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Kelheim  |  25.02.2013  |  19:38 Uhr

Verfolgungsjagd endet im Schaufenster: Polizei muss zahlen

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| Foto: dpa/Heiner Stöcker/www.mittelbayerische.de

- Foto: dpa/Heiner Stöcker/www.mittelbayerische.de


Ein spektakulärer Unfall passierte zwei Polizisten bei einer Verfolgungsjagd am Montag in Kelheim. Gegen 14.40 Uhr wollte eine Streifenbesatzung ein Auto mit zwei Personen kontrollieren. Als der Fahrer dies bemerkte, fuhr er schneller stadtauswärts. Die Streife folgte dem Auto mit Passauer Kennzeichen mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn.

Auf Höhe der Europabrücke fuhr der Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung in einen Kreisverkehr und anschließend über eine rote Ampel. Auf Höhe Starenstraße/Amselweg kam das Auto des Flüchtenden nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Hausmauer. Die beiden Insassen blieben unverletzt und flüchteten weiter zu Fuß. Doch auch der Streifenwagen kam im Amselweg nach links von der Fahrbahn ab und prallte in ein Schaufenster. Bis zur Hinterachse ragte das Fahrzeug in das Geschäft des Bauelementehändlers. In dem Laden wurde niemand verletzt.

Die beiden Beamten nahm zu Fuß die Verfolgung auf und konnten den 25-jährigen Fahrer schließlich stellen und vorläufig festnehmen. Wie sich herausstellte, ist der 25-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und sein Auto war nicht zugelassen. Bei ihm wurde eine Blutentnahme angeordnet. Die beiden Polizeibeamten im Alter von 36 und 49 Jahren zogen sich ein Schleudertrauma zu, konnten aber nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 60.000 Euro. Für diesen muss nun wohl die Polizei aufkommen: "Wir haben den Schaden verursacht und müssen dafür wohl auch zahlen", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.
- sig/dpa/lby



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