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PNP-Jugendcamp 2009

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Das Tagebuch zum Camp


Andreas Windpassinger, Stipendiat der PNP, begleitet die Teilnehmer des 1. Jugendcamps 2009 nach Kroatien und berichtet täglich von deren Aktivitäten ...

 
++++++++++ Sonntag, 16. August 2009 ++++++++++


Sie tauschten Nummern und Adressen aus, umarmten sich, sogar Tränen flossen. Die Szenen des Abschiednehmens bei der Heimreise deuteten nochmals darauf hin, wie sehr den Kids die Woche im Camp in Kroatien gefallen hat und wie viele Freundschaften geschlossen und „Camp-Beziehungen“ geführt wurden. Wollen wir’s hoffen, dass die Pärchen ihre Beziehungen auch über das Zeltlager hinaus halten können, was sich aufgrund der weit auseinander liegenden niederbayerisch-oberpfälzischen Herkunftsorte als äußerst schwierig heraus stellen dürfte.

Ein Junge aus Regensburg sagte zu mir, dass seine Freundin, mit der er im Camp zusammengekommen ist, aus Jandelsbrunn kommt. „Jandelsbrunn hat aber keinen Bahnhof“, lautete seine Feststellung. Zum Glück gibt’s da noch die Busverbindung von Passau nach Jandelsbrunn und umgekehrt. Fazit: Wo die Liebe ist, da ist auch ein Weg!

Die Heimreise startete am Sonntagmorgen gleich mal mit zweieinhalb Stunden Verzögerung. Weil eine Teilnehmerin des zweiten PNP-Jugendcamps ihren Personalausweis zu Hause vergessen hatte, kam es zu Problemen. Und weil uns der gleiche Bus, der die andere Gruppe nach Kroatien brachte, wieder mit nach Hause nahm, zog der Vorfall auch uns in Mitleidenschaft. Ende vom Lied: Das Mädchen durfte nicht einreisen und fuhr mit uns wieder nach Hause. Der Bus-Trip des Regensburger Mädchens dauerte dann über 24 Stunden. Sie will es beim dritten Camp dann nochmals versuchen, diesmal mit Personalausweis.

Unsere Heimfahrt war das Gegenteil der „müden“ Einreise nach Kroatien: Es wurde gesungen, geklatscht, geratscht. Da wurden Witze erzählt, Schabernack getrieben, Handyvideos gedreht und Plätze getauscht. Man wollte einfach die letzten Stunden des gemeinsamen Sommerurlaubs in vollen Zügen auskosten und auf keinen Fall verschlafen. Sichtlich genoss jeder die letzten Stunden mit den neuen Freunden und Camp-Kollegen. Sie lagen auf dem Schoß des Sitznachbarn, blickten auf den Urlaub zurück oder hörten sich in trauter Zweisamkeit die Songs dieser Ferienwoche an.

Bis auf die Blockabfertigung vor dem Tauerntunnel ging unsere Heimreise fast ohne Stau über die Bühne. Obwohl wir verspätet gestartet sind, holten wir die versäumten Stunden wieder auf. Und um 22:30 Uhr kam der Doppeldecker in Passau an. Mit „Hey, das geht ab, wir feiern die ganze Nacht!“ begrüßten die Teilnehmer singend die Dreiflüssestadt. Mit einem Loblied auf den Busfahrer endete diese unvergessliche Reise.



++++++++++ Samstag, 15. August 2009 ++++++++++


Nein! Wir wollen alle noch nicht heim! Dennoch wissen wir, dass sich unser Sommerurlaub in großen Schritten dem Ende nähert und wir morgen früh Abschied nehmen müssen. Abschied von der Sonne, von dem Meer, von dem Camp-Feeling, von den Betreuern und den neuen Freunden, die wir kennen gelernt haben. Die vielen Möglichkeiten der Kommunikation spenden uns ein wenig Trost. Es gibt ja mittlerweile viele Wege, die Kontakte aufrechtzuerhalten.

Die große Lagerolympiade bestimmt das heutige Vormittagsprogramm. Da werden Lieder gegurgelt, knifflige Rätsel gelöst, Bälle ohne Einsatz der Hände am Körper weitergegeben, Begriffe gezeichnet, erklärt, pantomimisch dargestellt und möglichst viel Wasser bei einem Staffellauf von A nach B transportiert. Die Siegergruppe steht noch nicht fest. Die letzte Station der Olympiade findet nämlich erst heute Abend statt: Beim Karaoke-Spiel „Sing Star“ müssen die Teilnehmer möglichst tonsicher und originalgetreu verschiedene Songs zum Besten geben. Die Gruppe, die auf dem Treppchen landet, darf mit ihrem Betreuer kostenlos zum Eisessen gehen.

