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München  |  23.01.2013  |  13:53 Uhr

Staatliche Spielbanken immer tiefer in roten Zahlen

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Das Automatenspiel ging in der Spielbank Bad Füssing, die Endre Harmath leitet, zurück. "Das ist bayernweiter Trend", heißt es aus der Staatlichen Lotterieverwaltung.  − F.: Archiv Schlegel

Das Automatenspiel ging in der Spielbank Bad Füssing, die Endre Harmath leitet, zurück. "Das ist bayernweiter Trend", heißt es aus der Staatlichen Lotterieverwaltung.  − F.: Archiv Schlegel

Das Automatenspiel ging in der Spielbank Bad Füssing, die Endre Harmath leitet, zurück. "Das ist bayernweiter Trend", heißt es aus der Staatlichen Lotterieverwaltung.  − F.: Archiv Schlegel


Die Staatsregierung hat Pech im Glücksspiel: Die staatlichen Spielbanken in Bayern rutschen immer tiefer in die roten Zahlen. "Die Situation ist an allen neun Standorten nicht zufriedenstellend", sagte Finanzstaatssekretär Franz Pschierer (CSU) am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Landtags. Nur zwei Spielbanken - Feuchtwangen und Bad Wiessee - machen Gewinn. 2011 sei der Bruttoertrag der Spielbanken um 4,5 Prozent zurückgegangen. Die Zahlen des vergangenen Jahrs liegen noch nicht vollständig vor. Doch klar ist bereits jetzt: "Die Spielbanken werden auch 2012 mit einem Verlust abschließen", sagte Pschierer. Der Ertrag der Spielbanken habe sich im Verlauf weniger Jahre mehr als halbiert - von 128 Millionen Euro im Jahr 2006 auf mittlerweile 60 Millionen Euro.

Pschierer führte die Dauerverluste auf drei Hauptfaktoren zurück: Rauchverbot, Online-Konkurrenz und die Vielzahl der 19.000 privaten Spielhallen in Bayern. Eine Trendwende werde sich "nicht von heute auf morgen erreichen lassen". Auch die staatliche Lottogesellschaft habe 2012 ein leichtes Minus verzeichnet - 2013 soll es nach Pschierers Worten wieder besser werden.

Ein weiteres Sorgenkind bleibt der Nürnberger Flughafen. Die Zahl der Passagiere ging 2012 auf 3,6 Millionen zurück, die Zahl der Starts und Landungen um vier Prozent auf 64.000. Die bisher beschlossenen Kapitalspritzen würden "allein nicht genügen", sagte Pschierer. Der Flughafen müsse so erfolgreich werden, dass er sich allein tragen könne.

In Sachen Münchner Flughafen bekräftigte der Finanzstaatssekretär, dass der Münchner Bürgerentscheid gegen den Bau der dritten Startbahn nicht für alle Zukunft das letzte Wort sein soll: "Wir halten diese dritte Startbahn für eine unverzichtbare strategische Zukunftsoption für ganz Bayern." − lby



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