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Russland ist ein Land der Extreme: Mit 17 Millionen Quadratkilometern Fläche, verteilt auf die zwei Kontinente Europa und Asien, ist der föderative Staat das größte Land der Welt. Dank seiner immensen Ost-West-Ausdehnung von mehr als 9000 Kilometern erstreckt sich das Land über nicht weniger als neun Zeitzonen. Mit Moskau und St. Petersburg gibt es einerseits zwei schillernde Millionen-Metropolen, die Moderne und (Zaren-)Tradition verbinden und mit ihrem architektonischen Prunk und unzähligen Kulturangeboten auch als Tourismusziel enorme Strahlkraft besitzen. Andererseits kann man in den entlegenen Regionen Sibiriens stundenlang durch unbesiedelte Prärie reisen.

Ähnlich groß sind die Gegensätze auch innerhalb der Gesellschaft: Die Welt-Hauptstadt der Superreichen ist nicht etwa New York − sondern Moskau. Insgesamt leben 2012 laut Forbes-Magazin 96 Milliardäre in Russland, der Großteil in der Hauptstadt. Mehr sind es nur in den USA. Ein weit größerer Teil der Bevölkerung lebt dagegen an oder unter der Armutsgrenze.

Der Ursprung für diese Entwicklung ist in den 80er Jahren zu suchen. Perestroika hieß der Leitbegriff, der den Prozess des Wandels hin zu mehr Demokratie und Marktwirtschaft, den der damalige Präsident Michail Gorbatschow ab 1986 anstieß, zusammenfasste. In den 90er Jahren brachten der Zusammenbruch der Sowjetunion und das endgültige Ende der Planwirtschaft zahlreiche Gewinner hervor, die mit ihren Geschäften im nun freien Markt schlagartig zu immensem Reichtum kamen.

Auf der anderen Seite brachte die Wende auch große Probleme mit sich. Die gesamtwirtschaftliche Produktion brach durch den Wegfall alter Handelsstrukturen dramatisch ein, hinzu kam eine massive Inflation. Die Folge: 1992 galt jeder dritte Einwohner sogar laut offiziellen Statistiken als arm − die Dunkelziffer dürfte noch weit höher gelegen haben. Heute ist es offiziell immerhin nur noch jeder achte − das entspricht 18 Millionen Einwohnern. Etliche weitere Millionen Russen gelten zudem weiter als armutsgefährdet.

Zwar gehört Russland − nicht zuletzt dank immenser Rohstoffvorkommen von Metallen bis hin zu Erdgas und -öl − zu den wichtigsten Industrienationen der Welt. Allgemeinen Wohlstand bedeutet dies jedoch längst nicht. In kaum einem anderen Land klafft die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander. Gerade einmal 23.500 Rubel, umgerechnet 580 Euro, betrug 2011 das durchschnittliche Monatseinkommen. Viele brauchen Nebenjobs, um ihre Familien ernähren zu können.

Auf dem wirtschaftlichen Aufschwung seit dem Niedergang Ende der 90er Jahre basiert auch die Beliebtheit des Präsidenten Wladimir Putin im Volk. Immer wieder werden dem Land und seinem mächtigen Präsidenten jedoch Defizite in Sachen Demokratie und Menschenrechte vorgeworfen − nicht zuletzt nach dem Straflager-Urteil gegen die kremlkritische Punkband Pussy Riot.

Zu den größten Problemen gehört auch die Volksgesundheit. So beträgt die statistische Lebenserwartung eines männlichen Neugeborenen gerade einmal 63 Jahre. Der Grund ist die allgemein ungesunde Lebensweise: Alkoholismus etwa ist im Heimatland des Wodka eine Volkskrankheit.  − seb
Fakten über Russland

 Hauptstadt: Moskau.
 Einwohner: 143 Millionen.
Fläche: 17 Millionen km2.
 Währung: Rubel.
 Bruttoinlandsprodukt: 1,85 Billionen US-Dollar (2011). Zum Vergleich: Das deutsche betrug 3,58 Billionen US-Dollar.
 Monatliches Durchschnittseinkommen: 580 Euro (2011).
 Armutsquote: 12,8 Prozent.



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Sebastian Fleischmann


PNP-Redakteur Sebastian Fleischmann hat in Russland recherchiert. Er berichtet über das Hilfsprojekt und die Schicksale der Kinder.