Nach dem Salat-Buffet stürmen unsere Wasserratten den Strand und statteten der Adria für diese Saison ein letztes Mal einen Besuch ab. Der heutige Barabend wird unseren einwöchigen Kroatien-Trip offiziell beenden. Die Gruppenleiter haben sich dafür Literatur zum Mixen von nichtalkoholischen Cocktails besorgt und versprechen, den Teilnehmern das Abschied nehmen dadurch ein klein wenig zu versüßen.

Ich habe immer wieder Stimmungsbilder eingefangen und die Zeltlagerwoche wird fast durchweg in den höchsten Tönen gelobt. Die vielen Programmpunkte (Spiele, sportliche Aktivitäten, Workshops, Baden gehen,…) waren bis auf den Schiffsausflug nicht verpflichtend. So konnte sich jeder Teilnehmer seinen Urlaub so gestalten, wie er ihn haben wollte. Gepasst hat auch die Ausgewogenheit zwischen Sport, Bewegung und Erholung, Entspannung. Und besonders zum Erfolg beigetragen hat natürlich das heiße, sonnige Sommerwetter. „Wir wollen wieder kommen!“, heißt es bei den Kids. Viele davon haben bereits angekündigt, später einmal als Betreuer ins Camp zurückkehren zu wollen. Und auch ich nehme mir fest vor, dem nächsten PNP-Jugendcamp beizuwohnen (Hallo Kollegen! Ich hoffe, Ihre lest das!).



++++++++++ Freitag, 14. August 2009 ++++++++++


Das PNP-Jugendcamp verbindet: Die ersten festen Freundschaften wurden geschlossen, die ersten Pärchen haben sich gefunden. So lange es beim Händchen halten bleibt und jeder Junge und jedes Mädchen in ihren getrennten Zelten schlafen, hat auch dazu die Campleitung nichts einzuwenden. Die „Zeltdorf-Ordnung“ und die Regeln sind ja allen bekannt.

Um vier Uhr in der Früh zog heute ein Gewitter über unsere Quartiere, das uns alle aus dem Schlaf riss. Am heutigen Morgen stellten wir dann fest, dass uns das Wetter zum ersten Mal in dieser Urlaubswoche im Stich lässt: Es regnete bis in die Mittagsstunden.

Inzwischen sind wir aber wieder da, wo wir ganz am Anfang waren: Strahlender Sonnenschein, heiße Temperaturen und fast alles ist schon wieder trocken. Heute steht Wellness auf dem Programm. Peelings, Masken, Beinrasuren und Gurken auf den Augen – es kann ja nicht schaden, wenn man nach fünf Tagen Campingurlaub auch mal etwas für den Körper und für das äußere und damit auch für das innere Wohlbefinden tut. Zeitgleich bemalen die Betreuer unseren Zeltlagernachwuchs. Heraus kommen wilde Tiere und angsteinflösende Vampire.

Beim großen Fußballturnier am Nachmittag spielt diesmal fast die ganze Teilnehmerschar des Camps mit. Ein Open-Air-Kino rundet den sechsten Tag unseres Zeltlagerurlaubs ab. Es läuft der James-Bond-Film „Casino Royale“. Und passend zum Filminhalt organisierten die Betreuer anschließend erneut einen Pokerabend. Weil das Pokerspielen bei der Jugend halt einfach so gut ankommt und ständig die Bitte kam, die Pokerkarten ein zweites Mal auszupacken. Was damals „Schafkopfen“ war, ist bei der heutigen Jugend „Pokern“. So ändern sich die Zeiten…



++++++++++ Donnerstag, 13. August 2009 ++++++++++


Nachdem wir gestern kulturell unterwegs waren, sind heute wieder Abenteuer und Aktion angesagt. Das „Nutella-Frühstück“ stärkt uns für den bevorstehenden Wassersport: Bananenbootfahren. Der Bootsfahrer erklärt jeder Gruppe, wie’s läuft: „Wenn Boot links, dann Banane links. Wenn Boot rechts, dann Banane rechts. Wie auf Motorrad. Balance halten!“

Mit dem Hineinlegen in die Kurven klappt dann aber doch nicht immer auf Anhieb: Viele schleudert es von der Banane und wie ich im Boot dann von den beiden kroatischen Wassersport-Männern erfahre, legen sie es natürlich auch darauf an, dass fast jeder im Meer landet und aufgefischt werden muss. Auf alle Fälle macht es Spaß zuzusehen...

