
Kerzen statt Strom. Viele Münchener griffen am Donnerstagvormittag während dem Stromausfall wieder auf Kerzenlicht zurück. − Symbolfoto: dpa
Kerzen statt Strom. Viele Münchener griffen am Donnerstagvormittag während dem Stromausfall wieder auf Kerzenlicht zurück. − Symbolfoto: dpa
Einen Tag nach dem schweren Stromausfall in München ist nun klar: Der Fehler lag im Netz der Stadtwerke. Der Energieversorger entschuldigte sich beim Unternehmen E.ON, in dessen Netz der Fehler auch vermutet worden war.
Was genau zu dem großen Blackout am Donnerstag führte, darüber rätselten die Fachleute noch. "Wir betreiben noch Ursachenforschung" sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Der Energieversorger hatte zunächst technisches Versagen in einem Leitungssystem nördlich von München vermutet. In diesem Bereich ist auch die Anschlussstelle zwischen den Netzen von SWM und E.ON.
Welchen Schaden der Blackout verursacht hat, war am Freitag zunächst noch unklar. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hatte schon am Donnerstag zu bedenken gegeben: "Bereits ein einstündiger deutschlandweiter Stromausfall an einem Werktag im Winter kann einen wirtschaftlichen Schaden von einer Milliarde Euro verursachen." Nach Ansicht des Hochspannungs-Experten Albert Claudi von der Universität Kassel müssen sich die Menschen in Deutschland trotz einer vergleichsweise sehr sicheren Stromversorgung künftig häufiger auf derartige Ausfälle einstellen. Der Grund: Das Netz sei stärker ausgelastet und nicht mehr so stabil wie vor zehn oder 20 Jahren. − red
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