Die Passauer Neue Presse wurde 1946 von Dr. Hans Kapfinger gegründet und berichtet seitdem in ihren zahlreichen Lokalausgaben ausführlich über das Geschehen in Ostbayern. Mit dem digitalen historischen Zeitungsarchiv der PNP können Sie bequem in der Vergangenheit stöbern. Es umfasst derzeit die Ausgabe Passau ab der Erstausgabe vom 5. Februar 1946 und wird fortlaufend erweitert.

Funktionsübersicht des Zeitungsarchives als Video-Anleitung
Gemeinsam mit der Staatlichen Bibliothek Passau und der Bayerischen Staatsbibliothek in München startete die Neue Presse Verlag-GmbH (NPV) im Juli 2009 ein Großprojekt: die Digitalisierung der Passauer Neuen Presse. Seither werden die Bände von der NPV Seite für Seite eingescannt. Die Staatliche Bibliothek in Passau übernimmt die Qualitätskontrolle und Erschließung der PNP. Für die digitale Nutzung sowie die Volltextsuche aufbereitet werden die Ausgaben anschließend in München von der Bayerischen Staatsbibliothek.
Um die Inhalte des Print-Archivs in eine digitale Fassung zu übertragen, wird eine automatische Texterkennung (OCR) eingesetzt. Nur unter Einsatz dieser Technologie ist es möglich, die enormen Textmengen zu verarbeiten, die sich im Lauf der Jahrzehnte angesammelt haben. Langzeitarchiviert wird das umfangreiche Datenmaterial von der Bayerischen Staatsbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Rechenzentrum in München.
Hinweis zum Copyright: Die Webdokumente dürfen nur für private und wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Eine unautorisierte Übernahme ganzer Seiten oder ganzer Beiträge oder Beitragsteile ist nicht zulässig.
1933
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Recte faciendo neminem timebis | PNP
"Recte faciendo neminem timebis - Wenn Du recht tust, brauchst Du niemanden zu fürchten" - das war das Motto des Gründers, Verlegers und Herausgebers der Passauer Neuen Presse, Dr. Hans Kapfinger (gest. 28. Juli 1985). Dieser lateinische Spruch - auf Glas gemalt - war am Eingang des 1952 in der damaligen Neuburgerstraße (heute: Dr. Hans-Kapfinger-Straße) in Passau bezogenen Verlagsgebäudes angebracht. Am Hintereingang, wohlgemerkt. Denn er galt nicht den Besuchern des Verlagsgebäudes, sondern den Mitarbeitern, vorrangig jenen der Redaktion.
Und damit all jene, die nicht Latein gelernt hatten, auch verinnerlichen konnten, was dieses Motto besagt, wurde die deutsche Übersetzung in kleinerer Schrift darunter angefügt.
Diese Aufforderung macht deutlich, was Dr. Hans Kapfinger zum Leitmotiv seiner Zeitung machte: Unerschrocken für Recht und Gerechtigkeit einzutreten und sich auch mit den Mächtigen anzulegen, wenn dies notwendig sein sollte.

Dr. Hans Kapfinger | PNP
Dr. Hans Kapfinger - PNP
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil. Die Forderung, unerschrocken und unabhängig zu berichten, die Forderung, nach bestem Wissen und Gewissen die Themen aufzugreifen, die für die Menschen in unserer Region von Bedeutung sind, wird immer wieder aufs Neue betont. Dabei geht es nicht um bohrenden, um investigativen Journalismus um jeden Preis, sondern darum, so umfassend und so konkret wie möglich zu berichten. Und es geht auch darum, Missstände aufzuzeigen, notfalls den Finger in die Wunde zu legen.
Veränderungen sind dennoch notwendig. Nichts geändert hat sich auch an der Grundhaltung, die Dr. Hans Kapfinger im Jahre 1946 und damit vor knapp 60 Jahren für seine Zeitung aufstellte: 'Die Zeitungen der Verlagsgesellschaft sind unabhängige, demokratische, über den Parteien stehende Organe. Sie sind von keiner Interessengruppe abhängig und dienen keiner solchen. Die Zeitungen sind der Förderung der ostbayerischen Lebens- interessen in kultureller, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht verpflichtet. Sie stehen auf christlicher Grundlage'.