Parallel dazu bietet die Betreuer-Crew im Zeltdorf den Workshop Textiliengestaltung an. Egal ob T-Shirts, Hosen oder Handtücher – die Teilnehmer bemalen und verzieren ihre Textilien mit wasser- und waschmaschinenfesten Materialien - und beweisen dabei erstaunlich viel Kreativität und Phantasie.

Nach dem stärkenden Hot-Dog-Mittagessen wandern wir ein zweites Mal an die Badebucht, die uns fast allein gehört. Der lange Weg dorthin rentiert sich wirklich: Glasklares Wasser, schöne Liegeflächen und nur vereinzelt Badegäste. Beim Casino-Abend rollt dann am Abend die Roulette-Kugel. Und bei der Pokerspiel-Variante Texas Hold’em setzt so mancher Junge ein „Pokerface“ auf. Nur nicht preisgeben, wie gut die Karten sind! Andere Zeltlagerteilnehmer holen lieber die Gitarre raus und laden zum Mitsingen ein. Jetzt noch ein Lagerfeuer... aber das ist auf dem Campingplatz leider nicht erlaubt. Schade!



++++++++++ Mittwoch, 12. August 2009 ++++++++++


Bei strahlender Sonne und heißen Temperaturen (wir sind es mittlerweile gewöhnt und können es uns gar nicht mehr anders vorstellen) machen wir uns heute mit zwei Bussen auf den Weg zum Hafen nach Porec. Dort startet unser Schiffsausflug (unserer Truppe gehört ein Schiff ganz alleine), der uns zu den malerischen Hafenstädtchen Rovinj und Vrsar führt. Auf den Weg dorthin bringt uns der Kapitän in eine Meeresbucht, die als Drehort für einen der Winnetou-Filme diente. Die Meeresstelle wurde zum Naturreservat ernannt, Fischfang ist dort verboten.

In Rovinj warten auf uns viele Verkaufsstände und ein Markt mit frischen Früchten und Spezialitäten der Region. Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, Einkäufe zu erledigen und Souvenirs für die Daheimgebliebenen zu besorgen. Unsere Urlaubsgegend ist bekannt für erlesenes Olivenöl. Einige Bauern wurden mehrmals ausgezeichnet. Die perfekte Geschenkidee für die Eltern, denken sich viele Jungs und Mädels (ups - hab ich jetzt was verraten?).

Der romantischen Küstenstadt Rovinj steht das italienische Erbe ins Gesicht geschrieben: Unzählige kleine und verwinkelte Treppengässchen, schöne Stadthäuser und der Kirchturm der Basilika Sveta Eufemija (Hl. Euphemia), dessen Vorbild der Campanile in Venedig ist und auf dem höchsten Punkt des Ortes erbaut wurde.

Auf das Bummeln in Rovinj folgt das Baden in Vrsar. Das ehemalige Fischerdorf lädt die Wasserratten mit einem schönen Badebereich zum Sprung ins erfrischende Nass ein. Und dann wartet noch ein ganz besonderes Schauspiel auf uns. Die Betreuer kennen die Adresse eines Eisverkäufers, der hinter seinem Stand die Eiskugeln hinausschießt und die Zuschauer auffordert, die Kugeln direkt mit dem Mund oder mit den Händen zu fangen. Wer die Menschenmenge um den Eisstand betrachtet, kann verstehen, dass vermutlich gerade das Hinauswerfen von Eiskugeln zu Umsatzsteigerungen führt und sein heimliches Erfolgsrezept ist. Denn jeder wartete gespannt auf den nächsten Schuss und schleckte dabei genüsslich das hausgemachte Eis des Verkäufers.

Schließlich geht es wieder aufs Schiff, wo bereits typisch kroatische Speisen auf uns warten. In Porec flanieren wir noch an der Promenade, schlendern an den vielen Geschäften und Ständen vorbei und bestaunen den Sonnenuntergang. Sichtlich erschöpft fahren wir am Abend in unser Camp zurück - aber glücklich.



