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| ARTIKEL |
vom 31.07.2010
Zusatzbeitrag: Hunderttausende wechseln Kasse
Kündigungswelle im 1. Halbjahr bei Versicherungen
Berlin. Hunderttausende Versicherte haben den ersten Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen den Rücken gekehrt. Im ersten Halbjahr gab es eine Kündigungswelle bei den ersten 16 betroffenen gesetzlichen Kassen. Das belegen Informationen aus Branchenkreisen, die der Nachrichtenagentur dpa vorlagen. Die DAK verließen bis 1. Juli rund 241 000 Mitglieder, wie ein DAK-Sprecher bestätigte. Inklusive beitragsfrei Mitversicherten gingen der Kasse sogar 307 000 weniger Menschen verloren. Rund 60 000 der Mitglieder seien der Kasse nicht durch Kündigungen verloren gegangen, sondern durch Todesfälle oder den Wechsel in die beitragsfreie Familienversicherung, so die DAK. Die KKH-Allianz verlor 147 000 Versicherte, davon 116 000 Mitglieder. Die BKK Gesundheit musste einen Aderlass von 20 Prozent ihrer Mitglieder hinnehmen. Gewinner waren hingegen Kassen, die bisher keinen Zusatzbeitrag verlangen: Marktführer Barmer GEK verzeichnete dagegen ein Plus von 69 000 Versicherten, die Techniker Krankenkasse sogar von 238 000. Knapp 511 000 Versicherte gewannen die 14 AOKen seit Januar dazu. Ansteigende Zusatzbeiträge und Sozialausgleich könnten nach Ansicht von Experten die Kassenlandschaft weiter durcheinanderwirbeln. Der Essener Gesundheitsökonom Jürgen Wasem geht davon aus, dass die Zahl der Kassen in absehbarer Zeit von derzeit 163 auf 100 sinken wird. - dpa/
Standpunkt SPD bläst zur Gesundheitsoffensive Seite 4
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