von Robert Piffer
Lesenswert (28)Schrecklicher Fund in der Region Altötting: Eine Haushälterin hat beim Aufräumen in der Wohnung ihres Arbeitgebers ein totes Neugeborenes in einem Schrank gefunden. Jetzt ermittelt die Traunsteiner Staatsanwaltschaft, auch wenn die Obduktion des kleinen Leichnams bisher keinen Hinweis auf einen gewaltsamen Tod des Kindes ergeben hat.
Die Mutter des Kindes ist bekannt. Es soll sich um die 17-jährige Tochter eines wohlhabenden Mannes aus der Region handeln.
Kein Grund für HaftbefehlGrund für einen Haftbefehl gegen die 17-jährige Mutter gibt es offenbar keinen. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Traunstein, Andreas Miller, am Dienstag auf Anfrage bestätigte, werde zwar seitens seiner Behörde ermittelt, strafrechtlich relevante Dinge hätten sich bisher aber nicht ergeben. Allenfalls stehe eine Verstoß gegen die Meldevorschriften im Raum. Eine Hausgeburt, auch wenn ein Kind tot zur Welt kommt, muss beim Standesamt angemeldet werden.
In Ermittlerkreisen hält man aber auch unterlassene Hilfeleistung für möglich. Ob es sich um eine Totgeburt handelt oder ob das Kind möglicherweise bei ärztlicher Hilfe lebensfähig gewesen wäre, das kann derzeit offenbar niemand sagen. Endgültige Klarheit darüber sollen nun komplizierte feingewebliche Untersuchungen bringen.
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