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 Meinungen unserer Leser zu diesem Thema


Kommentar von Abonnent_h4zx
Kein Hare-Niemeyer!
Nur eine kleine Anmerkung zur Grafik dieses Vorschlags: Man kann ja gerne alles diskutieren, aber eines darf man nicht mehr: Nämlich ernsthaft für ein solches Verfahren das von der Wissenschaft seit schon geraumer Zeit als mit großen Defiziten behaftet erkannte Hare-Niemeyer-Verfahren vorzuschlagen. Ähnlich defizitär ist das d'Hondtsche-Verfahren. Seit vielen Jahren und erstmals bei der nächsten Bundestagswahl wird das Verfahren von Sainte-Legu"e - auch nach Schepers benannt - für die Sitzverteilung angewendet - beiden vorgenannten Verfahren weit überlegen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass sich das auch bei Landtagswahlen und Kommunalwahlen durchsetzen wird.

Prof. Dr. Johannes Grabmeier, Köckstr. 1, 94469 Deggendorf.

Kommentar von RolfP
Alle bekannten Verfahren kurz erklährt
Das Verfahren nach d’Hondt ist das bekannteste und das am weitesten verbreitete der drei Verfahren. Hierbei werden die Stimmen für jede Partei nacheinander durch die Zahlen 1,2,3 ... dividiert. Auf die so ermittelten Höchstzahlen werden nacheinander die Mandate verteilt, d.h. auf die größte Höchstzahl das erste Mandat, auf die zweitgrößte Höchstzahl das zweite Mandat u.s.w., bis alle Mandate vergeben sind.

Beim Verfahren der mathematischen Proportion nach Hare/Niemeyer werden die Stimmen jeder einzelnen Partei durch die Gesamtzahl der Stimmen dividiert und dann mit der Gesamtzahl der zu vergebenden Mandate multipliziert. Jede Partei erhält zunächst den ganzzahligen Teil ihres so ermittelten Wertes an Mandaten. Die Mandate, die danach noch nicht vergeben sind, werden an die Parteien verteilt, deren Nachkommawerte am größten sind.

Bei dem Verfahren nach St. Laguë/Schepers berechnet man Rangmaßzahlen, indem man die Gesamtzahl der Stimmen durch die Anzahl der Stimmen für eine bestimmte Partei teilt, und diesen Quotienten nacheinander mit 0,5; 1,5; 2,5; 3,5; ... multipliziert. Die Partei mit der niedrigsten Rangmaßzahl erhält das erste Mandat, die mit der nächst höheren Rangmaßzahl das zweite Mandat usw., bis alle Mandate vergeben sind.
Quelle:
http://www.alpmann-schmidt.de/details.aspx?id=126

Kommentar von grufti2
Re: Kein Hare-Niemeyer!
    Abonnent_h4zx schrieb:
    Nur eine kleine Anmerkung zur Grafik dieses Vorschlags: Man kann ja gerne alles diskutieren, aber eines darf man nicht mehr: Nämlich ernsthaft für ein solches Verfahren das von der Wissenschaft seit schon geraumer Zeit als mit großen Defiziten behaftet erkannte Hare-Niemeyer-Verfahren vorzuschlagen. Ähnlich defizitär ist das d'Hondtsche-Verfahren. Seit vielen Jahren und erstmals bei der nächsten Bundestagswahl wird das Verfahren von Sainte-Legu"e - auch nach Schepers benannt - für die Sitzverteilung angewendet - beiden vorgenannten Verfahren weit überlegen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass sich das auch bei Landtagswahlen und Kommunalwahlen durchsetzen wird.

    Prof. Dr. Johannes Grabmeier, Köckstr. 1, 94469 Deggendorf.

Lieber Hr.Prof.Dr.Warum kann nicht jeder Mensch,wie auch immer "DEUTSCH"schreiben.Überall wird mit irgendwelchen englischen,od.absurden Namensgebungen um sich geworfen,die ein "normaler"nicht mehr versteht,Sie müssten das wohl am besten wissen.Wo sind wir denn eigentlich?Nicht jeder hat einen Titel.Möchte Ihnen da zwar nicht Nahe treten,aber das musste ich mal loswerden.

Kommentar von jaendl
Also ich zähle hier nur 4 Fremdwörter. Grafik, diskutieren, Defizit und Kommunalwahl. Ich glaube aber dass die so gängig sind, dass keiner damit Probleme haben dürfte. Die mathematischen Verfahren aber, die heissen nun mal so und da kann man nicht anders dazu sagen. Also was meinst Du, grufti?
Ich konnte übrigens auf den ersten Blick kein englisches Wort finden.


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