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Passau/Straubing  |  18.06.2015  |  06:00 Uhr

Poststreik: Bienenköniginnen sterben im Kuvert

von Stefan Rammer

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Bis gegen null werde die Zahl der Zustellungen bei der Post sinken, so die Verdi-Verantwortlichen am Mittwoch. − Foto: Oliver Berg/dpa

Bis gegen null werde die Zahl der Zustellungen bei der Post sinken, so die Verdi-Verantwortlichen am Mittwoch. − Foto: Oliver Berg/dpa

Bis gegen null werde die Zahl der Zustellungen bei der Post sinken, so die Verdi-Verantwortlichen am Mittwoch. − Foto: Oliver Berg/dpa


" Es geht ans Eingemachte und nun wird es richtig wehtun", sagt Franz Zellner. Er ist in Straubing Gewerkschaftssekretär bei Verdi und zuständig in Niederbayern und in der Oberpfalz für Postdienste, Speditionen und Logistik. Und er, genauso wie Bezirksgeschäftsführer Hartmut Veitengruber aus Passau, betont, dass man "eigentlich nicht gegen die Kunden" streiken wolle. Aber die würden den Arbeitskampf nun spüren. Seit 8. Juni befinden sich alle bayerischen Briefsortierzentren im Warnstreik. Seit 10. Juni werden auch die Zustellkräfte in den Zustellstützpunkten (Brief- und Verbundzustellung) und in den Zustellbasen (reine Paketzustellung) zu unbefristeten Streiks aufgerufen. In Bayern gibt es rund 550 Zustellpunkte und 21 Zustellbasen. Seit Mittwoch befinden sich davon 160 Zustellstützpunkte und nahezu alle Zustellbasen in unbefristeten Streiks. Nach Angaben der Post wird ein Großteil der Briefe pünktlich zugestellt. "Wir tun alles dafür, die Kundenauswirkungen möglichst gering zu halten", sagte ein Sprecher in München. Am Mittwoch seien 76 Prozent der Briefe und 62 Prozent der Pakete pünktlich zugestellt worden.

Der für den Bereich von Regensburg bis Passau zuständige Zellner nennt 33 Zustellstützpunkte in seinem Bereich, die bestreikt werden. 500 Zusteller tragen die Post nicht mehr zu den Kunden. Die Postzustellung dürfte hier auf 20 bis null Prozent sinken. Die Bevölkerung habe durchaus Verständnis für den Streik. Aber er erzählt auch andere Dinge. So sei es passiert, dass Imker schwer betroffen seien. Denn diese verschicken tatsächlich Bienenköniginnen per Post – der Versand in eigenen kleinen Käfigen und Kuvert kostet pro Sendung 2 Euro bei beliebiger Stückzahl. Und die Tiere sterben natürlich, wenn sie tagelang den Empfänger nicht erreichen.

Im festgefahrenen Tarifstreit geht es um die Arbeitsbedingungen von bundesweit rund 140 000 Beschäftigten – vor allem aber um 49 regionale Paketgesellschaften, die die Post ausgegründet hatte. Verdi will mehr als 6000 Paketboten in den Haustarifvertrag zurückholen und forderte zuletzt die Post nochmals auf, auf die Ausgliederung zu verzichten. Dann würde es sofort einen Tarifabschluss geben, die Streiks würden beendet werden.

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" Es geht ans Eingemachte und nun wird es richtig wehtun", sagt Franz Zellner. Er ist in Straubing Gewerkschaftssekretär bei Verdi und zuständig in Niederbayern und in der Oberpfalz für Postdienste, Speditionen und Logistik. Und er, genauso
http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/landkreis_straubing_bogen/
2015-06-18 06:00:00
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