt...






Samstag, 14.01.



14.01.2012

Buchvorstellungen

"Geplantes Wirtschaftswunder? Industrie und Strukturpolitik in Bayern 1945 bis 1973" von Stefan Grüner. Oldenbourg Verlag, München. Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Bd. 58; Bayern im Bund Bd. 7; 493 Seiten, 39,80 Euro. ISBN: 978−3−486− 56600−0. Die Periode der "Goldenen Jahre" hohen Wirtschaftswachstums und...







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 - Screenshots: Livestream/Campus Crew

Willi Hagenburger hat am Dienstagabend bei "Student vs. Dozent" gegen Professor Dr...



Unter dem Motto "Weihnachten auf gut niederbayerisch", wirbt die Stadt Deggendorf für den Christkindlmarkt am Stadtplatz. Der Markt ist von 28. November bis 12. Dezember täglich geöffnet.
−Archivbild: Roland Binder

Im Kalender unseres Online-Freizeit- und Veranstaltungsportals RegioEvent.de finden Sie die...



Der Beitrag zum vermissten Anton Thanner hat eine große Zahl von Hinweisen gebracht. −Screenshot: PNP

92 Hinweise wurden mittlerweile seit der Ausstrahlung des Vermisstenfalls von Anton Thanner in der...



−Symbolbild: dpa

Eine 15-Jährige bricht nach dem Besuch einer Shisha-Bar in Regen bewusstlos zusammen – die...



−Symbolbild: dpa

Im Motorraum eines Lastwagens haben Zollbeamte auf der Autobahn 3 in der Oberpfalz bei Mintraching...





Drei Feuerwehren mit zwölf Fahrzeugen sowie vier Rettungswägen und zwei Notärzte waren am Freitag bei einer Notlandung am Flugplatz Zainach vor Ort. Während ein Leser das Großaufgebot für übertrieben hält, rechtfertigt die Integrierte Leitstelle (ILS) den Großeinsatz. − Foto: Severin Kreibich

Drei Feuerwehren mit zwölf Fahrzeugen, der Rettungsdienst mit vier Wägen und zwei Notärzte waren am...



Dr. Wolfgang Schlüter findet deutliche Worte zum Vorstoß von Teisnachs Bürgermeisterin Rita Röhrl. − F.: Schlamminger/Klotzek

So schnell wie ein ICE durchs Land rauscht hat der Bahnförderverein Go-Vit auf die Vorbereitung...



Über den Wandel in der Kirche diskutierten (v.l.): Passaus Bischof Stefan Oster, der emeritierte Bischof von Freiburg, Robert Zollitsch, Moderator, ARD-Chefredakteur Thomas Baumann, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Abtprimas Notker Wolf. - Manuel Birgmann

Für eine stärkere Rolle der  Laien  in der katholischen Kirche haben sich die Teilnehmer der...



Mitten durch Teisnach verläuft die Bahnlinie Gotteszell-Viechtach. Es gibt sowohl Befürworter wie auch Gegner des geplanten Probebetriebes in der Marktgemeinde. − Foto: Schlamminger

Nach den Buhrufen gegen ihre kritische Position bezüglich der Bahn-Diskussion bei der jüngsten...



Erfahrene Pilz-Sammler aus der Region freuen sich über jeden prächtigen Maronen-Fund – sie wissen aber auch, dass diese Pilze meist relativ hohe Strahlenbelastung aufweisen. − Foto: Archiv LRA

Als vor 28 Jahren der Atomreaktor in Tschernobyl explodierte, war schnell klar...





Beim Vortrag: Dr. Matthias Haun und Petra Riermeier mit Werbung für die German Doctors. − Foto: Geyer

Pocking. Der Pfarrsaal füllte sich schnell zum Vortrag von Dr. Matthias Haun über seine Arbeit bei...



Die Stadt Freyung hat die Klinik Wolfstein gekauft. Bis zu 450 Asylbewerber sollen dort unterkommen. Allerdings nicht auf Dauer: Langfristig soll das Areal touristisch genutzt werden. − Foto: Püschel

Ende der Woche soll in Freyung eine dezentrale Unterkunft für Flüchtlinge entstehen...



Es ist zumExplodieren Zum Artikel "Wirbel um Asylbewerberheim in Söldenau" vom 14.11...



−Symbolbild: dpa

Spektakulärer Unfall auf der A9 zwischen dem Autobahnkreuz Neufahrn und der Raststätte Fürholzen...



Das Wirtshaus zur Emerenz in Schiefweg bei Waldkirchen erinnert an die Dichterin und Wirtin Emerenz Meier, die hier Ende des 19. Jahrhunderts ihrem Vater in einer kleinen Gastwirtschaft half. − Fotos: Gerald Richter/pnp

Ein Leben ohne Freunde ist wie eine weite Reise ohne Wirtshaus, so lautet ein Spruch aus dem 17...