++++++++++ Dienstag, 11. August 2009 ++++++++++


Das „Blitz-Gewitter-Szenario“, das sich gestern Nacht abspielte, erinnerte an das Unwetter vom letzten Jahr und an den gewaltigen Orkan, der über die Zeltstadt fegte. Zum Glück sind wir aber heuer verschont geblieben und es blieb bei Blitz, Gewitter und Regen. Vom Zeltplatz aus konnte das Gewitterschauspiel über der Adria betrachtet werden. Die Blitze leuchteten teilweise das ganze Campinggelände aus und verursachten kleinere Stromausfälle.

Nach einer durchregneten Nacht begrüßte uns der neue Morgen aber schon wieder mit Sonnenschein. Der Vormittag stand im Zeichen des Sports und der Bewegung. Die Betreuer boten „Mädelsjoggen“, „Powerjoggen mit Bodyworkout“ für die Jungs und eine „Mountainbike-Powertour“ an. All jene Buben und Mädels, die es ruhiger und entspannter haben wollten, konnten Freundschaftsbänder basteln.

Nach dem Essen wanderten wir gemeinsam an eine Badebucht, die nicht so sehr von den Touristen frequentiert wird. Das Wasser dort ist glasklar. Da war dann Bodypainting angesagt. Die Jugendlichen verwandelten sich in farbenfrohe, bunte menschliche Wesen. Das Fußballturnier bestimmte das Abendprogramm. Aber auch „Sing Star“ und das Open-Air-Kino sorgten für einen gelungenen, lustigen und unterhaltsamen Tagesausklang. Ein paar Jugendliche statteten mit den Betreuern der Beach-Party an der Promenade einen Besuch ab und amüsierten sich bei nichtalkoholischen Cocktails.

Ein rundum sorgenfreier und toller Ferientag, wenn man die Sonnenbrand- und Seeigelgeschädigten ausblendet. Eine wichtige Urlaubserkenntnis haben wir bereits gezogen: Wir müssen viel mehr cremen und schmieren und dem Sonnenbrand die rote Karte zeigen! Es ist nun mal leider so: Vor braun kommt meistens rot und das wollen wir vermeiden.



++++++++++ Montag, 10. August 2009 ++++++++++


Sie schneiden Tomaten, waschen Geschirr, machen das Zeltdorf sauber: Wer glaubt, dass die Jungs und Mädels im PNP-Jugendcamp das „Hotel Mama“ ohne Einschränkungen ersetzt bekommen, der irrt gewaltig! Jeden Tag unterstützt eine andere Gruppe das vierköpfige Küchenteam und Küchenchefin Rosi Franz. Und auch die zehnköpfige Betreuerfamilie bindet die jungen Urlaubsgäste aktiv in die Campgelände-Sauberhaltung ein. So sollen die Jugendlichen ein klein wenig zur Selbstständigkeit "erzogen" werden und lernen, für andere Verantwortung zu übernehmen. Und wenn man selber mitgekocht hat, dann schmeckt das Essen ja sowieso besser. Über die Küche hört man hier keine Beschwerden. Gestern Abend gab es Spaghetti Bolognese, heute Abend verwöhnte das Küchenteam die hungrige Campingfamilie mit Schinkennudeln und Wassermelonen. Für die Vegetarier wird separat gekocht.

Geprägt ist der Tag – wie kann es bei über 30 Grad auch anders sein – vom Baden und Tauchen im blauen und glasklaren Meerwasser in der Badebucht, die nur ein paar Minuten Gehzeit von unserem Zeltdorf entfernt ist. Die einen tauchen auf den Meeresgrund oder paddeln mit dem Schlauchboot davon, andere lassen sich von der kroatischen Sonne bräunen und relaxen am Ufer. Die Betreuerschar mit Campleiterin Bettina Reitner lässt mit verschiedenen Workshops keine Langeweile aufkommen und bietet sportliche Disziplinen an: Sie spielten mit den Kindern Fuß- und Volleyball und sorgten mit Aerobic für einen bewegten Tageseinstieg. Damit der Freizeitfaktor für die vier Mütter mit Kindern nicht zu kurz kommt, basteln die Betreuer mit den Camp-Nachwuchsgästen Gipsgesichtmasken und malen diese anschließend farbenfroh an.

