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vom 31.07.2010


Ackermann wieder die Nummer eins

Dax-Managergehälter: Der Deutsche-Bank-Chef verdient mit 9,6 Millionen Euro am besten



Frankfurt/Main. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist der Spitzenverdiener unter den Managern der Dax-Unternehmen. Er kam mit rund 9,6 Millionen Euro auf Platz eins der Rangliste für das Jahr 2009, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz auf Grundlage einer Studie der TU München mitteilte. Im Vorjahr hatte Ackermann dagegen wegen des Verzichts auf Bonuszahlungen lediglich ein Grundgehalt von 1,4 Millionen Euro erhalten.
Auf Platz zwei der Liste der 30 Dax-Konzernchefs folgt RWE- Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann (7,2 Millionen Euro), auf Platz drei Siemens-Lenker Peter Löscher (7,1 Millionen Euro). Schlusslicht ist Commerzbank-Chef Martin Blessing mit 600 000 Euro, dessen Grundgehalt wegen der staatlichen Rettungsmaßnahmen in Milliardenhöhe limitiert ist.
Im Schnitt habe ein Dax-Vorstand im Krisenjahr 2009 rund 2,4 Millionen Euro verdient, erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Aktionärsschützer, Ulrich Hocker, - das sind 3,1 Prozent mehr als 2008. Ohne den Sondereffekt durch die 2008 ausgebliebenen Boni bei der Deutschen Bank wären die Gesamtbezüge im Schnitt um 3,8 Prozent gesunken. Insgesamt liegen die Dax-Verdienste laut Studie noch rund 21 Prozent unter dem Höchstwert von 2007.
Im Vergleich mit anderen Ländern liegen die deutschen Top-Manager mit durchschnittlich 3,8 Millionen Euro leicht hinter den Schweizer Managern. In Frankreich kommen Spitzenmanager dagegen „nur“ auf 2,7 Millionen Euro. In den USA erhalten die Chefs der Unternehmen in Dow-Jones-Index im Schnitt umgerechnet knapp 10 Millionen Euro.
Für die Untersuchung wurden neben den Grundgehältern auch die variable Vergütung und die Pensionszusagen ausgewertet. Für die Zusammensetzung der Vergütung gab die Studie erneut schlechte Noten. So seien zwar 44 Prozent der Bezüge variabel und weitere 22 Prozent von den Aktienkursen abhängig. Bei den Bonuszahlungen dominierten aber immer noch kurzfristige Anreize.                                - dpa





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