Grundsätze zu haben bedeutet keineswegs, die Augen vor notwendigen Veränderungen zu verschließen. Auch diese Zeitung hat sich immer wieder verändert, hat sich neuen Anforderungen gestellt, hat sich sowohl inhaltlich wie auch von der äußeren Aufmachung den sich veränderten Lesegewohnheiten und Erwartungen angepasst. Nur, damit hat sie ihre Grundsätze nicht aufgegeben: Wir sind unseren Lesern, den Menschen in Stadt und Land, wir sind dieser Region verpflichtet.
Die Tafel mit dem Wahlspruch von Dr. Hans Kapfinger, die beim Umzug in das neue Verlagsgebäude in der Sperrwies 1995 beinahe verloren gegangen wäre, hat dort einen Ehrenplatz bekommen. Sie hängt nicht mehr am Hintereingang, sondern dort, wo die Entscheidungen für die Zukunft des Verlages gefällt werden: Über der Tür des original eingerichteten Dr. Hans-Kapfinger-Zimmers. Dort finden nur wenige Veranstaltungen statt, u.a. die Gesellschafterversammlung, das höchste Gremium der 'Neuen Presse Verlags GmbH' und der neuen, die internationalen Aktivitäten umfassenden Holding 'Verlagsgruppe Passau GmbH'. Dort ist auch der Zugang zur Geschäftsführung. 'Wenn Du recht tust, brauchst Du niemanden zu fürchten'. Dr. Kapfingers Wahlspruch gilt wie am ersten Tag uneingeschränkt für jeden einzelnen Mitarbeiter des Verlages.
Am 5. Februar 1946 übergab der Chef des amerikanischen Nachrichtenkontrollamts in Bayern, Oberst McMahon, im Passauer Rathaus die Lizenz Nr. 16 zur Herausgabe der Passauer Neuen Presse an Dr. Hans Kapfinger. Damit war auch der Grundstein für die 15 Regionalausgaben der PNP gelegt - für eine Zeitung, die mit der Zeit geht und mittlerweile Flaggschiff eines international tätigen Medienkonzerns in Polen, Tschechien, der Slowakei und Österreich ist.
Ohne die Passauer Neue Presse gäbe es auch keine Regionalausgaben. Die ersten drei Jahre waren die Nachrichten und Berichte aus Städten wie Deggendorf Bestandteil der PNP. Bis zum 3. Dezember 1952 erschienen wöchentlich drei Ausgaben, dann täglich.
Denn am Anfang war notgedrungen nichts weiter als guter Wille. Und eine vorzügliche Reputation. Dr. Hans Kapfinger, im Mai 1933 wegen antinationalistischer Gesinnung verhaftet, galt den Amerikanern als Garant für eine unabhängige, demokratische und freie Presse. Der Grundsatz gilt noch heute: "free people, free press". Ziele der Zeitung waren und sind: die Welt an den Frühstückstisch zu bringen, zu informieren, Sprachrohr der Region zu sein, Heimatgefühl zu geben und Service zu leisten. So wuchs die Leserzahl kontinuierlich und mit ihr der Zeitungsumfang und die Mitarbeiter.
Während die "Gedankenschmieden", die Lokalredaktionen, Geschäftsstellen, Vertrieb und Anzeigen für die Regionalausgaben jeweils vor Ort waren und sind, fand der Druck der Zeitung von Anbeginn an in Passau statt. 1946 genügten noch wenige Autos für die Auslieferung. Heute werden täglich 180 000 Exemplare zwischen Viechtach und Altötting über Fremdspediteure ausgefahren. Damit werden über 500 000 Leser erreicht - bei etwa 660000 Einwohnern sind das 75 Prozent der Bevölkerung.
Die Passauer Neue Presse und ihre Regionalausgaben haben sich technisch und inhaltlich zu universalen Zeitungsausgaben entwickelt, die vor jeder Konkurrenz, aber auch vor sich selbst bestehen können. Und: Die PNP gehört laut Dr. Gerhard Beckmann, Autor und Medienspezialist, zu den zehn besten Tageszeitungen Deutschlands. Ihre Leser und Mitarbeiter wissen es zu schätzen.
Das historische Zeitungsarchiv der Passauer Neuen Presse steht für die Ausgabe Passau ab der Erstausgabe vom 5. Februar 1946 zur Verfügung und wird fortlaufend erweitert. Wenn Sie Artikel aus einer anderen Ausgabe oder einem anderen Zeitraum suchen, finden Sie hier die verschiedenen Möglichkeiten zur Recherche.
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