Dieter Baumgartner, Geschäftsführer des Reiseunternehmens „M-tours Live Reisen“ bietet am Abend einen Salsa-Kurs an und führt in die Tanzrichtung ein, die afrokaribische und europäische Tanzstile miteinander verbuindet. Und dann wird es richtig musikalisch: Beim Karaoke-Spiel „SingStar“ interpretiert man aktuelle Hits und ließ die Songs der 70ger oder 80ger wieder aufleben - Spaßfaktor garantiert! Am Ende sind sich alle einig: „Ein rundum gelungener Urlaubstag!“ Oder um im Camp-Jargon zu bleiben: „Einfach absolut geil!

P. S.: Die Campteilnehmer wurden in sieben- bis achtköpfigen Gruppen eingeteilt und werden von einem persönlichen Betreuer durch die Urlaubswoche begleitet. Beim „Briefing“ kommen die Gruppen täglich mit ihren Camp-Leitern zusammen, erfahren dann, was jeden Tag geboten wird und was zu beachten ist. Der „Regelbaum“ in der Mitte des Zeltdorfes verrät die „Gesetze“ des PNP-Jugendcamps. Sich abzumelden, wenn man das Camping-Gelände verlässt und beispielsweise an den Strand geht, ist eine der ganz wichtigen Regeln.



+++++ Sonntag, 9. August / Montag, 10. August 2009 +++++


Los gehts: Ruhig ist es im Doppeldeckerbus, viele schlafen, einige Jugendliche hören sich mit ihren MP3-Playern die brandaktuellen Songs des Sommers 2009 an. Kein Wunder: Die jungen Campingfreunde wollen Energie tanken und Kräfte sammeln um die anstehende Woche mit Sonne, Strand und Meer in aller Frische erleben zu können. Die Nachricht, dass aufgrund Gepäcküberladung kurz vor Slowenien der Anhängerreifen zerrissen ist und repariert werden muss, rüttelt die ferienwütige Gesellschaft um 4:30 Uhr dann doch aus ihrem Schlaf. Alter Reifen runter, neuer Reifen rauf und das Schlafen kann sorgenfrei fortgesetzt werden. Aber nicht alle der 73 Kinder zwischen 12 und 17 Jahren bereiteten sich mit Ruhe und Entspannung auf den einwöchigen Sommerurlaub ohne Eltern vor. Viele der Reisenden knüpften bereits im Bus die ersten Kontakte und ratschten mit bis dato noch unbekannten Urlaubskollegen.

8 Uhr morgens: Kurz vor Ankunft in Porec deutete die Außentemperatur von 25 Grad Celsius um 8 Uhr morgens bereits auf einen heißen und sonnigen Urlaubsstart hin. Nachdem die Truppe von den Betreuern des Reiseunternehmens „M-tours-live“ aus Regensburg begrüßt und in die riesige Zeltstadt eingewiesen worden ist, stärkt man sich ausgiebig bei einem gemeinsamen Frühstück. Dann erkundeten wir zusammen mit den Gruppenleitern das Campinggelände, bekommen die Regeln erklärt und erfahren den Tagesablauf. „Ab ins Wasser!“ heißt es dann: Die Jugendlichen nehmen sogleich die malerische und idyllische Badebucht in Beschlag.

Gezeichnet von den „Strapazen“ der stundenlangen Busanreise nutzen viele auch die Gelegenheit, ein Nickerchen einzulegen. Andere widmen sich wiederum dem Sport, spielen Badminton, Fußball oder Volleyball. Auch die Schafkopfkarten werden schnell hervorgeholt.

Am Abend fördern dann Kennenlernspiele die Kommunikation und Kooperation innerhalb der Reisegruppe. So müssen sich die Jugendlichen beispielsweise in selbständiger Organisation der Körpergröße nach aufstellen oder in alphabetischer Reihenfolge der jeweiligen Vornamen nach. Und wie wird so ein erster Urlaubstag beendet, an dem viele noch erschöpft und müde von der Anreise sind? Mit einem Open-Air-Kino, bei dem allerdings nur ein kleiner Teil das Ende des Films dann auch mitgekriegt hat.

P. S.: Auch vier Mütter machen mit ihren kleinen Kindern Urlaub im PNP-Jugendcamp. Damit auch die Mamas einmal abschalten und entspannen können, übernehmen die Betreuer streckenweise die Aufsicht - und ein spezielles Programm gibt es für die Kleinen auch.

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